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Estings Trainer wütet nach Schiri-Entscheidung: „Das lasse ich mir nicht bieten“

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Er war angefressen: Estings Trainer Christian Vetrovsky (hinten Mitte) kassierte im Spiel gegen Dinkelsbühl eine Gelbrote Karte – völlig zu Unrecht wie er sagt.
Er war angefressen: Estings Trainer Christian Vetrovsky (hinten Mitte) kassierte im Spiel gegen Dinkelsbühl eine Gelbrote Karte – völlig zu Unrecht wie er sagt. © Peter Weber

Zwei Niederlagen haben Estings Regionalliga-Volleyballer am Wochenende kassiert. Obendrauf kam auch noch eine Gelbrote Karte für Trainer Christian Vetrovsky.

Esting – „Das lasse ich mir nicht bieten.“ Estings Trainer Christian Vetrovsky war noch einen Tag nach dem Heimspiel gegen den TSV Dinkelsbühl stinksauer auf Schiedsrichter Henke (SV Lohhof). „Ich habe ihn weder beleidigt, noch habe ich mir eine Unsportlichkeit erlaubt“, so Vetrovsky nach seiner Gelbroten Karte. Er werde auf alle Fälle eine Beschwerde an den Bayerischen Volleyballverband (BVV) schicken.

Nachdem sich viele fragwürdige Entscheidungen des Unparteiischen laut Vetrovsky für beide Mannschaften schon das komplette Spiel über hinzogen, kam es im vierten Satz schließlich zum Eklat. Auslöser war ein gegnerischer Spieler, der unter dem Netz aufs Estinger Spielfeld durchrutschte. Um eine Verletzung seiner Estinger Spieler zu verhindern, forderte Vetrovsky bei seiner Rettungsaktion eine Spielunterbrechung. „Die Situation war einfach zu gefährlich für die Spieler“, argumentierte der Estinger Coach. Zu seiner Verblüffung präsentierte ihm der Unparteiische daraufhin die Ampelkarte.

Das Spiel war danach endgültig dahin. Konnte Esting nach einem 0:1-Satzrückstand noch ausgleichen, wurden der dritte und dann schließlich nach dem Eklat auch der vierte Satz verloren. Am Ende hieß es aus Sicht des SV Esting 1:3 (22:25, 25:20, 19:25, 13:25).

Das zweite Spiel muss der Trainer von der Tribüne aus verfolgen

Bereits 18 Stunden später stand der SVE erneut in der Schulsporthalle, als der Tabellenachte TB/ASV Regenstauf zu Gast war. Scheinbar hatte die Mannschaft die Ereignisse vom Vorabend gut weggesteckt. Trainer Vetrovsky war aufgrund der Gelbroten Karte gesperrt und verfolgte das Spiel von der Tribüne aus. Die Betreuung übernahm Abteilungsleiter Florian Saller.

Das Spiel begann für die Estinger vielversprechend. Nach gewonnenem ersten Satz führte das Liga-Schlusslicht auch im zweiten Satz souverän mit 16:5. Dann erlebte Vetrovsky von seinem Zuschauerplatz einen bitteren Einbruch seiner Mannschaft. „So etwas habe ich noch nie in meiner langen Karriere erlebt.“ Seine junge Mannschaft leistete sich reihenweise Fehler, vor allem beim Aufschlag. Am Ende unterliefen der Jugend beim 29:31 auch noch mehrere Satzfehler. Die beiden Routiniers bei Esting, Felix Müller-Spanka und Martin Engler, werden schmerzlich in der Mannschaft vermisst.

Das Spiel endete mit einer weiteren 1:3 (25:22, 29:31, 22:25, 20:25)-Niederlage für den SVE. Die Estinger Volleyballer rangieren nach den zwei verlorenen Spielen weiter am Tabellenende. Doch Vetrovsky gibt sich kämpferisch. „Wir haben acht Spiele hinter uns, aber noch zwölf vor uns. Da ist noch alles drin. Es wäre schade, wenn die Mannschaft absteigen müsste“, sagt Vetrovsky. (Dieter Metzler)

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