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Erwartete Niederlage

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Von: Patrick Hilmes

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ESV-Spieler Quentin Brugger beim Sprungwurf.
Lichtblick beim ESV: Quentin Brugger erzielte 16 Punkte. © Andreas Mayr

Wie vorhergesagt: Die TS Jahn München war eine Nummer zu groß für die Bayernliga-Basketballer des ESV Staffelsee. Die Murnauer unterlagen deutlich mit 52:111.

Murnau – Der Gegner trifft den Korb nur mäßig, die Schiedsrichter entscheiden in den kniffligen Szenen pro Murnau, die Gäste starten unausgeschlafen in ihr Spieljahr 2022: All diese Faktoren hätten am Samstag zutreffen müssen, damit der ESV Staffelsee gegen die TS Jahn München eine Chance gehabt hätte. Doch dem war nicht so. Entsprechend ging das Debüt von Andreas Mayr als Coach der Murnauer Bayernliga-Basketballer deutlich mit 52:111 verloren.

Gute Anfangsphase des ESV

„Genauso hätte man den Spielverlauf auch vorhersagen können“, betont Mayr nach der Partie. Denn die Rollen waren klar verteilt. Die Turnerschaft aus München dominiert die Liga nach Belieben, hat eigentlich nur den TV Traunstein als echten Gegner. Und so verkamen auch schnell die Murnauer zum Spielball der Münchner. Nach Drittel eins stand es bereits aussichtslos 6:27 aus Sicht der Gastgeber. Dabei sah ESV-Coach Mayr eine starke Anfangsphase seiner Mannen. „Die ersten fünf Minuten waren richtig gut.“ Doch anschließend entschieden die Unparteiischen in ein paar Situationen für die TS, und der ESV verpasste mehrfach den wichtigen Rebound. „Das war Gift für uns.“

Individuelle Klasse der Turnerschaft mehr und mehr sichtbar

Zudem wurde die Klasse der Landeshauptstädter mehr und mehr sichtbar. Insbesondere die von Aufbauspieler Philipp Bode und Shooting Guard Benjamin Voit. „Bode ist im Kopf zwei Schritte schneller als jeder andere auf dem Feld“, betont Mayr. Da Bode nicht zu den Treffsichersten gehört, ließ der ESV ihn werfen. Doch der Aufbauspieler suchte viel lieber seine Teamkollegen und fand oftmals Voit. „Und der hat einen unfassbaren Tag erwischt.“ Am Ende der Partie hatte der 19-Jährige ganze 39 Punkte erzielt, 18 davon von der Drei-Punkte-Linie. So nahm nach und nach die zweite heftige Pleite in Folge (64:89 gegen Traunstein in der Vorwoche) Form an.

„Ich glaube, der Spielplan war für uns von Vorteil. Wir sind nun abgehärtet, jetzt kommt die Realität.“

ESV-Coach Andreas Mayr

Nach der Schlusssirene richtete Mayr schnell den Blick nach vorne und gewann den beiden deftigen Klatschen auch positiv ab. Zum einen die Leistungen von Quentin Brugger (16 Punkte) und Aaron Moroff. Zum anderen: „Ich glaube, der Spielplan war für uns von Vorteil. Wir sind nun abgehärtet, jetzt kommt die Realität.“ Die trägt den Namen TSV Jahn Freising, Tabellenachter und eher die Gewichtsklasse der Murnauer.

ESV: Brugger (16 Punkte), Frühschütz (16), Beinhofer (8), Adelberger (4), Dotzer (3), Moroff (3), Czajka (2), Ehling, Lorbeer

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