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Großes Lob vom Bundestrainer

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Lukas Meiler wühlt im Schlamm: harte Arbeit, die am Ende belohnt wurde. © FKN

Oberammergau - Lukas Meiler hat sich für die Cross-Weltmeisterschaften in den Niederlanden qualifiziert. Im Sommer ist er Straßenprofi.

Großer Erfolg für Lukas Meiler. Nach einem starkem Rennen bei den nationalen Titelkämpfen hat der Oberammergauer die Qualifikation für die Cross-Weltmeisterschaft erreicht, die am 2. Februar in Hoogerheide/Niedrlande stattfindet. Dabei war der letzte Abschnitt der Cross-Saison nicht nach Wunsch des 18-jährigen Nationalfahrers verlaufen. Dies war umso ärgerlicher, da es für ihn noch um die Nominierung ging. Das Weltcuprennen im belgischen Zolder fuhr er zwar ordentlich, aber mit dem 36. Platz blieb er etwas hinter seinen eigenen Erwartungen und Möglichkeiten zurück. Von Belgien aus ging es direkt weiter nach Vechta in Niedersachsen zum Deutschlandcup, doch ein Sturz samt Defekt in der ersten Runde katapultierten Lukas aus den Top-Ten. Beim international gut besetzten Rennen in Herford passte wieder alles zusammen. Lukas Meiler spielte auf dem tiefen, anspruchsvollen Kurs seine technischen Fähigkeiten aus und landete in der gemeinsamen U23-/Elite-Wertung auf einem sehr respektablen achten Platz.

Diesen Schwung wollte er mitnehmen nach Borna bei Leipzig zum Finallauf des Deutschland-Cups. Doch schon bei der Streckenbesichtigung stürzte Meiler schwer, ein Start war nicht mehr zu verantworten. Zu den Verletzungen gesellte sich dann zwei Tage darauf noch ein grippaler Infekt, so dass die Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft alles andere als optimal verlief – viel mehr als nur lockeres Training war nicht drin.

Trotzdem trat er hoffnungsvoll bei den Deutschen Crossmeisterschaften im oberfränkischen Döhlau bei Hof an. „Ich wusste, dass der Kurs durch den Regen und den nächtlichen Frost technisch sehr schwierig werden würde. Darin musste ich meine Chance suchen“, resümierte er nach dem Rennen. Und in der Tat machte Lukas Meiler das Beste aus seiner Situation. Auch wenn er körperlich noch etwas geschwächt ins Rennen ging zählte er stets zur Rennspitze. Am Ende des beherzt gefahrenen Rennens stand der achte Platz zu Buche. Damit konnte mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein.

So sahen es auch seine Trainer. „Lukas ist ein technisch beeindruckendes Rennen gefahren und als jüngster U23-Jahrgang hat er eine aussichtsreiche Perspektive“, waren sich Bundestrainer Wolfgang Ruser sowie Heimtrainer Steffen Rein einig. So muss es wohl auch das Präsidium des Bunds Deutscher Radfahrer (BDR) wahrgenommen haben, denn am folgenden Tag durfte sich Meiler über die Berufung in den Kader für die Welttitelkämpfe freuen.

Mit der WM-Nominierung hat Meiler, der während der Crosssaison für das „Focus CX Elite-Team“ startet und zukünftig als Straßenprofi für das österreichische Team „Gebrüder Weiss – Oberndorfer“ in die Pedale tritt, einen weiteren Etappensieg auf seinem Weg als Radsportler errungen.

Viel vorgenommen bei der Cross-DM hatte sich auch Martin Meiler. Der drei Jahre jüngere Bruder von Lukas startete in der U17 und spekulierte durchaus mit einer Medaille – so wie vor zwei Jahren, als er in Kleinmachnow bei Berlin Bronze in der U15 gewonnen hatte. Doch er erwischte in Döhlau überhaupt keinen guten Tag. Martin Meiler brauchte lange, um ins Rennen zu finden und rutschte zwischenzeitlich sogar auf Position 15 ab. Erst nach einem Radwechsel gab er in der zweiten Rennhälfte nochmals ordentlich Gas und kämpfte sich wieder nach vorne. Doch am Ende war für ihn nicht mehr als Rang acht. Enttäuscht zeigte er sich nach dem Rennen jedoch nicht – vielmehr freute er sich über die Nominierung seines Bruders für die WM. Martin wird Lukas wohl nach Hoogerheide begleiten, denn „Martin ist der beste Betreuer, den man sich vorstellen kann“, hofft Lukas seinen Bruder an seiner Seite zu wissen.

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