Voll fokussiert: Arnd Peiffer überzeugte läuferisch und vor allem am Schießstand.
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Voll fokussiert: Arnd Peiffer überzeugte läuferisch und vor allem am Schießstand.

Biathlet will Karriereende spontan verkünden

Peiffer: „Mythos Olympia ist beschädigt“

  • vonMichael Eham
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Biathlet Arnd Peiffer aus Holzkirchen will sein Karriereende nicht groß ankündigen, sondern die Entscheidung spontan treffen. Die Olympischen Winterspiele haben für ihn ihren Reiz verloren.

Holzkirchen – Nicht zuletzt bei der Weltmeisterschaft auf der slowenischen Pokljuka hat Arnd Peiffer bewiesen, dass er auch mit 33 Jahren noch mit der Weltspitze im Biathlon mithalten kann. Im Einzel holte der Holzkirchner die Silbermedaille. Dennoch kann Peiffer, der am 18. März seinen 34. Geburtstag feiert, nicht garantieren, noch ein Jahr dranzuhängen.

Dabei machen auch die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr in Peking keinen großen Unterschied. „Olympia wäre nichts, was mich motivieren würde, ein Jahr länger zu machen, obwohl ich eigentlich gar nicht mehr mag“, sagte er dem NDR. Dabei scheint es Peiffer auch nicht allzu wichtig, dass er im Sprint sogar einen Titel zu verteidigen hätte. Außerdem verliere Olympia für ihn persönlich an Bedeutung: „Dass es immer größer werden muss, dass keine Rücksicht auf die Natur genommen wird, dass viel Natur zerstört wurde für Sportstätten, die dann später gar nicht mehr genutzt werden. Das sind für mich schon Themen, die den Mythos Olympia beschädigt haben.“

Der gebürtige Niedersachse ist der älteste und immer noch beständigste Biathlet im deutschen Team. Seine Silbermedaille bei der WM ist die einzige in einem Individualwettbewerb. Einzig die Damen-Staffel um die Schlierseerin Vanessa Hinz gewann ebenfalls Silber.

Der Rücktritt vom Biathlonsport von Peiffer könnte dagegen durchaus überraschend für alle Beobachter kommen. „Ich werde das vorher nicht groß ankündigen. Irgendwann sage ich einfach: ‚Das war’s jetzt für mich’“, sagte Peiffer weiter. Er entscheide immer „kurzfristig nach einer Saison, ob ich weitermache oder nicht.“  

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