Fehlerfrei blieb Stefanie Scherer beim Schießen sowohl im Einzel als auch im Sprint.
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Fehlerfrei blieb Stefanie Scherer beim Schießen sowohl im Einzel als auch im Sprint.

Biathlon-DM

Scherer fast perfekt am Schießstand

  • vonMichael Eham
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Stefanie Scherer überzeugte bei der Biathlon-DM in Altenberg vor allem am Schießstand. Beim Laufen habe sie sie auf den Skirollern allerdings schwer getan.

Altenberg/Wall – Auf den ersten Blick klingen die Resultate von Stefanie Scherer bei den Deutschen Biathlon-Meisterschaften 2020 recht solide. Auf den fünften Rang im Einzel am Freitag (wir berichteten) folgten ein siebte Platz im Sprint am Samstag und ein sechster in der Verfolgung am Sonntag. Denise Herrmann gewann beide Wettbewerbe.

Doch die 24-Jährige hadert mit ihren Leistungen. „Insgesamt bin ich nicht wirklich zufrieden“, sagt Scherer. „Läuferisch hat es am Wochenende nicht so hingehauen, wie ich mir das erhofft hätte.“ Sie habe im Training in den vergangenen Wochen schon gemerkt, dass sie auf den Skirollern ihr Potenzial nicht auf den Asphalt bringt. „Es fällt mir einfach schwer, im Sommer auf Rollern den Höhepunkt zu setzen mit der Ausbildung im Rücken.“

Denn Scherer ist als Spitzensportlerin bei der Landespolizei Bayern angestellt und absolviert derzeit ihre Ausbildung. Dass aber trotz der schlechten Laufleistung sehenswerte Ergebnisse zustande kamen, ist der starken Schießleistung der Biathletin vom SC Wall zu verdanken. Sowohl im Einzel als auch im Sprint blieb sie komplett fehlerlos, erst im Verfolgungswettbewerb am Sonntag musste Scherer ihren einzigen Fehler hinnehmen.

Scherer: „Schießen mehr als gut“

„Die Strecke in Altenberg ist gnadenlos, wenn man die Laufform noch nicht hat, aber mein Schießen war mehr als gut“, zeigt sich die Wallerin zufrieden. „So habe ich zumindest den einen Part beim Biathlon gut gemacht.“

In den vergangenen Jahren musste sich Scherer immer wieder neu für die Kaderzuteilung der kommenden Saison bei den Trainern beweisen. Diesen zusätzlichen Stressfaktor konnte sie in Altenberg allerdings ausblenden, da sie in der abgelaufenen Saison im IBU-Cup so starke Leistungen in die Loipe gebracht hatte, die ihr einen Startplatz in der zweithöchsten Wettbewerbsklasse der neuen Saison sicherten. „Aber natürlich habe ich mir ein bisschen mehr erhofft“, sagt Scherer. „Alles, was in Richtung Weltcup geht, wäre natürlich cool. Aber selbst im IBU-Cup herrscht ein richtig gutes Niveau, wo es sich zu beweisen gilt.“

Durchwachsen lief die DM für Arnd Peiffer.

Der Wahl-Holzkirchner Arnd Peiffer gehört dagegen seit vielen Jahren fest zum Weltcup-Kader der Herren. Als Fünfter im Sprint zeigte der 33-Jährige dass er auch im kommenden Winter eine Rolle in der ersten Biathlon-Liga spielen könnte. In der Verfolgung verpasste er dann allerdings die Top Ten.

Vanessa Hinz: Außenband im Sprunggelenk gerissen.

Bevor Stefanie Scherer im Winter auf Schnee wieder an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen will, genießt sie jetzt noch den goldenen Herbst in Ruhpolding. Und freut sich auf gute Trainingstage und ein bisschen Freizeit.

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