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Dicht gestanden ist nicht nur die Haushamer (in Rot) Mauer. Auch der TSV Otterfing verteidigte gut. 

„Der Strafstoß war berechtigt“

Kreisliga-Derby ohne Tore

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Der TSV Otterfing und der SG Hausham verteidigen im Kreisliga-Derby ein Unentschieden.  Die Gäste vergeben dabei einen Elfmeter.

Otterfing – Die Vorgaben haben sich bewahrheitet. Im Derby zwischen dem TSV Otterfing und der SG Hausham standen sowohl die taktische Disziplin wie auch ein laufintensives und von Zweikämpfen geprägtes Spiel im Mittelpunkt. Dass es am Ende keiner der beiden Mannschaften gelang, ein Ei ins Nest zu legen, war für die SG Hausham nach einem vergebenen Elfmeter bitter.

„Du musst erst mal die Eier in der Hose haben und in einer so entscheidenden Phase Verantwortung übernehmen“, erklärt Haushams Trainer Hans Ostner, was sich in der 64. Minute zugetragen hatte. Benedikt Büchl war in den Strafraum eingedrungen. Otterfings Abwehr-Chef Christl Herzog wollte dessen Schuss blocken, traf dabei aber nicht den Ball, sondern das Schienbein von Büchl. „Keine Rede. Der Strafstoß war berechtigt“, sagt daher auch TSV-Trainer Mike Probst.

Nun aber war guter Rat teuer. Wer traute es sich aus dem Knappenlager zu, den Bezirksliga-erfahrenen Platzherren-Torwart Christian Utmälleki zu bezwingen und damit die Vorentscheidung herbeizuführen? Einige der Haushamer sahen zu Boden, andere mieden den Blickkontakt mit Ostner. Nicht so Tachsin Chraloglu. Der Mittelstürmer trat den Elfmeter nicht schlecht und auch mit der notwendigen Power hinter dem Schuss, aber Utmälleki hatte sich für das richtige Eck entschieden und verhinderte einen Rückstand.

Dass zu diesem Zeitpunkt noch kein Tor gefallen war, lag zum einen an den gut gestaffelten Abwehrreihen auf beiden Seiten, und zum anderen an den mit Herzblut geführten Zweikämpfen im Mittelfeld. „Uns ist ein bisschen zu wenig eingefallen, wie der Riegel zu knacken ist“, erklärt Probst. Konnten doch nur Simon Eder (13.) und Alexander Lankes (35.) den Haushamer Torsteher Benedikt Holzner, der beide Schüsse zur Ecke klärte, prüfen. Aber auch auf der Gegenseite drohte einmal dicke Luft. Kilian Siglreitmaier war im Sechzehner aus spitzem Winkel zum Abschluss gekommen, traf hier aber nur das Außennetz (14.).

Bis zur Schlüsselszene des Derbys, dem von Utmälleki abgewehrten Elfmeter, konnten die Otterfinger mehr Ballkontakte vermelden, und sie waren auch zweifelsfrei die aktivere Mannschaft. Aber die von Ostner ausgegebene Taktik, die Dreier-Abwehrkette durch die beiden Sechser und die zwei Flügelflitzer zu einem massiven defensiven Riegel zu verstärken, war aufgegangen. Als Tobias Walter das Derby nach 94 Minuten abpfiff, riss keiner der Spieler aus dem Otterfinger oder Haushamer Lager die Arme in die Luft. Aber sie konnten trotzdem rundherum mit ihrer Leistung zufrieden sein.

So wie es auch schlussendlich die beiden Trainer waren. „Zwei Siege und ein Unentschieden im Frühjahr zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Probst. Auch Ostner erkannte einen Trend zum Positiven „Es war ein Schritt in die richtige Richtung und ein Bonuspunkt für das Selbstvertrauen.“

TSV Otterfing: Utmälleki – Lex (75. G. Bichler), Herzog, Götzfried, K. Bichler – P. Behler (82. Blaschko), Pilik, Lankes, Ott – Dengler, S. Eder. SG Hausham: Holzner – Baumgartner, Schauer, Kloiber – Siglreitmaier, Volk, Papst (72. Aksoy), Weigl, Marcks (46. Steiger), Büchl – Chraloglu. Gelbe Karten: Herzog, Pilik – Kloiber, Papst, Chraloglu. Schiedsrichter: Tobias Walter (SV Raisting). Zuschauer: 100.

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