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Endlich wieder Training: (v.l.) Sebastian Hahn, Ludwig Stöger, Aron Mättig, Benedikt Zeisel, Marco Höferth, Sebastian Pummer und Fabio di Palma haben Spaß. 

17 Trainingseinheiten in drei Wochen

TuS Holzkirchen stellt Weichen für den Klassenerhalt

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Die Bayernliga-Fußballer des TuS Holzkirchen stecken mitten in der heißen Phase der Vorbereitung. Seit Mittwoch ist die Mannschaft im Trainingslager am Gardasee. Wie es bislang läuft, verrät Trainer Gediminas Sugzda.

Holzkirchen – 17 Trainingseinheiten in drei Wochen: So lautete Bilanz vor einigen Tagen, als die Fußballer des TuS Holzkirchen gut die Hälfte ihrer straffen Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte in der Bayernliga Süd absolviert hatten. Ihren Höhepunkt findet diese nun seit Mittwoch: Das Team von Gediminas Sugzda ist noch bis Sonntag im Trainingslager am Gardasee. Das Ziel: Der direkte Klassenerhalt – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Für die nötige Unterstützung sollen die Neuzugänge Semir Ljumani, Aron Mättig und vor allem Offensiv-Allrounder Markus Mayer sorgen. „Unsere Aufgabe ist es, Markus auf Bayernliga-Niveau zu heben“, sagt Trainer Sugzda. Die Voraussetzungen, die sich die Mannschaft des erfahrenen Coaches für die abschließende Phase ihrer ersten Bayernliga-Spielzeit geschaffen hat, könnten kaum besser sein: Mit 34 Punkten beträgt der Abstand auf die abstiegsgefährdeten Plätze zehn Zähler. Elf Mannschaften liegen hinter den Holzkirchnern, und der TuS konnte mehr Siege (9) als Niederlagen (7) einfahren.

Dies soll so lange wie möglich Bestand haben, und den Grundstein hierfür will Sugzda in der Vorbereitung legen. „Bisher läuft alles nach Plan. Wir trainieren ordentlich und mit einer relativ hohen Belastung“, erklärt der ehemalige litauische Nationalspieler. „Was auch sehr erfreulich ist, ist, dass die Beteiligung hoch ist und wir – bis auf kleinere Wehwehchen – keine Verletzungen haben.“

Mit Testspielen gegen den TSV Grünwald (Landesliga Südost/1:3), Bayernliga-Spitzenreiter SV Heimstetten (1:4), den TSV E. Karlsfeld (Bezirksliga Nord/1:2) und dem SV Türkgücü-Ataspor München (Landesliga-Südost/ 3:0) konnte sich Holzkirchens Trainer erste Eindrücke über die Fitness seiner Spieler verschaffen, wohingegen die Ergebnisse für Sugzda zweitrangig sind. „Ich weiß nun, mit wem ich rechnen kann. Manche müssen sich sehr anstrengen, aber das weiß jeder selbst“, sagt der 49-Jährige.

Von den drei Neuzugängen ist Mayer wohl kurzfristig die größte Hilfe. Der 27-Jährige war beim FC Deisenhofen eine feste Größe, ehe er zum FC Töging wechselte. „Er kann auf der Zehn sehr gut spielen, hat eine gute Übersicht und einen extrem guten Abschluss“, erklärt Sugzda. „Er hatte aber ein paar kleinere Schwierigkeiten, weshalb er noch Zeit braucht, um sich optimal einzubringen. Chancen werden sie aber alle bekommen.“ Auch Mättig (Verteidiger) und Ljumani (Stürmer) bekamen in den Freundschaftsspielen bereits reichlich Einsatzzeiten, wobei der TuS-Trainer sich bei den beiden 20-Jährigen besonders auf den Faktor Zeit beruft.

Ein Abgang trifft den Kader und das Trainerteam allerdings schwer: Lukas Keßler erarbeitete sich im Laufe der Jahre beim TuS den Status als defensiver Alleskönner, der immer dort zur Stelle war, wo Not am Mann war und ein zentraler Bestandteil der Holzkirchner Elf war. Fußball in der Bayernliga kann Keßler aber in nächster Zeit mit seinem Studium nicht vereinbaren, was Sugzda bedauert: „Lukas wird spielerisch und menschlich vermisst. Mit ihm gehen Variabilität und Spielqualität verloren.“

Die Aufgabe für den Tabellen-Achten besteht also in den kommenden Wochen darin, diese Lücke zu schließen. Das Trainingslager am Gardasee avancierte dadurch zum wichtigsten Teil der Vorbereitung – fünf Tage haben Kapitän Benedikt Zeisel und Co. Zeit, mit bestmöglichem Gefühl ins Duell beim Tabellennachbarn TSV 1865 Dachau zu gehen, das am Samstag, 3. März, steigt. „Diese Zeit, in der wir eng zusammen sind, ist sehr, sehr wichtig“, betont Sugzda. „Man kann viele Gespräche führen, Videoanalysen machen, und auch die Spieler haben keinen Stress mit der Arbeit, sodass sie sich ausschließlich auf unsere Ziele fokussieren können.“

Auf der Agenda stehen für den Fußballlehrer unter anderem die Schwächen bei Standards, besonders bei Ecken – offensiv sowie defensiv. Diese und all die anderen Vorgaben gilt es ab Anfang März auf den Platz zu bringen.

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