Der Bayerischen Fußballverband schickt seine Vereine aufgrund des erneuten Lockdowns in die verfrühte Winterpause.
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Absehbarer Entschluss getroffen

Bayerischer Fußball-Verband schickt Vereine in vorzeitige Winterpause 

  • Simon Nutzinger
    vonSimon Nutzinger
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Der Bayerische Fußball-Verband schickt als Reaktion auf den neuerlichen Lockdown und die steigenden Corona-Zahlen, seine Amateurfußballer in die vorzeitige Winterpause

München – Diese Entscheidung dürfte niemanden überraschen. Der Bayerische Fußball-Verband hat in einer Vorstandssitzung am Montagabend beschlossen, seine Vereine ab sofort in die Winterpause zu schicken.

Spielbetrieb im Dezember in Hinblick auf Wetter und Platzverhältnisse ein Himmelfahrtskommando  

Angesichts des neuerlichen Lockdowns samt Amateursport-Verbot bis mindestens Ende November die einzig logische Konsequenz. Dies unterstreicht auch BFV-Schatzmeister Jürgen Falterbacher. „Es wäre keinem Verein zuzumuten, jetzt abzuwarten und direkt im Dezember wieder ins Geschehen einzugreifen“, betont der Funktionär. Ohnehin wäre dies laut den Statuten des BFV nur unter Berücksichtigung einer Vorbereitungszeit von zwei Wochen möglich gewesen. Sprich: Mitte Dezember hätten die ersten Spiele stattfinden können. Mit Hinblick auf Wetter und Platzverhältnisse zu diesem Zeitpunkt des Jahres ein Himmelfahrtskommando. Entsprechend klar positioniert sich Falterbacher: „Das hätte keinen Sinn ergeben.“

Erneuter Stopp der Liga für Eckl durchaus nachvollziehbar 

Heißt natürlich, dass auch im Kreis Zugspitze der Ball bis auf Weiteres ruht. Dass dort Fußballspielen seit dem Restart am 19. September überhaupt wieder möglich war, hält Kreisspielleiter Heinz Eckl für einen Erfolg. „Die Spieler waren heiß und gut drauf“, sagt Eckl. „Alle wollten einfach nur kicken.“ Auch bezüglich einer möglichen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus habe sich das Fußballspielen an sich nicht als Risikofaktor erwiesen. „Auf dem Spielfeld geht sie gegen null.“ Anders, und das darf freilich nicht vergessen werden, sehe es allerdings beim „Drumherum“ aus, wie Eckl es ausdrückt. Bei Spielersitzungen oder dem Umziehen und Duschen ist das konsequente Einhalten der Abstandsregeln schlichtweg unrealistisch – Hygienekonzept hin oder her. Somit ist für Eckl auch der neuerliche Spielstopp nachvollziehbar. „Es sind Risiken, die in Zeiten hoher Inzidenzzahlen nicht außer Acht zu lassen sind.“ 

Genauer Ablauf des Ligapokals wirft weiterhin Fragen auf

Wie und wann es weitergeht, vermag er nicht zu sagen. Fest steht für ihn jedoch, dass der zum Restart eingeführte Ligapokal im Kreis Zugspitze nicht gestrichen werden soll. Eckls Vorschlag: Eine Quotientenregel, bei der bei jedem Team die bisher geholten Punkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt werden, um eine Tabelle zu erstellen. Darauf basierend könnte im Frühjahr die K.o.-Runde gestartet werden. 

Fortführung des Ligabetriebs hat für BFV weiterhin oberste Priorität 

Oberste Priorität genießt bei allen Überlegungen zum Pokal jedoch stets der ausstehende Ligabetrieb. Acht bis neun reguläre Meisterschaftsspieltage sowie mehrere Nachholpartien stehen für den Kreis Zugspitze noch aus. Diese bis zum Sommer durchzubringen, um danach wieder in den „normalen“ Saisonablauf zurückzukehren, bedarf einer exakten Planung. „Aber das kriegen wir hin“, sagt Eckl. Insgesamt sieht er den im Frühjahr eingeschlagenen Weg, die Saison nicht abzubrechen, als richtig an. So habe man trotz des nächsten Lockdowns die Chance, nur eine Saison und nicht gleich zwei Spielzeiten zu verlieren.

(Simon Nutzinger)

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