Sebastian Estner, Red Bull Ring, Formel 4
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Da war der Bolide noch heil: Sebastian Estner (vorne) hatte auf dem Red Bull Ring in Spielberg Pech. Zwei Mal beschädigte ein Kontrahent seinen Frontflügel.

Formel 4 in Spielberg

Zwei Mal war der Frontflügel weg: Sebastian Estner hat am Red Bull Ring Pech

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Dieses Wochenende ist nicht ganz nach Wunsch gelaufen: Sebastian Estner hatte bei den Formel 4-Rennen am Red Bull Ring Pech. Zwei Mal war sein Frontflügel kaputt.

Wall/Spielberg – Mit Formel 1-Prominenz hätten die Nachwuchsfahrer in der ADAC Formel 4 eigentlich erst Ende Juli am Hockenheimring gerechnet. Dort nämlich tritt die Serie bereits zum zweiten Mal im Rahmenprogramm der Königsklasse auf. Doch schon am Red Bull Ring im österreichischen Spielberg tauchte ein großer Name im Fahrerlager auf: Juan Pablo Montoya. Der siebenmalige Grand Prix-Sieger aus Kolumbien war gekommen, um als Landsmann Formel-4-Pilot Alessandro Famularo zu unterstützen.

Sebastian Estner aus Wall hatte keine Augen für die Prominenz. Er konzentrierte sich auf sein eigenes Rennwochenende – was schwer genug war. Der Anfang verlief noch vielversprechend. Im ersten Qualifying stellte der Fahrer des niederländischen Van Amersfoort-Teams auf Startplatz sieben, keine acht Zehntelsekunden hinter seinem Teamkollegen Dennis Hauger auf der Pole Position. Drei Zehntel mehr Rückstand handelte sich Estner im zweiten Zeittraining ein. Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung: Der Waller wurde auf Rang 15 durchgereicht. Ein Zeichen, wie eng es in der Formel 4 zugeht.

Im ersten Rennen versuchte Estner dann, seinen siebten Startplatz auch in ein gutes Ergebnis und damit wertvolle Meisterschaftspunkte umzumünzen. Es gelang ihm nur zum Teil. In der zweiten Runde fuhr ihm ein Kontrahent den halben Frontflügel weg, sodass er das ganze Rennen mit fehlendem Abtrieb zu kämpfen hatte. Nach 18 Runden auf der 4,3 Kilometer langen und durch ihre zahlreichen Hügel anspruchsvollen Strecke überquerte Estner als Elfter die Ziellinie.

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Die Strafe für seine nur minimal schlechtere Rundenzeit im zweiten Qualifying zahlte der Waller dann in Rennen zwei. Von Startplatz 15 aus war für ihn nicht viel zu machen. Dennoch verbesserte er sich auf Rang zwölf, musste bei einem verkorksten Überholmanöver aber wieder Autos passieren lassen. Am Ende eroberte sich Estner aber seinen Startplatz wieder zurück.

Auch im dritten Rennen wurde die Aufholjagd des Wallers wieder zerschossen. Der Grund war derselbe wie in Rennen eins. Als er sich schon von Platz 13 auf neun vorgearbeitet hatte, rasierte erneut ein Rivale seinen Frontflügel. Diesmal musste Estner diesen sogar an der Box wechseln lassen, was ihn auf den 25. Platz zurückwarf. Der Van Amersfoort-Pilot machte das Beste aus der misslichen Lage und setzte mit ein paar sehenswerten Überholmanövern noch das ein oder andere Ausrufezeichen. Mehr als Platz 16 war aber nicht mehr für ihn drin.

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Deutlich mehr erhofft sich Estner nun vom Gastspiel der Formel 4 beim Formel 1-Grand Prix auf dem Hockenheimring Ende Juli.

sg

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