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Drin das Ding: Holzkirchens Torhüter Benedikt Zeisel hat beim 1:0 durch Pullachs Leugner keine Chance.

1:1 gegen SV Pullach

Am Rande einer Überraschung: TuS Holzkirchen verpasst Sieg nur knapp

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Fast hätte es zum Sieg gereicht, aber eben nur fast. Nach einem starken Spiel gegen den SV Pullach blieb es für den TuS Holzkirchen doch beim Unentschieden.

Holzkirchen – Sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und noch drei Heimspiele unter den letzten vier Begegnungen der Saison: Durch eine starke Leistung des TuS Holzkirchen, die beim SV Pullach zu einem 1:1 reichte, hat sich die Truppe von Trainer Gediminas Sugzda in eine gute Ausgangsposition gebracht, um vielleicht schon in dieser Woche den direkten Klassenerhalt perfekt zu machen.

Beim Comeback von Innenverteidiger Maxi Schulz überzeugte der TuS mit hoher Laufbereitschaft und konzentrierter Spielweise. So hielten die Holzkirchner eines der spielstärksten Teams der Liga über weite Strecken der Partie in Schach. „Man hat gemerkt, welches Potenzial in unserer Mannschaft steckt – das war ein sehr gutes Spiel von uns“, sagt Stefan Lechner erfreut. „Wir müssen uns so vor niemandem verstecken.“

Von Beginn schenkten sich beide Kontrahenten nichts, wobei defensive Kontrolle vorhanden war. Die Rückkehr von Schulz gewährte Sugzda die Möglichkeit, mit Marco Höferth einem seiner Schlüsselspieler eine Pause zu gönnen. Das tat dem Spiel der Gäste aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Nach 25 Minuten hätte Dominic Baumann einen Fehler der Pullacher Hintermannschaft bestrafen können, scheiterte jedoch an SV-Schlussmann Krasnic. Wie schon mehrmals in dieser Spielzeit kassierte der TuS in der Folge mit der ersten Chance des Gegners das Gegentor. Pullach spielte sich in der 26. Minute in den Holzkirchner Strafraum, wo Daniel Leugner zur Führung einschoss.

Sugzdas Akteure blieben trotzdem mutig und belohnten sich knapp zehn Minuten nach dem Rückschlag. Nach einem Doppelpass von Baumann und Basti Hahn bediente letzterer Franz Fischer im Rückraum. Dessen Schuss wurde zwar abgewehrt, doch Lechner staubte zum Ausgleich ab. „Dass der Ball in dem Moment vor meine Füße gesprungen ist, war etwas glücklich, vom Spielverlauf her aber absolut verdient“, sagt der TuS-Stürmer.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild kaum. Die Gäste agierten kraftvoll und selbstbewusst. Nachdem ein vermeintliches Foulspiel an Lukas Dotzler im Holzkirchner Strafraum etwa 15 Minuten vor Spielende nicht gepfiffen wurde, ging es Schlag auf Schlag: Erst scheiterte der eingewechselte Josef Sontheim an Krasnic, dann stoppte die TuS-Abwehr Pullachs Nsimba in letzter Sekunde. Christoph Dinkelbach hatte die Führung auf dem Fuß, schoss jedoch vorbei. Den letzten Stich wollte dann der ebenfalls als Joker eingesetzte Julian Allgeier setzen und entschied die Begegnung beinahe zugunsten seiner Kameraden. Beim Angriff über den rechten Flügel prallte Allgeiers Abschluss aber von der Latte ab, sodass es beim für die Gäste verdienten Punktgewinn blieb.

„Mit etwas mehr Glück hätten wir die Partie auch gewinnen können“, sagt ein zufriedener Lechner. Für ihn und seine Kollegen geht es bereits am morgigen Dienstag an der Haidroad gegen den 1. FC Sonthofen weiter. Der FC ist direkter Verfolger der Holzkirchner, die nun den zehnten Tabellenplatz gefestigt haben. Mit einem Sieg des TuS wäre der Klassenerhalt so gut wie besiegelt und die Sonthofener dürften möglicherweise noch mal zittern. Lechner jedenfalls ist sicher: „Wenn wir von der Leistung und Einstellung so spielen wie in den letzten beiden Spielen, sind wir nur schwer zu schlagen.“

SV Pullach – TuS Holzkirchen 1:1 (1:1)

SV Pullach: Krasnic – Marseiler (46. Dotzler), Zander (67. Reischl), Hutterer, Jobst – Dinkelbach, Aquayo, Roth, Gaigl (46. Bauer) – Leugner, Nsimba.

TuS Holzkirchen: Zeisel – Baumann, Schulz, Doppler, Kaya (76. Allgeier) – Gulielmo, Hahn, Mayer (64. Höferth), Preuhs – Fischer, Lechner (70. Sontheim).

Tore: 1:0 (26.) Leugner, 1:1 (37.) Lechner.

Zuschauer: 95.

Schiedsrichter: Luka Beretic (TSV Friedberg).

Gelbe Karten: Dinkelbach, Zander – Gulielmo, Kaya, Mayer.

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