In den Startlöchern: Skicrosser Florian Wilmsmann vom TSV Hartpenning freut sich, dass die Saison nach einigen Verzögerungen endlich beginnt. Foto: Ewald Scheitterer
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In den Startlöchern: Skicrosser Florian Wilmsmann vom TSV Hartpenning freut sich, dass die Saison nach einigen Verzögerungen endlich beginnt.

Riesengroße Vorfreude

Wilmsmann startet in Arosa in neue Skicross-Saison

  • vonEwald Scheitterer
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Endlich geht es wieder los: Florian Wilmsmann startet voller Vofreude in die neue Skicross-Saison. Wo er steht, weiß er noch nicht.

Großhartpenning/Arosa – Das heuer elend lange Warten auf den Saisonstart hat ein Ende. Mussten die Skicrosser zuerst Absagen wegen Corona hinnehmen, folgten anschließende weitere Rennausfälle wegen Schneemangels. Doch nun ist alles bereit, damit am Dienstag- und Mittwochabend im Schweizer Arosa die ersten Weltcup-Rennen des Winters 2020/21 über die Bühne gehen können. Für den Holzkirchner Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) quasi die Anreise zum Anfang seiner Weltcup-Karriere.

Im März 2016 durfte der heute 24-Jährige nämlich dort sein erstes Rennen in der internationalen Elite-Klasse bestreiten. In Arosa finden traditionell normalerweise zuschauerträchtige Sprint-Rennen unter Flutlicht statt. Unter Corona-Bedingungen freilich gibt’s auch dort heuer keine Fans an der Strecke, ansonsten läuft dort alles wie gewohnt ab. Mit rund 520 Metern ein ziemlich kurzer Kurs mit einer im vorderen Drittel der Strecke gelegenen, großen Negativ-Kurve. Dort fallen in der Regel die Vorentscheidungen, wer sich am Ende der Vierer-Heats für die nächsten Runden qualifiziert. „Dort geht es immer brutal eng zur Sache. Da kann man nur hoffen, dass man sich an der Einfahrt zu dieser Kurve auf der richtigen Seite befindet, sonst hat man keine Chance“, weiß auch Wilmsmann.

Prinzipiell sind Cross-Kurse, bei denen der gesamte Rennausgang an einer Schlüsselstelle hängt, nicht unbedingt das Ding des Oberlandlers. Das zeigen auch die Resultate des derzeit nominell besten deutschen Skicrossers in Arosa in den Jahren zuvor. Seine beste Platzierung dort holte er im Dezember 2018 mit Rang sieben. Doch in den Jahren 2017 und 2019 kam er nicht über die Plätze 22 und 14 hinaus. Dennoch ist diesmal auch bei ihm die Vorfreude auf den Schweizer Weltcup-Ort riesengroß. Kann er doch nach der langen, intensiven Trainingszeit endlich zeigen, dass sich die Mühen der Vorbereitung gelohnt haben.

In den vergangenen Tagen war er mit der deutschen Cross-Nationalmannschaft unter dem Waakirchner Headcoach Peter Stemmer auf der österreichischen Reiter-Alm (Schladming). „Das Training dort war wirklich gut, es hat alles gepasst. Vor allem, um wieder richtig in den Flow hineinzukommen“, berichtet Wilmsmann, der gestern im Lauf des Tages in Arosa ankam.

In der Schweiz steht am heutigen Montag nach den ersten Trainingsfahrten am Abend ab 19.45 Uhr der Qualifikationslauf für das 32er-Feld des ersten Weltcup-Rennens der Saison 2020/21 am Dienstagabend (20.15 Uhr) auf dem Programm. Der zweite Weltcup in Arosa, am Mittwochabend (18.45 Uhr), wird voraussichtlich ohne Qualifikation mit einem großen 64er-Feld gestartet. Jedenfalls fühlt sich Wilmsmann für die anstehenden Aufgaben gerüstet und verspricht: „Ich werde auf jeden Fall versuchen, mein Bestes zu geben.“

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