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Murnauer Matchwinner: Alexander Pohl spielt in Hälfte eins groß auf und wirft am Ende den Ausgleich.
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Große Einlaufshow: Thomas Pasurka begrüßt die Fans.
Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
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Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
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Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
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Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
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Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
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Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).
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Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19).

Handball: Bezirksliga  

Derby-Wahnsinn: 450 Zuschauer bei Handball-Krimi

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Besser hätte das Derby zwischen Partenkirchen und Murnau nicht enden können: Beide Teams verpassen in der Schlussminute den Sieg und trennen sich wieder Unentschieden (19:19). Damit schaffen sie es, 457 Zuschauer bestens zu unterhalten und die Meisterschaft offen zu halten.

Garmisch-Partenkirchen– Maximilian Dücks Körper hält keine ganze Handball-Partie mehr aus. Bereits nach manchen Trainingsspielchen klagt er, weil der Rücken so schmerzt. An manchen Tagen fühlt er sich aber wie früher. Samstag war so einer.

Mit dem TSV Murnau trat er zum Derby in Garmisch-Partenkirchen an. Wenn sich der Fürstenfeldbrucker nicht geschworen hätte, nicht mehr zu spielen, wäre er aufgelaufen. Aber Dück ist mit dem Alter klüger geworden. Er riskiert nichts mehr. In der Kabine, als es darum ging, seine Burschen heiß zu machen, sagte er jedoch: „Ich würde alles geben, um heute vor so einer Kulisse zu spielen.“ Dück glühte mehr als die anderen. Er wollte sein Team anstecken. „Ich wäre so geil drauf gewesen zu spielen.“ Wie viel ihm diese Partie bedeutet, sah man hinterher. Murnau hatte ein 19:19 erkämpft, das die Tabellenführung sichert. Trotzdem stellte sich Dück hin und sagte: Nein, ganz glücklich sei er nicht.

Der TSV hätte dieses denkwürdige Derby gewinnen können. Die letzte Minute entwickelte sich nach dem Wunsch der Gäste. Marco Schnabel entschärfte bei angezeigtem Zeitspiel einen Wurf des TSV Partenkirchen. Normalerweise bringen Teams nur Verzweiflungsversuche heraus. Doch die Gastgeber hatten eine Minute lang in der Auszeit daran getüftelt, wie sie einen möglichst kniffligen Versuch auf den Murnauer Kasten bringen könnten. Moritz Ober überließen sie die Aufgabe. Er schloss frei ab. Doch Schnabel hielt. „Eine überragende Parade“ sah Dück. Im Gegenzug vertraute Murnau Nils Lorbeer, seinem Hinspiel-Helden. Kurz vor Ende erhielt er den Ball. Diesmal warf er nicht. Er stürzte sich auch nicht auf die TSVP-Abwehr, sondern passte – eine Sekunde zu spät. Als die Sirene aufheulte, prallte Bernhard Gröbels Aufsetzer auf den Boden und landete erst danach im Netz. Einfach Pech.

Große Einlaufshow: Thomas Pasurka begrüßt die Fans.

Die Szene zeigte: Obwohl auch das Rückspiel Unentschieden endete, liefen die zwei Partien komplett anders ab. Beide Lager hatten ihre Lehren gezogen. Vor allem Thomas Pasurka, der TSVP-Coach, hatte lange gegrübelt, wie Partenkirchen eine solch deutliche Führung verspielt hatte. Sein Derby-Plan beinhaltete, Lorbeer aus dem Spiel zu nehmen. Ihm gelang nur ein Tor. „Die Kulisse hat ihn gehemmt“, sagt Dück. Er könne das verstehen, weil der Murnauer noch ein junger Spieler ist. Dennoch ging sein Team nach ausgeglichener Anfangsphase in Führung. Alexander Pohl übernahm Lorbeers Last. „Er war unser Matchwinner in Hälfte eins“, betont Dück. Torhüter und Abwehr regelten den Rest. Nach 29:59 Minuten lag der TSV 10:7 vorne.

Partenkirchen fehlten die Waffen in der Offensive. Pasurka vermisste Valentin Müller, der am Kiefer operiert wird, sehr. „Du weißt, du kannst ihm den Ball geben, er steigt hoch und macht ein Tor“, sagt sein Trainer. Ohne ihren Schützen im rechten Rückraum verrannten sich die Partenkirchner in Einzelaktionen. Erst Franz Rieger mit einem Überraschungstreffer von der Mittellinie in der letzten Sekunde (8:10) weckte das Team auf. Während Pasurka von der Initialzündung sprach, klagt Dück, dass „so etwas nicht passieren darf“. In Aktionen wie dieser sehe man, was dem TSV noch fehlt: „die Cleverness“. Verfolger Partenkirchen setzte in Hälfte zwei auf den Kampfgeist, den die Anhänger entfachten. „Die Halle war Bombe, sie ist wie eine Wand hinter uns gestanden“, lobt Pasurka. 457 Zuschauer zählte der Verein offiziell. 1800 Euro Spenden aus Eintrittsgeldern und Getränkeeinnahmen kamen für die Kinder-Rheuma-Klinik zusammen. „Ein Wahnsinn für die Region, dass der TSVP in der untersten Liga so etwas aufstellt“, sagt Dück.

Mit den Fans, Cheerleadern und den Eishockey-Profis des SC Riessersee im Rücken holte Partenkirchen auf und ging in der 56. Minute, begünstigt durch eine Strafzeit gegen Matthias Köglmayr, in Führung. Dück verzweifelte beinahe. „Ich bin dagesessen und hab gedacht: Das kann nicht sein.“ Doch Pohl, bester Werfer mit sechs Toren, rettete per Siebenmeter das Remis – wie Teamkollege Lorbeer vor einem Monat. „Wir haben geile Moral bewiesen“, jubelt Dück. Auch Kollege Pasurka preist den Teamgeist an. Das Unentschieden, das dem TSVP immerhin noch eine kleine Chance auf den Aufstieg offen hält, sei ein Verdienst der ganzen Mannschaft. Für Dück und die Murnauer läutete das Derby die heiße Phase ein. Die Auswärtsspiele in Kaufbeuren und Weilheim entscheiden die Meisterschaft, glaubt der Coach. Dort warten vielleicht keine 450 Zuschauer – „aber trotzdem ein Hexenkessel“.

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