Für die Estinger Regionalliga-Frauen ist die Saison ebenso beendet wie für das Männer-Team.
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Für die Estinger Regionalliga-Frauen ist die Saison ebenso beendet wie für das Männer-Team.

Volleyball

Saisonende nun auch für die Estinger Regionalliga-Teams

  • vonDieter Metzler
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Nun ist also auch die Saison für die beiden Regionalliga-Teams des SV Esting beendet. Der Deutsche Volleyballverband bricht die Spielzeit wegen Corona ab.

Esting – Die Mitteilung des Deutschen Volleyballverband (DVV) kam für die beiden Estinger Regionalliga-Teams nicht wirklich überraschend. War man bei den Frauen und Männern Anfang Dezember noch optimistisch, dass die Saison 2020/21 sportlich zu Ende gespielt werden würde, beschloss der DVV am vergangenen Freitag aufgrund der Corona-Pandemie endgültig die Einstellung des Spielbetriebs.

Der Bayerische Volleyballverband (BVV) hatte bereits Ende Januar für seinen Zuständigkeitsbereich die Wettkampfsaison 2020/21 für die Erwachsenen ohne Wertung abgebrochen. Das bedeutet für die Mannschaften ab der Bayernliga abwärts, dass es keine Auf- und Absteiger gibt. Ausgenommen sind lediglich noch die Bereiche der Jugend, Senioren und Mixed-Mannschaften, da hier aktuell noch weiterführende Meisterschaften auf deutscher Ebene geplant sind.

Verband arbeitet an Alternativ-programm

„Wir haben die Situation und die politischen Entscheidungen lange beobachtet, bevor wir eine Entscheidung fällten, die derart große Auswirkungen für alle Volleyballer nach sich zog“, teilte DVV-Präsident Rene Hecht mit. Letztlich sei aber eine Einstellung unumgänglich gewesen. „Uns ist wichtig, dass wir gemeinsam mit den Landesverbänden eine Alternative anbieten, die zwar keinen Einfluss auf die sportlichen Ergebnisse der Hallensaison hat, aber dennoch eine Möglichkeit ist, um als Volleyball-Team gemeinsam spielen zu können.“ Mit dem Projekt „VEREINt zurück“ sollen die Volleyballer im Sommer unter Wettkampfbedingungen wieder auf das (Freiluft)-Feld zurückkehren können.

Die Folge des Abbruchs der laufenden Saison ist, dass es keine Auf- und Absteiger und auch keine Meister in der Regionalliga geben wird. Alle Mannschaften können ihre Spielberechtigung für die Saison 2021/22 bis zum 15. Mai beantragen. Nicht vom Saisonende betroffen sind auch hier der Spielbetrieb der Deutschen Volleyball-Jugend (DJV) und der Seniorenbereich.

Frauen seit Oktober nicht im Training

„Es ist Zeit geworden für eine offizielle Aussage. Das hat sich eh alles zu lange hingezogen“, meinte Patrick Müller, Estings Regionalliga-Frauentrainer. Es sei ohnehin total abwegig gewesen, auch wegen der aufwändigen Planung, den Saisonverlauf noch realisieren zu können. „Schon allein auch aus gesundheitlichen Gründen. Kurzfristig von null auf 100 Leistung zu bringen, das ist unmöglich“, so Müller weiter. Seit Ende Oktober haben die Frauen des Regionalligisten kein Training mehr gehabt. „Natürlich haben sie sich so fit gehalten, aber das ersetzt kein Mannschaftstraining. Ich denke, der Schlussstrich jetzt ist auch für die Vereine gut. Bin gespannt, wann und wie es dann mit den sportlichen Aktivitäten wieder offiziell weitergeht“, so Müller weiter.

Männer-Mannschaft bleibt zusammen

Als schwierig für den Sport bezeichnete Estings Männer-Trainer Christian Vetrovsky die Situation. So ganz kann er die getroffenen Entscheidungen während des Lockdowns nicht nachvollziehen. „Wir in Esting hatten ein vorbildliches Hygiene-Konzept.“ Vor allem für die Jugend sei es ein Debakel, den Sport während des Lockdown so runterzufahren. „Wenn die Ausübung des Sports pandemietreibend wäre, dann sehe ich das natürlich kritisch“, sagte Vetrovsky.

Für die erstmals in der Regionalliga spielende Männer-Mannschaft sei der Abbruch schon ein wenig demoralisierend. „Ich bin ständig in Kontakt mit den Spielern, die alle in der kommenden Saison wieder mit dabei sind“, teilte Vetrovsky mit. „Das sind alles junge Leute, eine super Truppe.“

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