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DEL-Debüt: Niklas Heinzinger aus Holzkirchen geht für Düsseldorf aufs Eis

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Furchtlos in 30 Metern Höhe: DEG-Profi Niklas Heinzinger holt sich einen Puck an der Spitze der Drehleiter der Feuerwehr Düsseldorf.
Furchtlos in 30 Metern Höhe: DEG-Profi Niklas Heinzinger holt sich einen Puck an der Spitze der Drehleiter der Feuerwehr Düsseldorf. © LANDESHAUPTSTADT DUESSELDORF/MELANIE ZANIN

DEL-Premiere für Niklas Heinzinger: Der Holzkirchner geht mit der Düsseldorfer EG in seine erste Saison in der höchsten deutschen Eishockeyliga. Und auch die Eder-Brüder starten wieder.

Holzkirchen/Düsseldorf – Nein, Feuerwehrerfahrung hat Niklas Heinzinger nicht. Auch wenn man es hätte glauben können angesichts der Geschwindigkeit, in der er die auf 30 Meter ausgefahrene Drehleiter auf dem Gelände der Feuerwehrschule in Düsseldorf Garath hinaufkraxelte, um oben das zu holen, worum sich beim Eishockey-Jungprofi aus Holzkirchen ab morgen wieder alles dreht: einen Puck. Bevor die DEL in die Saison startet, traten die drei Mannschaften vom Rhein – Düsseldorfer EG, Kölner Haie und Krefeld Pinguine – zum traditionellen Sommerderby „Feuer und Eis“ an.

Gefragt ist dabei eine Kombination aus Feuerwehr-Übungen, Atemschutzübungsstrecke mit voller Montur und Herausforderungen mit Schläger und Puck. Mit dabei im fünfköpfigen Team war DEG-Neuling Heinzinger, der zum Auftakt mit seiner Siegerzeit im Erklimmen der Drehleiter gleich eine Duftmarke setzte. „Keiner von den anderen wollte das machen“, lacht er im Nachhinein und erzählt, wie „brutal hoch“ 30 Meter Leiter vom Boden aus wirken. „Man hat da schon Respekt“, sagt er und dass es sein probates Mittel gegen ein flaues Gefühl gewesen sei, sich darauf zu konzentrieren, möglichst schnell rauf zu kommen.

Vertrauter ist das Terrain auf dem Eis und da fühlt sich Heinzinger auch am Rhein pudelwohl. „Alles bestens“ sagt er und dass er sich gut eingelebt habe. Nach ein, zwei Wochen zu Beginn, in denen das Training schwer fiel, weil alles einen Gang schneller geht als in der DEL2, fühlt er sich mittlerweile auch mit dem hohen Tempo wohl.

In der Vorbereitung gegen Iserlohn, Krefeld und Köln und bei Turnieren in Bremerhaven und Dresden habe er schon gut Eiszeit bekommen. „Natürlich muss man sich immer beim Trainer beweisen“ ist sich der Verteidiger bewusst, der vergangenes Jahr auf durchschnittlich knapp 21 Minuten Eiszeit pro Match kam und vier Tore und acht Assists verbuchen konnte. Das Sommerderby hatten die Krefelder für sich entschieden. Mit dem Derby auf dem Eis eröffnen Düsseldorf und Krefeld nun beide am morgigen Freitag bei den Pinguinen die Saison. Natürlich steht der DEG dort der Sinn nach Revanche. Heinzinger freut sich darauf – und rechnet damit, beim Einlaufen ordentlich ausgepfiffen zu werden. „Ich glaub schon, dass man’s merkt“, sieht er voller Vorfreude dem Spiel entgegen.

Zwei Tage später kommen die Augsburger Panther in den ISS-Dome. Neben dem U23-Kontingentspieler Heinzinger ist der Landkreis auch mit Tobi Eder im Düsseldorfer Team vertreten. Zusammen mit dem Landshuter Alexander Ehl wird er als Sturmpartner von Kapitän Alexander Barta gehandelt. Eder und Ehl gelten als die neuen Hoffnungsträger in der Düsseldorfer Offensive.

Für den Miesbacher keine große Bürde: „Dass wir jetzt hier bei der DEG in eine Rolle hineinwachsen können, die wir bei einem anderen Verein vielleicht so nicht bekommen würden, da ist mal überhaupt nichts Negatives dran“, gab sich Eder im Interview mit den „Eishockey News“ selbstbewusst: „Wir sind beide definitiv bereit dafür.“

Eders Bruder Andi empfängt mit den Straubing Tigers am morgigen Freitag Mannheim. Zuletzt traf man in den Playoffs aufeinander, wo sich die Adler nach dramatischen Viertelfinalspielen, die zweimal in die Overtime gingen, knapp durchsetzten. Nach eigenen Angaben beflügelt das die Niederbayern, bei denen der Nationalspieler seit einem Jahr seine sportliche Heimat hat, zusätzlich. Am Sonntag geht es für sie zu den Fischtown Pinguins nach Bremerhaven.

Heinzinger freut sich derweil nicht nur auf seinen sportlichen Einstand in der DEL. Nicht mehr vor leeren Rängen, sondern mit Zuschauern und Fans zu spielen, „wo richtig was los ist“, macht die Sache doppelt schön. Der mit durchschnittlich 25,8 Jahren außergewöhnlich jungen Düsseldorfer Mannschaft, die vielleicht von vielen sehr unterschätzt werde, räumt er gute Chancen ein.

sie

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