Heinz Eckl leitet den Kreis Zugspitze.
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Heinz Eckl leitet den Kreis Zugspitze.

Der Kreisvorsitzende glaubt dieses Jahr wird kein Fußball mehr gespielt

Eckl: „Können nur umsetzen, was Söder und Co. vorgeben“

  • Simon Nutzinger
    vonSimon Nutzinger
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Durch die Verlängerung der Saison sieht Heinz Eckl, der Kreisvorsitzende im Bereich der Zugspitze wieder eine Chance die Saison doch zu Ende zu spielen.

Landkreis – Eine jede Fußball-Saison endet am 30. Juni. Sämtliche Ligen, Pokale, Relegationen müssen zu diesem Zeitpunkt beendet sein. So sieht es die Spielordnung des Deutschen Fußballverbandes (DFB) vor. Ausnahmen unmöglich. Zumindest bis zum vergangenen Montagabend. Da beschloss die DFB-Spitze, ihre Statuten zu lockern. Um den Landesverbänden in Zeiten der Corona-Pandemie mehr Spielraum zu ermöglichen, dürfen diese die aktuelle Saison im Bereich der Regionalliga bis zur C-Klasse beliebig verlängern. Die Spielzeit 2020/2021 dürften die Verbände sogar komplett ausfallen lassen.

Eine Maßnahme, die ein reguläres Ende der laufenden Wettbewerbe im Amateurfußball zumindest wieder möglich erscheinen lässt. Das sieht auch Heinz Eckl so. „Bis zum 30. Juni wären wir niemals fertig geworden“, stellt der Kreisvorsitzende des Bereichs Zugspitze klar. Doch auch bei einem späteren Saisonende – das eh zunächst vom Bayerischen Fußball Verband (BFV) abgesegnet werden müsste – ist Eckl skeptisch, ob in diesem Jahr noch einmal ein offizielles Fußballspiel im Landkreis stattfindet. Maßgeblich seien dafür letztlich die Entscheidungen der Bundes- sowie Landesregierung. „Wir können nur das umsetzen, was Söder und Co. uns vorgeben“, betont Eckl. Und solange etwa Kindergärten, Schulen und Sportplätze noch geschlossen sind, kommt eine Wiederaufnahme des Fußballbetriebs im Amateurbereich aus seiner Sicht nicht in Frage. „Erst wenn diese Maßnahmen gelockert werden, können wir weiterreden.“

Geisterspiele sind in Eckls Augen sinnlos

Keinen Sinn ergibt für ihn die Variante, ohne Zuschauer zu spielen. „In der Bundesliga ist das aufgrund der TV-Verträge und den daraus folgenden Einnahmen sicher eine denkbare Lösung“, sagt Eckl. In den unteren Ligen sei dies jedoch kaum umsetzbar. Man stelle sich nur vor, wie Sicherheitskräfte die Zufahrten der meist zu allen Seiten offenen Fußballplätze absperren, damit ja nicht doch ein unerlaubter Zuschauer den Weg an das Sportgelände findet. „Das ist fern ab jeglicher Realität.“

Es verfestigt sich also der Eindruck, dass selbst das seitens des DFB ermöglichte spätere Saisonsonde nicht dazu führen wird, die Spielzeit im Amateurbereich zu Ende zu führen. „Hoffnung habe ich natürlich schon noch“, beteuert Eckl. Steht doch sowohl für ihn als auch sämtliche seiner Kollegen beim BFV die Wahrung der sportlichen Fairness für alle Ligen im Vordergrund. Doch müsse man in der momentanen Situation eben auch akzeptieren, dass der Fußball für die Gesellschaft nicht an erster Stelle steht. Verhältnismäßig wenig dramatisch wäre für Eckl daher ein tatsächlicher Abbruch der Spielzeit. Er sagt: „Am Ende verlieren wir vielleicht eine Saison – aber dafür leben wir alle hoffentlich noch.“

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