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Falscher Facebook-Post

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Von: Patrick Hilmes

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David Zobel in der Loipe bei seinem Einzel-Sieg im IBU-Cup von Obertilliach.
Muss sich weiter gedulden: David Zobel hatte nach seinem Sieg in Obertilliach gehofft, für den Weltcup nominiert zu werden. Doch zunächst geht es für ihn im IBU-Cup weiter. © Eibner-Pressefoto/EXPA/Huter via www.imago-images.de

Die Social-Media-Abteilung des Deutschen Skiverbandes hat verkündet, dass der Werdenfelser Biathlet David Zobel beim Weltcup in Oberhof dabei ist. Doch dem ist nicht so. Zobel stört aber vor allem ein anderer Punkt.

Osrblie – „Ready! Wir sind bereit für den Heimweltcup in Oberhof, lets go“. Mit diesem Facebook-Post inklusive Zwinkersmiley wollte die Biathlonsparte des Deutschen Skiverbandes (DSV) seinen Anhängern am Dienstagmittag auf Social Media bekannt geben, mit welchen Teams Deutschland beim Weltcup in Oberhof an den Start gehen wird. Mit von der Partie: der Werdenfelser David Zobel. Als das Tagblatt den 25-Jährigen daraufhin anruft, erwischt es aber keinen überglücklichen Athleten, der sich zum zweiten Mal mit den Weltbesten seines Fachs messen darf. Hingegen revidiert ein niedergeschlagener Zobel direkt die Glückwünsche. „Das stimmt leider nicht. Ich bin gar nicht dabei. Da muss wieder irgendwas schief gelaufen sein.“

Bereits die zweite falsche Ankündigung

Denn es ist nicht das erste Mal, dass das Social-Media-Team des DSV Zobel fälschlicherweise für einen Weltcup angekündigt hat. Im Dezember 2021 vor den Wettkämpfen in Hochfilzen ist dasselbe passiert. Wie? Das weiß auch Zobel nicht, kann lediglich vermuten: „Vielleicht stand ich mal intern auf einem Zettel.“ Das ist gut möglich, denn der gebürtige Starnberger hatte zuletzt mit starken Leistungen im IBU-Cup auf sich aufmerksam gemacht. Das blieb auch Bundestrainer Mark Kirchner nicht verborgen. Zobel wurden gute Chancen bescheinigt, bald für einen Weltcup nominiert zu werden. Und dann ließ er Mitte Dezember Platz eins im Einzel beim IBU-Cup in Obertilliach folgen. Damit sollte er doch die Weltcup-Tür aufgestoßen haben, oder?

Zobel wurmt, dass ein Weltcup-Start in Aussicht gestellt wurde

Nein. An sich hat Zobel damit kein Problem, kann die Entscheidung nachvollziehen. „Die Jungs, die dabei sind, haben sich das ja über die Jahre erarbeitet und verdient. Da ist es nur gerecht, dass sie weitere Chancen bekommen, auch wenn die Top-Ergebnisse zunächst ausbleiben.“ Doch auch nun vor den Wettkämpfen in Oberhof wurde ihm ein Startplatz in Aussicht gestellt. Genau das wurmt ihn. „Wenn es nicht angekündigt wird, okay. Aber uns wurde es ja durch die Blume gesagt, dass wir Chancen haben. Das ärgert mich. Denn angeboten haben wir uns“, betont Zobel.

IBU-Cup statt Weltcup, Osrblie statt Oberhof

Den Ärger will er nun runterschlucken und in die Zukunft blicken. „Ich werde deswegen sicher nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Sein Ziel: einfach weiter überzeugen, weitere Podestplätze in der zweiten Liga des Biathlons sammeln, um sich dann doch nach dem Weltcup im schwedischen Östersund (März 2021) ein zweites Mal mit der Elite messen zu dürfen. „Ich muss mich einfach unverzichtbar machen.“ Die nächste Gelegenheit dazu hat Zobel beim IBU-Cup in Osrblie (Slowenien). Dort stehen am 8. und 9. Januar zwei Sprints sowie vom 12. bis 15. Januar ein Einzel, ein Sprint und eine Verfolgung an. In Slowenien wird auch der Weltcup-erfahrene Philipp Horn starten. „Eine gute Gelegenheit, sich mit ihm zu vergleichen“, sagt Zobel. Dessen Name war auch eine Stunde später aus dem Facebook-Post des DSV verschwunden und wurde durch den von Lucas Fratzscher ersetzt. Der führt derzeit die Gesamtwertung im IBU-Cup an, Zobel folgt auf Rang vier.

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