Sieger in Hochfilzen: Arnd Peiffer.
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Sieger in Hochfilzen: Arnd Peiffer.

Arnd Peiffer war vor Lehrgang auch im Oberland aktiv – Zwei Ziele bei Titelkämpfen auf der Pokljuka

WM-Vorbereitung – auch in Großhartpenning

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Arnd Peiffer gehört zum Kreis der Favoriten bei der Biathlon-WM auf der Pokljuka. Zur Vorbereitung nutzte er auch die Verhältnisse im winterlichen Oberland.

Landkreis/Obertilliach – Vier bis fünf Medaillen hat Bernd Eisenbichler, Sportdirektor der deutschen Biathleten, als Ziel für die Weltmeisterschaften auf der slowenischen Hochebene Pokljuka (9. bis 21. Februar) als Ziel ausgegeben. Ein heißer Kandidat für Edelmetall ist dabei Arnd Peiffer. Der 33-Jährige, der seit 2016 in Holzkirchen lebt, kann in dieser Saison bereits zehn Platzierungen unter den besten Zehn in Einzel- und Staffelrennen vorweisen – darunter auch sein Sieg im Massenstart von Hochfilzen.

Am gestrigen Ruhetag beim Vorbereitungs-Lehrgang in Obertilliach in Tirol sprach Peiffer im Online-Pressegespräch über seine WM-Ziele und die Vorbereitung.

„Es sind so zwei Gedanken: Der eine ist, dass ich an meiner Leistung feilen und gute Rennen machen möchte“, sagte Peiffer. Nachdem er im Vorjahr in Antholz zweimal in die Top Ten gelaufen war, sei er mit sich etwa im Reinen gewesen, auch wenn nichts Zählbares dabei war. „Natürlich will ich mit einer Medaille nach Hause fahren“, erhöhte der Einzel-Weltmeister von 2019 auch ein bisschen den Druck auf sich selbst.

Hinz bei den Damen nicht gesetzt

Den Lehrgang in Obertilliach sieht Peiffer als gute Vorbereitung auf die Pokljuka – immerhin liegen beide Standorte auf etwa 1300 Höhenmetern. Zuvor nutzte der Biathlet vom WSV Clausthal-Zellerfeld die Tage im Oberland, „bis es warm war“. So lief er etwa einige Runden auf der Großhartpenninger Loipe. „Das ist zwar keine weltcuptaugliche Loipe, aber man kann viel für die Beinarbeit machen“, sagte Peiffer mit einem Schmunzeln. An den winterlichen Bedingungen habe er auch genossen, mal nicht ins Auto steigen zu müssen, um auf Schnee trainieren zu können.

Während Peiffer bei der WM zum Kreis der Favoriten gehört, muss die Schlierseer Biathletin Vanessa Hinz bei jedem Rennen auf einen Startplatz hoffen. Wie berichtet, wurde die 28-Jährige per Ausnahmeregelung als fünfte Deutsche nominiert. Franziska Preuß, Denise Herrmann, Janina Hettich und Maren Hanmerschmidt haben die interne Norm des Deutschen Skiverbands (DSV) erreicht und seien erst mal gesetzt, wie Bundestrainer Mark Kirchner gestern erklärte: „Logischerweise sind die erst mal qualifiziert, die die Nominierung geschafft haben.“ Da pro Disziplin nur vier deutsche Biathletinnen antreten dürfen, scheint es unwahrscheinlich, dass Hinz trotz zuletzt aufsteigender Form in allen Disziplinen an den Start geht.

Somit ist auch unklar, ob die Schlierseerin die Chance bekommt, ihren Vize-Titel im Einzel zu verteidigen. Am wahrscheinlichsten scheint ein Auftritt in der Damen-Staffel. Als Startläuferin hat sich Hinz in dieser Saison mit guten Auftritten bereits mehrfach empfohlen.

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