Gute Laune: Florian Wilmsmann hat in Idre endlich eine gute Platzierung eingefahren.
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Gute Laune: Florian Wilmsmann hat in Idre endlich eine gute Platzierung eingefahren.

Skicrosser erreicht als Achter beste Platzierung

Wilmsmann bannt Idre-Fluch

  • vonEwald Scheitterer
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Der Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann hat seinen persönlichen Fluch auf dem Kurs in Idre Fjälls gebrochen. Im Sprint zog er in Schweden erstmals ins kleine Finale ein.

Holzkirchen/Idre Fjälls – Auch wenn Skicrosser Florian Wilmsmann vom SV Hartpenning gestern beim Sprint-Weltcup im schwedischen Idre Fjälls zwar das kleine Finale erreichte, dann aber dort lediglich als Letzter und damit insgesamt Achter ins Ziel kam, war die Freude bei ihm riesengroß. Irgendwie stand er mit dem Cross-Kurs im hohen Norden in den vergangenen Jahren ein wenig auf Kriegsfuß.

Da war er stets in der ersten Runde aus dem Bewerb geflogen. „Für das Selbstvertrauen vom Flori war es eminent wichtig, zu zeigen, dass er es auch in Idre kann“, freute sich dann auch der Waakirchner Nationalcoach Peter Stemmer mit seinem Vorzeige-Athleten: „Mit dieser Leistung sind wir alle zufrieden.“

Starker Schneefall und böige Winde, zumeist von hinten, machten den Sprint-Wettkampf für die Athleten nicht einfach. So wurde auch auf einen Qualifikationslauf verzichtet und die Heats begannen gleich mit einem 64er-Feld. Top motiviert fuhr der Holzkirchner dann auch im Sechzehntel-Finale einen Start-Ziel-Sieg ein. Auch im Achtelfinale zeigte der 24-Jährige seinen Konkurrenten nur die Fersen. Weder der Kanadier Brady Leman, noch der Österreicher Daniel Traxler, noch Wilmsmanns Garmischer Mannschaftskollege Niklas Bachsleitner konnten den erneuten Sieg in Gefahr bringen. Nämliches Spielchen wiederholte sich dann im Viertelfinale, als Wilmsmann die beiden Schweizer Crosser Ryan Regez und Tobias Bauer sowie erneut Leman aus dem Feld schlug.

Wilmsmann: Aufregung war größer als normalerweise

„Im Halbfinale hatte der Flori dann ein wenig Pech, dass er beim Start neben dem späteren Sieger Bastian Midol stand. Der ist super weggekommen und Flori hat es nicht geschafft, in dessen Windschatten zu kommen“, erklärt Stemmer. „Insgesamt schon ein bisschen schade, wenn man schon im Halbfinale steht, möchte man auch weiter nach vorne kommen“, sagt auch Wilmsmann. Außerdem habe er in der Folge einen Sprung nicht ganz erwischt, sei im Tiefschnee gelandet und habe „da den ganzen Speed verlor“.

Im abschließenden kleinen Finale machte sich dann der lange Tag bei ihm bemerkbar. „Da habe ich wohl in den ersten Runden gestern zu viel Kraft gelassen, sodass sich da einige kleine Fehler eingeschlichen haben. Da bin ich nicht mehr ganz so sauber gefahren und dann hast du am Ende keine Chance mehr auf eine bessere Platzierung.“

Wilmsmann gab auch zu, dass er am Morgen noch wegen seiner bislang mäßigen Ergebnisse in Idre Fjälls „schon ein wenig nervöser war, als sonst“. Doch nach dem Erreichen des kleines Finales gestern, hofft er, seinen privaten Idre-Fluch gebannt zu haben: „Jetzt freue ich mich richtig auf die beiden noch anstehenden Weltcups hier am Samstag und Sonntag über die ganze Strecke.“

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