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Frankfurter Golfclub macht, was Valley nicht konnte

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GC Valleys Topduo (v.l.) Sarina Schmid und Chiara Horder erreichte beim Heimspieltag als einziges Normalform.
GC Valleys Topduo (v.l.) Sarina Schmid und Chiara Horder erreichte beim Heimspieltag als einziges Normalform. © Thomas Plettenberg

Der Heimspieltag in der Bundesliga Süd hätte anders laufen sollen: Die Damen des Golfclubs Valley vergeben mit einer schwachen Vorstellung die Chance aufs Final Four.

Valley – An sich sollte es der Angriff auf die Tabellenspitze werden – am Ende jubelten jedoch nur die Gäste auf der Anlage des GC Valley. Nach einem enttäuschenden vierten Platz im einzigen Heimspiel der 1. Bundesliga Süd müssen Valleys Golferinnen am letzten Spieltag in Stuttgart schon auf ein kleines Wunder hoffen, um noch den Sprung ins Final Four der Deutschen Meisterschaft zu schaffen.

Eigentlich waren die Voraussetzungen in Valley nahezu perfekt. Die kurz geschnittene Fairways und superschnellen Grüns präsentierten sich am Samstagvormittag in idealem Zustand, als die klassischen Vierer (drei Paare pro Team) auf die Runde gingen. Valleys Coach Danny Wilde musste kurzfristig auf Topspielerin Nina Lang verzichten, die wohl mit einem Ermüdungsbruch im Handgelenk eine längere Pause einlegen wird. Nachwuchsspielerin Paula Baur aus Wall bemühte sich als Ersatz jedoch redlich, wurde aber trotzdem nur, zusammen mit Ramona Zauner und 79 (!) Schlägen, zum Valleyer Streichergebnis. Da das Topduo Sarina Schmidt und Chiara Horder mit fünf Schlägen unter Par eine tolle 67 spielte, reichten sogar die mageren 74 Schläge von Maria Anetseder und Verena Gimmy noch, um mit St. Leon-Rot und Frankfurt vor den Einzeln noch auf Schlagdistanz zu bleiben.

GC Valleys Nachwuchsspielerin schafft es in die Teamwertung

Am Sonntag früh verzichtete Trainer Wilde dann schweren Herzens auf die etwas indisponierte Zauner und gab Talent Selina Weiher eine Chance. Mit akzeptablen 77 Schlägen kam die junge Nachwuchsspielerin am Ende sogar noch in die Teamwertung. Enttäuschend verlief der Sonntag hingegen für Gimmy, die demnächst mit einem Umzug in die USA sogar eine Profikarriere anstrebt. Mit einer 78 blieb sie ganze elf Schläge über ihrem Handicap und war danach auch kaum zu trösten. Anetseder hatte auf den Grüns wenig Glück und blieb mit 76 Schlägen ebenfalls weit unter ihren Möglichkeiten. Lilian Klug gelang immerhin mit einer 72 eine Par-Runde und konnte damit zufrieden sein.

Nur auf Sarina Schmidt und Chiara Horder war Verlass

Richtig verlassen konnte sich Coach Wilde nur auf seine beiden Nationalspielerinnen Schmidt und Horder. Mit 67 beziehungsweise 68 Schlägen bewiesen die beiden auch im Einzel ihre Ausnahmestellung. Am Ende sollte aber auch diese Performance nicht reichen. „Denn Frankfurts Damen zerlegten unseren Platz regelrecht“, sagt Wilde mit größtem Respekt für den Hauptkonkurrenten seines Teams. „Die haben heute das gemacht, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten.“ Alles überragend das Ergebnis von Helen Kreuzer: Die Siegerin der Deutschen Longest Drive Championships brauchte lediglich 63 Schläge für den Par 72-Kurs und brachte damit ihr Team ganz allein auf den zweiten Platz in der Tabelle.

Valleys Coach machte keinen Hehl daraus, dass sein Team an diesem Wochenende weit unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. „Die Mädchen haben aber sicher alles gegeben. Man muss einfach auch mal die Leistung der anderen anerkennen können. Und wenn unsere Chance auf Platz zwei auch noch so minimal ist, wir werden kämpfen. Entschieden ist alles erst, wenn der letzte Ball gespielt ist.“

Jörg Wedekind

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