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Berweins Doppelpack wertlos: Saller-Elf muss in die Relegation

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Von: Oliver Rabuser

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Leere Hände: Zwei Tore von Maximilian Berwein reichen dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen nicht, um in Gundelfingen zu gewinnen.
Leere Hände: Zwei Tore von Maximilian Berwein reichen dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen nicht, um in Gundelfingen zu gewinnen. © Andreas Mayr

Trotz eines Doppelpacks von Maximilian Berwein und der daraus resultierenden frühen 2:0-Führung, kehrt der 1. FC Garmisch-Partenkirchen ohne Zählbares aus Gundelfingen zurück.

Gundelfingen – Lange Gesichter gab’s beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen spätestens ab der zweiten Saisonhälfte in ausreichender Zahl und in immer kürzeren Intervallen. Seit Samstag aber ist klar: Die Ernüchterung bei den Spielern wird sich so schnell nicht mehr lösen. Die Mannschaft schlittert ungebremst in die Relegation. Zwei Runden mit Hin- und Rückspielen gegen Bezirks- oder gar Landesligisten sind nach der 2:3-Niederlage in Gundelfingen wohl nicht mehr zu vermeiden. Eine intensive, nervenaufreibende Zusatzschicht steht an, die über Wohl und Wehe, sprich die Ligenzugehörigkeit entscheiden wird.

Ab sofort wird das Training entsprechend den bevorstehenden Anforderungen angepasst, bisweilen auch mal „härter“ zu Werke gegangen, damit der 1. FC in gut drei Wochen über die „letzten Körner“ verfügt. Trainer Christoph Saller sieht der Ausscheidungsrunde betont gelassen entgegen. „Als Spieler habe ich alle Relegationen gewonnen“, sagt er. Zudem seien derlei „emotionale Spiele“ vor vielen Zuschauern und mit ganz besonderem Flair „unbezahlbare Erfahrungswerte“. Man dürfe sich nicht grämen oder gar verkrampfen. „Solche Partien musst du genießen.“

Poniewaz trifft „völlig falsche Entscheidung“

Freilich wäre der Genussfaktor auch im Schwabenstadion von Gundelfingen möglich gewesen. Doch einmal mehr vermochte der 1. FC Potenzial und ordentliches Auftreten nicht in die nötigen Treffer umzusetzen. Nach Berweins Doppelpack und dem Anschlusstreffer der Gastgeber brachte Jonas Poniewaz eine Ablage von Franz Fischer aus fünf Metern Torentfernung nicht im Kasten unter. Bei einer 4:2-Überzahl im Gundelfinger Strafraum traf Poniewaz eine „völlig falsche Entscheidung“, schob dem Verteidiger den Ball unachtsam in die Füße.

Berwein hatte getroffen, als die Garmisch-Partenkirchner hinten noch sattelfest standen und vorne entschlossen auftraten. Vorausgegangen war eine Pressingsituation, respektive die starke Vorarbeit von Moritz Müller. Das 1:2 wäre Saller zufolge zu verhindern gewesen. Noch mehr ärgerten den 45-Jährigen die beiden weiteren Rückschläge. Kein FC-Kicker war richtig nachgegangen, als der Ball an den Pfosten verlängert wurde und Michael Grötzinger akkurat vor die Füße sprang. Bei Einwurf der Gundelfinger schalteten die Gäste für einen Moment zu lange ab, so dass die Schwaben die Situation durch eine geschickte Ballstafette wiederum durch Grötzinger zu nutzen wussten.

Möglichkeiten zum Ausgleich gab es erst wieder in der Schlussphase. Einige wertete Saller als „nicht sauber ausgespielt“. Pech hatte indes der kurz zuvor ins Spiel gebrachte Markus Burkhardt. Dessen Schuss wurde nicht nur abgefälscht, sondern im letzten Moment von einem Gundelfinger von der Linie gekratzt.

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