Helen Briem wurde ihrer Favoritenrolle gerecht.
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Helen Briem wurde ihrer Favoritenrolle gerecht.

Helen Briem und Philipp Katich gewinnen Deutsche Meisterschaft auf Anlage des GC Valley

Ein Favoritensieg und eine Überraschung bei Golf-DM in Valley

Die Deutschen Einzelmeisterschaften der Golferinnen und Golfer waren in Valley erneut ein Event der Extra-Klasse.

Valley – Was mit Gewitter und Regenschauern am Donnerstag begann, endete am Sonntag mit Kaiserwetter zur Finalrunde. Zum dritten Mal in Folge war der GC Valley Gastgeber der Deutschen Einzelmeisterschaften der Damen und Herren, und zum dritten Mal hintereinander bot man einen fabelhaft gepflegten und anspruchsvollen Platz. Dazu gab es noch hochklassigen Golfsport mit neuen Deutschen Meistern: Helen Briem vom Stuttgarter GC und Philipp Katich vom GC St. Leon-Rot.

Dass es bei den Damen wohl nur eine echte Favoritin geben würde, war schnell klar. Nach der ersten von vier Runden war der Vorsprung von Helen Briem mit 71 Schlägen gegenüber den 72 von Titelverteidigerin Helen Kreuzer vom Frankfurter GC sicher noch äußerst knapp. An Tag zwei spielten beide eine 69. Doch an Tag drei setzte sich dann die erst 16-jährige Nationalspielerin erwartungsgemäß von der Konkurrenz ab. Während die 1,91 Meter lange Briem weiter mit langen Drives und genauen Eisenschlägen und nochmals 69 Schlägen brillierte, leistete sich Kreuzer mit 74 Schlägen die vorentscheidende Schwäche.

Diesen Vorsprung ließ sich die Stuttgarterin auch am Finaltag nicht mehr nehmen. Die ebenfalls erst 16-jährige Charlotte Back vom GC Leon-Rot spielte zwar mit einer 68 an Tag drei die beste Damenrunde, am deutlichen Sieg der neuen Meisterin Briem war aber nicht mehr zu rütteln.

Überraschungssieger bei den Herren

Bei den Herren ging es da schon deutlich enger zu. Topfavorit Tim Wiedemeyer vom Münchner GC lag bis Tag drei aussichtsreich in Front, schoß sich dann aber am Finaltag mit einer für ihn desaströsen 75 und insgesamt 282 Schlägen selbst aus dem Rennen. Martin Obtmeier vom Straubinger GC lieferte an Tag eins mit sensationellen 65 Schlägen die beste Runde der gesamten Meisterschaft und durfte schlaggleich mit Wiedemeyer ebenfalls bis Tag drei hoffen. 73 Schläge am Finaltag und damit insgesamt 280 sollten aber auch ihm nicht zum Titel reichen.

Der erste und vermutlich letzte Sieg als Amateur war es für Philipp Katich. Er wird wohl ins Profilager wechseln.

Am Ende machte nämlich einer das Rennen, der an allen vier Tagen die gleichmäßigsten Runden von allen spielte. Philipp Katich vom GC St. Leon-Rot lieferte nach 69, 72 und 68 auf der letzten Runde noch mal starke 69 Schläge. Mit insgesamt 278 Schlägen hatte er beim vermeintlich letzten Versuch endlich seine erste Meisterschaft in die Bücher gebracht. Für Katich war das nämlich voraussichtlich seine letzte Amateur-Meisterschaft, er wird im nächsten Jahr wohl ins Profilager wechseln.

Valleyer Lokalmatador überzeugt mit Platz elf

Da die meisten Damen und Herren aus den Valleyer Bundesliga-Teams bereits in ihren Colleges in den USA weilen, blieb Eric Dörrenberg der einzige Lokalmatador, der die Fahnen hochhielt. Mit 286 Schlägen, also auch noch zwei unter Par, und Platz elf erreichte er ein Ergebnis für Valley, auf das auch der Ausrichter am Ende stolz sein konnte.

Auch Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf-Verbands, zog eine überaus positive Bilanz: „Ich bin von den tiefen Ergebnissen und der Performance der Spieler sehr beeindruckt. Wir hatten hier wie in jedem Jahr perfekte Bedingungen. Dieser Platz des GC Valley ist jeder großen Meisterschaft würdig.“

Jörg Wedekind

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