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Sie feiern, was das Zeug hält (v.l.): Präsidiumsmitglied Carsten Gemeinhardt, Teamsprecjher Markus Degenhardt, Torjäger J.C. Cangelosi und Florian Hutterer.

EISHOCKEY

Der Wanderers-Aufstieg ist perfekt

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Wanderers sind zurück in der Eishockey-Landesliga. Nach zwei an Spannung kaum zu überbietenden Siegen (3:2 und 7:5) gegen Regen feierten am gestrigen Sonntagabend 500 Germeringer Fans zusammen mit der Mannschaft im Polariom den Aufstieg.

Germering – Mit 19 siegreichen Saisonspielen waren die Germeringer ins entscheidende zweite Halbfinale gegangen. Nach dem 3:2-Erfolg am Freitag waren die Aufstiegs-Shirts schon vorbereitet. Aber beinahe hatte Regen den Feierlichkeiten der Wanderers noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn die Gäste erwiesen sich als würdiger Gegner und lieferten den großen Favoriten am Sonntag noch einen Kampf auf Biegen und Brechen.

Die Wanderers gerieten erstmals in dieser Spielzeit richtig in Bedrängnis. Mit 1:3, 2:4 und 4:5 lagen sie jeweils bereits hinten. Aber Kapitän Quirin Reichel und seine Kollegen bewiesen Moral und feierten in einem wahren Aufstiegskrimi doch noch einen 7:5 (1:3, 2:1, 4:1)-Sieg. Die Partie ging denkbar schlecht los für die Hausherren. Den schnellen 0:1-Rückstand konnte Reichel zwar fast im Gegenzug ausgleichen. Doch dann schlich sich offenbar Nervosität bei den Wanderers ein.

Unerklärliche technische Fehler machten es den Gästen leicht, mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die erste Pause zu gehen.

In der Pausenkabine schwor Reichel sein Team noch einmal ein. Von da an entwickelte sich ein Krimi, den Hitchcock nicht spannender hätte inszenieren können. Je ein vergebener Penalty und drei Treffer in nur drei Minuten – zwei davon für die Wanderers durch Marcus Mooseder und erneut Reichel – sorgten dafür, dass sich überschlugen. Doch es sollte sogar noch besser kommen.

Im letzten Durchgang waren genau 30 Sekunden gespielt, als Konstantin Kolb erstmals der Ausgleich für Germering gelang. Auch von einem neuerlichen Rückstand ließen sich die Wanderers nicht mehr ausbremsen. Nico Rossi und Matthias Götz drehten die Partie endgültig. Entschieden war sie aber erst wenige Sekunden vor Schluss. Regen hatte den Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis genommen. Doch die Wanderers eroberten den Puck und Reichel war es vorbehalten, die Scheibe zum umjubelten Endstand ins Netz zu schieben.

Bereits am Freitag in Passau – das Stadion in Regen war durch die Eisstock-Weltmeisterschaft belegt – hatten es die Wanderers spannend gemacht. Marco Berger, Mooseder und J.C. Cangelosi hatten für eine 3:0-Führung gesorgt. Doch das zweite Drittel verschwiegen die Germeringer. Regen kämpfte sich auf 2:3 heran, aber die Wanderers retteten den Sieg über die Zeit und bereiteten damit das Feld für den Aufstieg.Die Saison ist für Germering damit noch nicht zu Ende. Nun steht noch das Finale um die Bezirksliga-Meisterschaft an. Das große Ziel Aufstieg ist zwar erreicht. „Aber wenn man im Finale steht, will man auch Meister werden“, so Wanderers Vizepräsident Albert Bittl.

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