1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Kreis Garmisch-Partenkirchen

Perfekte Antwort auf „irrsinnige“ Dreierquote

Erstellt:

Von: Patrick Hilmes

Kommentare

Jubelnde Spieler des ESV Staffelsee mit ihrem Trainer.
So sehen Sieger aus: Der ESV Staffelsee feiert mit dem Heimtriumph über Landsberg den zweiten Erfolg in Serie. © AM

Die Bayernliga-Basketballer des ESV Staffelsee feiern gegen den HSB Landsberg ihren zweiten Sieg in Serie. Ihr Trainer Andreas Mayr ist anschließend voll des Lobes für beide Teams, weil er etwas sah, was er noch nie zuvor im Amateurbereich gesehen hat.

Murnau – Andreas Mayr hat sich ein Bierchen geschnappt und sitzt in der Umkleidekabine, allein. Nun herrscht beim Coach des ESV Staffelsee keinesfalls Tristesse, hingegen hat er sich dieses Plätzchen gesucht, um mit dem Tagblatt zu sprechen, in Ruhe. Denn es gibt viel zu erzählen, vor allem Positives. Mayr berichtet, dass seine Basketballer noch in der Halle sind und mit den heimischen Fans den 107:71-Triumph über den HSB Landsberg feiern. Der zweite Sieg in Serie für den Bayernligisten.

Staffelsee-Trainer zieht seinen imaginären Hut

Seine ersten Worte richtet der Coach aber an die Gäste aus Landsberg. Denn was der HSB gegen die Murnauer in Halbzeit eins veranstaltet hatte, das ließ Mayr den imaginären Hut ziehen, verlangte ihm höchsten Respekt ab. „Irrsinnig, das habe ich im Amateurbereich noch nie gesehen und kommt eigentlich auch nie vor“, erzählt der erstaunte ESV-Coach. Die Rede ist von ganzen zwölf Drei-Punkte-Würfen der Gäste in Hälfte eins. Mayr kommt richtig ins Schwärmen, wenn er von dem HSB-Auftritt erzählt: „Drei, vier Spieler hatten wohl den Tag ihres Lebens, das war richtig schön anzusehen.“ Sogar aus ESV-Sicht.

ESV-Offensive nahe an der Perfektion

Aber wahrscheinlich nur, weil sich das Blatt nach der Halbzeit (44:49) noch wendete. Und zugleich, weil auch die Murnauer einen Sahne-Tag erwischten. „Das war von uns in der Offensive nahe an der Perfektion“, sagt Mayr. Seine vorgegebenen System funktionierten und im Eins-gegen-eins waren die ESV-Akteure ihren Gegenspielern schlicht überlegen. Einzig das Dreier-Feuerwerk der Gäste verhinderte, dass die Anzeigetafel das zur Pause auch widerspiegelte. Änderte sich im weiteren Verlauf, da Murnau ein Mittel gegen die Distanzwürfe fand: massiver Druck auf die Aufbauspieler des HSB. „Das war unser gewinnbringender Schachzug“, betont Mayr. Aggressiv und mit Vollgas agierten die Hausherren fortan. „Wir haben sie einfach totgelaufen.“ Das Resultat: Sie drehten die Partie nicht nur, sie setzten sich deutlich ab. Bereits nach dem dritten Viertel stand es 80:58 für den ESV.

Auch der ESV kann Dreier werfen

Könnte auch an dem Seitenwechsel gelegen haben. Denn Murnau gelangen in Hälfte zwei ebenfalls fünf Dreier. „War vielleicht einfach der Glückskorb an diesem Tag“, scherzt Mayr. Wahrscheinlicher ist, dass die individuelle Klasse inklusive dem Mehr an Erfahrung den Ausschlag pro ESV gab. Der Coach lobte vor allem Constantin Voss und Aaron Moroff, der erstmals in der Startformation stand und das Vertrauen des Trainers vollends zurückzahlte. „Er war unser Schlachtschiff in der Mitte.“ Daher verbuchte Landsberg auch im Schlussviertel lediglich 13 Punkte, und Mayr konnte sich anschließend in aller Ruhe sein Bierchen schmecken lassen.

Auch interessant

Kommentare