Einen Nachlader benötigte Arnd Peiffer im Stehendanschlag. Im Liegen blieb der Wahl-Holzkirchner in der Mixed-Staffel fehlerfrei.
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Einen Nachlader benötigte Arnd Peiffer im Stehendanschlag. Im Liegen blieb der Wahl-Holzkirchner in der Mixed-Staffel fehlerfrei.

Arnd Peiffer verpasst mit Mixed-Staffel Podest deutlich

Peiffer bester deutscher Schütze bei siebtem Platz in Mixed-Staffel

  • vonMichael Eham
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Die deutschen Biathleten um Arnd Peiffer haben das erhoffte Erfolgserlebnis beim Auftakt der WM in Slowenien verpasst. Der Wahl-Holzkirchner überzeugte vor allem am Schießstand.

Holzkirchen/Pokljuka – Es war nicht der erhoffte Start in die Biathlon-Weltmeisterschaften 2021 auf der slowenischen Hochebene Pokljuka für die deutsche Mannschaft. Bei der Mixed-Staffel hat das deutsche Quartett um Arnd Peiffer eine Medaille verpasst. In einem spektakulären Rennen stand für Erik Lesser, Peiffer, Denise Herrmann und Franziska Preuss, die in dieser Reihenfolge starteten, am Ende nur Platz sieben. Die Schlierseerin Vanessa Hinz war noch nicht aufgestellt worden.

Der Wahl-Holzkirchner Peiffer, der für den WSV Clausthal-Zellerfeld an den Start geht, kann dabei mit seinem Rennen eigentlich ganz gut leben. Als zweiter Starter bekam er von Lesser schon einen Rückstand von mehr als einer Minute auf die zu diesem Zeitpunkt führenden Belarussen mit auf die Strecke gegeben. Insgesamt hatte Lesser mit einem Nachlader im Liegen und drei Ersatzpatronen im Stehen vor allem am Schießstand zu viel Zeit liegengelassen. Auch in der Loipe wusste er nicht unbedingt zu überzeugen. „Ich bin total traurig über meine Leistung. Ich weiß gar nicht, mit was ich zuerst unzufrieden sein soll“, sagte Lesser nach seinem Rennen in der ARD.

WM-Sprint am Freitag

Peiffer machte seine Sache dann noch am besten. Nach einer Blitz-Einheit im Liegen, bei der er alle fünf Scheiben traf, brauchte er im Stehen einen Nachlader. Damit machte er zwar einige Platzierungen im Vergleich zu anderen Nationen gut, der Rückstand auf die nun führenden Norweger in Person des Weltcupführenden Johannes Thingnes Bö wuchs allerdings auf 1:41 Minuten. „Eigentlich bin ich nicht unzufrieden mit meinem Rennen“, sagte er nach seinem Auftritt. „Natürlich habe ich gehofft, der Denise auf einer besseren Position zu übergeben.“ Dass der Rückstand trotz nur eines Schießfehlers – der besten Leistung aller Deutschen am Schießstand – dennoch so anwuchs, überraschte den 33-Jährigen. „Es ist auf jeden Fall mehr, als ich erwartet, als ich mir erhofft hatte“, bedauerte Peiffer in der ARD.

Auch Herrmann und Preuss, die von der Umstellung der Startaufstellung profitieren hätten sollen, konnten keine deutlich bessere Platzierung mehr herauslaufen. Statt wie bei den vergangenen Weltmeisterschaften üblich erst die Damen und dann die Herren starten zu lassen, drehte die Internationale Biathlonunion (IBU) die Aufstellung. Am Ende betrug der Rückstand auf die siegreichen Norweger 1:04 Minuten. Insgesamt elf Nachlader waren einfach zu viel. Platz zwei sicherte sich überraschend die österreichische Mannschaft vor Schweden.

Chance auf Wiedergutmachung gibt es schon beim Sprint der Männer am Freitag und dem der Frauen am Samstag (jeweils 14.30 Uhr). Vanessa Hinz wird vermutlich auch am Wochenende noch auf einen Einsatz warten müssen.

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