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Die Neuen: (v.l.) Semir Ljumani, Markus Mayer und Aron Mättig verstärken den TuS Holzkirchen.

„Wir haben offensiv an Qualität dazugewonnen“

TuS Holzkirchen mit drei Neuzugängen gestartet

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Seit einer Woche trainiert der TuS Holzkirchen wieder. Mit dabei sind drei Neuzugänge, Lukas Keßler und Florian Voit hingegen haben den Verein verlassen.

Holzkirchen – Die Winterpause ist vorbei, seit einer Woche trainiert der Fußball-Bayernligist TuS Holzkirchen wieder. Und Trainer Gediminas Sugzda ist heilfroh: „Irgendwann reicht’s. Ohne Druck, ohne Emotionen, ohne Spannung wird’s auf Dauer langweilig.“ Mit dabei sind neben Stürmer Markus Mayer (27) – der wie berichtet lange beim FC Deisenhofen spielte und nun vom FC Töging kam – zwei weitere Neuzugänge. Wir haben uns mit Abteilungsleiter Adrian Saft über den Kader, die Eindrücke der ersten Bayernliga-Hinrunde der Vereinsgeschichte und den Klassenerhalt unterhalten.

-Herr Saft, Sie gehen neben Markus Mayer mit zwei weiteren Neuzugängen in die Bayernliga-Rückrunde. Wie sind diese einzuschätzen?

Adrian Saft: Semir Ljumani ist ein Stoßstürmer, der mit seinen 20 Jahren noch sehr jung ist. Er hat zahlreiche höherklassige Jugendmannschaften wie die Würzburger Kickers durchlaufen. Er hat vor dem Winter bereits mehrfach mittrainiert und einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Seine Abschlussqualitäten sind sehr gut, wir sind von ihm als Perspektivspieler überzeugt.

-Was können Sie über den 20-jährigen Aron Mättig sagen?

Saft: Er ist ein Innenverteidiger und kommt aus der Jugend des FC Deisenhofen. Dort hat er nach einer längeren Verletzung zuletzt in der Zweiten Mannschaft gespielt. Auch er ist ein Perspektivspieler, der sich über das Training im Kader I anbieten möchte, dennoch bereit ist, auch in unserer Zweiten zu spielen.

-Haben Sie neben Burhan Bahadir, der wie berichtet in die dritte türkische Liga wechselt, weitere Abgänge zu verzeichnen?

Saft: Lukas Keßler macht sein Masterstudium in Salzburg und kann das nicht mehr mit dem Fußball vereinbaren. Das ist ein schmerzlicher Verlust, da er Stammspieler, ein absoluter Allrounder und ein super Typ war. Dieser Abgang tut richtig weh.

- Gibt es noch weitere?

Saft: Florian Voit wechselt zum SV Miesbach. Das ist sehr schade, weil er ein toller Mensch ist. Er war aber immer verletzt und will es jetzt ein paar Ligen weiter unten probieren. Zudem verlässt uns Maximilian Biegel.

-Der Verteidiger, der erst im Sommer vom SB DJK Rosenheim kam?

Saft: Ja. Weiter möchte ich mich dazu aber nicht äußern.

-Wie schätzen Sie den Kader jetzt ein?

Saft: Offensiv haben wir ziemlich gute Qualität dazugewonnen. Aber einen erfahrenen, zentralen Defensivspieler könnten wir noch gut vertragen. Daher halten wir auch außerhalb der Transferperiode die Augen offen.

-Ein Blick zurück: Die Hinrunde lief ziemlich gut. Haben Sie das erwartet?

Saft: Wenn man so etwas erwartet, ist man illusorisch. Wir waren schon überzeugt, dass wir einen sehr, sehr guten Kader haben. Wir haben am Anfang Lehrgeld gezahlt. Wie schnell wir uns aber an die Härte und das Tempo in der Bayernliga gewöhnt haben, das war schon erstaunlich.

-Also sind Sie zufrieden?

Saft: Die Punkteausbeute ist super. Was man bemängeln muss, ist, dass wir zuhause gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellenbereich verloren haben. Wir haben auch Spiele nicht über die Zeit gebracht, obwohl wir zur Halbzeit teilweise schon 2:0 vorne waren. Aber ich denke, das ist normal. Die Bayernliga ist sehr stark, und man muss seine Leistung 90 Minuten plus Nachspielzeit zu 100 Prozent abrufen, um den Dreier einzufahren.

-Wie sind Sie in der Liga aufgenommen worden? Auf Augenhöhe oder als der Dorfverein, der jetzt halt mal mitkickt?

Saft: Menschlich sind wir sehr gut aufgenommen worden, da können wir uns überhaupt nicht beschweren. Zu Beginn haben uns schon viele sicher weiter unten gesehen, weil wir ja ein Dorfverein sind (lacht). Mittlerweile denken aber einige anders. Wir haben tolle Rückmeldungen bekommen, was unsere Spielstärke angeht und generell aufgrund unseres sympathischen Auftretens in der für uns neuen Liga.

-Was sind neben der angesprochenen Härte und Schnelligkeit weitere Unterschiede zur Landesliga?

Saft: Das Interesse ist etwas höher, wir haben jetzt einige Zuschauer mehr. Auch bieten sich sehr viele Spieler von selber an, das ist schon auffällig. Natürlich ist die Qualität höher. Selbst der Letzte in der Bayernliga ist quasi eine verstärkte Landesliga-Spitzenmannschaft und immer in der Lage zu gewinnen. Die Spieler sind größtenteils besser ausgebildet, die Kader nicht nur in der Spitze, sondern auch in der Breite besser.

-Gibt es weitere Unterschiede?

Die Bayernliga muss man sich leisten können. Es ist um ein ganzes Stück teurer, angefangen von den Busfahrten bis hin zu den Schiedsrichterkosten. Wenn wir die Liga nachhaltig halten wollen, müssen wir unsere Strukturen nachziehen. Dies bedeutet, dass wir noch interessanter sein müssen für Sponsoren und Unterstützer und auch der Hauptverein die derzeitige Situation für uns zumindest nicht verschlechtert.

-Was erwarten Sie von der Rückrunde?

Saft: Die Rückrunde wird sehr viel schwerer, weil die Mannschaften jetzt wissen, wie wir spielen. Das Ziel ist der direkte Klassenerhalt. Ich hoffe, dass wir die dafür nötigen 13 bis 15 Punkte schnell holen werden. Aber das muss man erst mal schaffen. Dennoch gehen wir mit breiter Brust in die Rückrunde.

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