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Wasserball-Pokal

Wasserratten gehen beim Saisonstart unter

„Ich hoffe sehr, dass wir unser schwächstes Saisonspiel gleich am Anfang gemacht haben. Das wäre der einzige Trost.“ Viktor Sandor war geknickt, als er nach einer unschönen Stunde die 13:28-Pokal-Niederlage seiner Brucker Wasserballer in Bietigheim zu erklären versuchte.

Fürstenfeldbruck Die Schützlinge des Wasserratten-Trainers wurden bei ihrem zweiten Cup-Aufritt auf süddeutscher Ebene regelrecht zerlegt. Obwohl die Pleite abzusehen war, denn die favorisierten Bietigheimer spielten bis zur Vorsaison noch in der 2. Bundesliga und gelten nun als stärkstes Team der Oberliga Baden-Württemberg. Die Wasserratten zählen in Bayerns höchster Klasse dagegen nur zum Mittelfeld.

Das Spiel begann wild. Tor Bietigheim. Ausgleich Bruck. Führung durch Wasserratten-Kapitän Andreas Peters. Tor Bietigheim, Tor Bietigheim, Ausgleich Peters. Tor Bietigheim, Ausgleich Peters. 6:7 lag Bruck nach dem ersten Viertel zurück. „In dieser Phase sind beide Mannschaften weitgehend ohne Abwehr angetreten. Es war im Prinzip jeder Angriff ein Treffer“, analysierte Sandor.

Dass die Wasserratten etwas mithalten konnten, lag vornehmlich an Peters, der aus dem Rückraum quasi bei jedem Angriff ein Tor warf. Im zweiten Viertel begann die Partie sich zu drehen. Bietigheim erzielte erneut sieben Treffer, die Wasserratten nur zwei. Dazu bekamen die Brucker zunehmend Foulprobleme. „Seit dieser Saison gibt es verschiedene Regel- und Auslegungsänderungen“, erläutert Sandor. Die seien manchmal ein bisschen kurios. Auf die neuen Regeln hatten sich die Gäste bereits besser eingestellt. So musste ausgerechnet Peters bereits im zweiten Viertel zweimal tatenlos in der Strafzone zuschauen. Bei drei Strafen darf ein Spieler nicht mehr ins Wasser. Auch Daniel Müller war bereits nach zwei Vierteln akut gefährdet. Dann passierte das für die Brucker an diesem Tag Schlimmstmögliche: Peters kassierte früh die dritte Hinausstellung. „Er war unser überragender Mann, hatte bis dahin bereits sieben Tore geworfen und das Spiel organisiert“, so Sandor. Was sich sein Kapitän künftig hinter die Ohren schreiben sollte: „In so einer Situation muss er als erfahrener Spieler einfach mal die Finger wegnehmen. Ein Gegentor wäre das kleinere Übel gewesen“, ärgerte sich Teamkollege Christian Bews.

Ohne Peters verloren die Gäste komplett den Faden. An der Arithmetik änderte sich auch im Schlussabschnitt wenig. Lediglich vor dem Tor gelang den Bruckern wieder etwas mehr, die Konter blieben aber bis zum bitteren Ende. „Ich weiß gar nicht, wann wir das letzte Mal 28 Gegentore kassiert haben. Bei 32 Spielminuten ist das schon sehr bemerkenswert. Mit der Abwehrleistung können wir jedenfalls keine Spiele gewinnen. Da müssen wir uns dringend steigern“, bilanzierte Sandor. Spätestens bis zum ersten Oberliga-Punktspiel am 14. Februar. Dann treffen die Brucker auf die Erzrivalen der SG Stadtwerke München II.

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