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Stolz: Rektorin Sabine Bösl (2.v.l.) und Sportteam-Leiterin Lisa Will freuen sich über die Auszeichnung, die Minister Bernd Sibler (l.) und Ministerialrat Matthias Lorenz überreicht haben.

Prädikat „Sport-Grundschule“

Auszeichnung für Quirin-Regler-Grundschule

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Große Ehre: Die Quirin-Regler-Grundschule Holzkirchen darf sich jetzt „Sport-Grundschule“ nennen. 

Holzkirchen – Von klein auf die Lust an Sport und Bewegung wecken, war Bernd Sibler als – erst vor Kurzem abgelöster – Kultusminister ein besonderes Anliegen. Dazu rief er die „Sport-Grundschulen“ ins Leben und verlieh vor seinem Wechsel ins Wissenschaftsministerium dieses Prädikat an 70 bayerische Schulen, die sich durch „besonderes Engagement beim Dreiklang Sport, Bewegung und gesunde Ernährung“ auszeichnen. Unter ihnen die Quirin-Regler-Grundschule in Holzkirchen.

Stolz zeigt Rektorin Sabine Bösl die verliehene Tafel mit den fröhlich sportelnden Kindern, die perfekt passt: Die bunten Figuren ähneln sehr denen des Schul-Logos. Davon wussten Bösl, ihre Stellvertreterin Jutta Thiele und Sportteam-Leiterin Lisa Will freilich nichts, als zu Schulbeginn die Ausschreibung des Kultusministeriums im Briefkasten lag. Und es wäre auch kein Grund gewesen, sich für oder gegen eine Bewerbung zu entscheiden.

Den Ausschlag gab ein Blick in die Anforderungsliste. Gleich bei der ersten Durchsicht hätten sie gesehen, dass sie alles erfüllten. „Und noch allerhand darüber hinaus“, sagt Thiele. Dass das Prädikat mit einem Geldpreis von 1000 Euro für Kleingeräte dotiert war, sei der letzte Anreiz für die Bewerbung gewesen. So reichte man als eine von rund 200 bayerischen Schulen die Unterlagen ein und freute sich über den positiven Bescheid. Die Quirin-Regler-Grundschule darf sich nun „Sport-Grundschule“ nennen.

Die offizielle Ernennung fand im Rahmen eines Festaktes im Münchner Kultusministerium statt. Es sei „wichtig, bei allen Kindern, auch bei den zunächst vielleicht nicht so sportbegeisterten, von klein auf die Lust an Bewegung zu wecken“ und damit die „Basis für eine gesunde Lebensführung“ zu schaffen, betonte der sportbegeisterte Staatsminister.

Dass dies durch das Engagement der Schulen gelingen kann, sehen die Lehrerinnen an der Quirin-Regler-Grundschule immer wieder. So entdeckten überzeugte Fußball-Hasserinnen beim Projekttag „Ballhelden“ ihre Leidenschaft fürs Kicken oder Buben, wie viel Spaß Tanzen machen kann, wenn es mit einer Hip-Hop-Choreografie erarbeitet wird. „Sporterfahrungen ermöglichen, ist uns richtig wichtig“, sagt Bösl und stellt das Verdienst des Sportteams heraus. „Sie haben die Auszeichnung verdient, ohne sie hätten wir das nie bekommen“, betont sie das Engagement von Will und ihren Kolleginnen Fabienne Maul und Melanie Müller, die mit Herzblut dahinter stehen, dass bei den Kindern der Funke überspringt.

Umgekehrt sehen sie sich immer wieder bestätigt, wenn sie die Begeisterung der Kinder erleben. Gelegenheit dazu gibt es an der Quirin-Regler-Schule häufig. So sind etwa Schwimm-Unterricht und Eislauf in allen Klassen obligatorisch. Regelmäßig erarbeitet man gemeinsam Schwimm- und Sportabzeichen, veranstaltet Bundesjugendspiele, Sport- und Spielfeste, Wintersporttage und beteiligt sich mit Mannschaften an Schulsportwettbewerben. In Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen werden Veranstaltungen gestemmt. Vor Proben werden die Muskeln gelockert, nach großen Lerneinheiten auch mal der Kopf bei einer Runde Nordic Walking gelüftet und bei Wandertagen wirklich gewandert. Im Pausenverkauf gibt es statt Leberkässemmeln und Süßigkeiten Butterbrezen, Obst und Gemüsesticks. Die Liste ließe sich lang fortführen.

Sie freue sich besonders, wenn man soziales Engagement mit Bewegung verknüpfen könne, sagt die Schulleiterin, die betont, dass die Wertschätzung von Bewegung und Ernährung Grundschulen grundsätzlich am Herzen liege. „Da sind wir nicht die Einzigen.“ Und was passiert mit dem Preisgeld? Ideen gibt es viele. Was umgesetzt wird, dabei dürfen auch die Kinder mitreden.

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