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Bad Kohlgrub ist dem Aufstieg nicht abgeneigt

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Florian Reindl steigert die Qualität des Kaders.
Florian Reindl steigert die Qualität des Kaders. © Mayr

FC Bad Kohlgrub-Ammertal - Der FC Bad Kohlgrub-Ammertal überraschte zur Winterpause als Spitzenreiter der Fußball- Kreisliga 1. Sepp Geipl ist es gelungen, aus der Not eine Tugend zu machen.

Trainer Sepp Geipl ist es gelungen, aus der Not, sprich zahlreichen Ausfällen, eine absolut stabile Einheit zu formen.

Der sonst bei Saisonzielen so zurückhaltend formulierende Cheftrainer würde sich inzwischen sogar höheren Weihen – sprich dem Aufstieg – am Saisonende nicht verschließen. Bis es tatsächlich soweit ist, liegen viel Fleiß und Arbeit, aber auch viele Kilometer vor den Bad Kohlgrubern. Die Straßen der Umgebung kennen die Ammertaler aus der Vorrunde bestens. Training in heimischen Gefilden ist nur in seltenen Fällen auf oder neben dem Hauptplatz möglich. Nach wie vor fehlt ein Trainingsplatz. Wenigstens einmal pro Woche führt der Weg nach Oberau oder Riegsee, den Ausweichorten für die Übungseinheiten.

Oberaus Entgegenkommen bei der Miete des Kunstrasenplatzes hebt Geipl hervor. Gleichwohl belastet die Situation den Etat des Vereins. „Das ist schon eine Kostenfrage“, räumt Geipl ein. In seiner Funktion als Zweiter Vorsitzender sieht er die Gemeinde in der Pflicht. Die Trainingsmöglichkeit hat am Erle oberste Priorität. Kurzfristig könne man die Probleme überbrücken. Doch auf Dauer „muss eine Lösung her“. Ziel müsse es sein, in der Nähe des Vereinsgeländes einen „Platz zu finden, auf dem wir dauerhaft arbeiten können“.

Wegen dieser Schwierigkeiten ist das Abschneiden des Vorjahres-Aufsteigers hoch einzustufen. Geipl konstatiert eine Mischung aus „intaktem Mannschaftsgeist und guter Qualität“. Im Vorfeld der Saison hatte Geipl ob der Ausfälle jegliche Erwartungen gebremst. Neben den Langzeitverletzten Tobias Papistock, Martin Fend und Dominik Strauß sowie des Abgangs von Dominik Schubert, fielen plötzlich auch noch Berti Burkart und Christoph Geipl aus. Die Defensive schien zu Achillesferse zu werden. Weit gefehlt. A-Jugendliche wie Michael Meditz, Tobi Mair oder Stefan Kraus sprangen ein. Mit beachtlichem Erfolg. Die Bad Kohlgruber stellen mit nur 16 Gegentreffer ligaweit die beste Defensive. Martin Bierling ersetzte den beruflich ins zweite Glied gerückten Tormann Stefan Glas adäquat. Bei anderen, wie Josie Niklas (bester Torschütze), Martin Mair oder Stefan Freißl stellte Geipl ein „noch besseres Jahr“ als in der Vorsaion fest.

So also führen die Ammertaler die Liga zur Winterpause an. Momentaufnahme oder Zieleinlauf? Geipl verweist auf die zwei Nachholspiele der SF Aying, nennt überdies die DJK Waldram als seinen heißen Favorit. Und findet, seine Bad Kohlgruber wären noch nicht so lange in dieser Liga, als dass „wir schon unbedingt wieder raus müssen“. Aber er bekommt mit einem fitten Martin Fend, Florian Reindl und auf Sicht auch Dominik Strauß weitere Qualität hinzu. Seiner Mannschaft lässt der 48-Jährige freien Lauf. „Wenn wir mit unserem Potenzial mitmischen können, dann wollen wir das auch.“

Ein Schicksal, wie es der 1. FC Garmisch-Partenkirchen derzeit in der Bezirksliga Süd erleidet, hält Geipl mit seiner Mannschaft im Fall der Fälle für unwahrscheinlich. Stemmt seine junge Mannschaft den Aufstieg, habe sie auch „das Zeug, um drinzubleiben“.

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