1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Kreis Garmisch-Partenkirchen

Britischer Profi siegt beim Osterfelder-Berglauf

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Der Sieger: Rob Simpson © Oliver Rabuser

Garmisch-Partenbkirchen - Alles in britischer Hand beim Osterfelder 2015: Berglauf-Profi Rob Simpson siegte mit deutlichem Vorsprung - und verpasste den Rekord nur knapp.

Es war die perfekte Versöhnung: Nach den Wetterkapriolen im Vorjahr hätten die Rahmenbedingungen beim Osterfelder Berglauf 2015 nicht besser sein können. Die 35. Auflage des beliebten Rennens bescherte Veranstalter Wolfgang Plümpe ein nie dagewesenes Teilnehmerfeld. Und einen Sieger, der als Premierengast den Streckenrekord nur hauchdünn verfehlte: den britischen Profi Rob Simpson.

null
Top-Ergebnis: Rupert Stredele aus Uffing holt Rang sechs © Oliver Rabuser

Als Erster am Osterfelderkopf war aber wieder einmal Andrew Syme. Diesmal nicht als Läufer, sondern als Betreiber des „Alpspitz“-Restaurants. Seine Teilnahme musste der Lokalmatador heuer sausen lassen. Er sei im Frühjahr „oft krank“ gewesen, zudem stünden aktuell „viele Veranstaltungen“ in seiner Einkehr an. „Deswegen pausiere ich heuer“, sagte der gebürtige Schotte. Nicht weiter schlimm. Denn sein Landsmann sprang in die Bresche. Simpson war derjenige, den die britische Nationalmannschaft im Vorfeld angemeldet hatte. Tatsächlich war der 24-Jährige das Maß aller Dinge. In 1:03,31 Stunden fegte Simpson die zum Ende hin immer steiler werdende Strecke hinauf. „Einen so schönen Lauf habe ich schon lange nicht mehr bestritten“, lobt der Rangerste. Und dann gleich so erfolgreich. Den Streckenrekord verfehlte der Neuling um anderthalb Minuten. „Er musste über einen Baum steigen, und natürlich hängt das auch vom Wetter ab“, erklärt Plümpe.

Hinter Simpson kam erst einmal zwei Minuten gar keiner. Dann aber einige: Ein Oberpfälzer, ein Allgäuer, ein Niederbayer. Dahinter aber schon zwei Lokalmatadoren, die bereits im Vorjahr auf den Plätzen fünf und sechs gelandet waren: Ander Seuffert aus Grainau und Rupert Stredele aus Uffing. Er sei immer schon unter den ersten Zehn gelandet, sagt Seuffert im Ziel. Das wollte er auch heuer unbedingt wieder schaffen. Bis zur Hochalm hing sich Seuffert an Alexander Hirschberg. Der Kemptener, am Ende Drittplatzierter. aber ist ein guter Cross-Läufer. „Da konnte ich nicht mithalten“. Erst zum Schluss hin im Steilen „ist es wieder besser gegangen“. 47 Sekunden nach Seuffert passierte Stredele die Zeitmessung. „Ein schöner Lauf“, bei dem er sich „richtig gut gefühlt“ habe, sagt Stredele. Aus seiner Warte sei alles „optimal gelaufen.“ Andreas Strobel vom SC Partenkirchen komplettierte als Achter ein gutes regionales Ergebnis.

null
Gibt alles: Organisator Wolfgang Plümpe mit dem Megafon

Elf Minuten nach Sieger Simpson brandete Applaus für Melanie Noll auf. Die Rheinland-Pfälzerin sicherte sich den Titel bei den Damen. Mit dem Gaißacher Christian Kim habe sie sich bei der Führungsarbeit „ständig abgewechselt“. Das habe es ihr erleichtert. Aufgrund des Top-Wetters habe man „das Ziel frühzeitig gesehen“. Das habe die 31-Jährige „zusätzlich motiviert“. Auch Noll fand über Plümpe und den Charme der Streckenführung anerkennende Worte: „Dieser Lauf ist etwas ganz Besonderes“.

Zum diesem Zeitpunkt stand Wolfgang Plümpe immer noch nahe dem Einlauf und erwartete die letzten Teilnehmer. „Komm, ihr seid alle noch unter zwei Stunden“, brüllte der 75-Jährige. Von mentaler Müdigkeit keine Spur mehr beim Veranstalter. Die Teilnehmerzahl machten das Vorjahr vergessen. 236 Starter führten die offiziellen Listen. Mehr als zehn Prozent über den bisherigen Bestzahlen. Gedanken ans Aufhören verschwinden da so schnell wie die Wolken über dem Alpspitzmassiv.

Oliver Rabuser

Auch interessant

Kommentare