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Lebt den Traum vom Profi-Fußball: Michael Zetterer hat sich im Tor des PEC Zwolle etabliert. Er ist noch bis Sommer 2021 von Werder Bremen, das Bild stammt aus dem Training des Bundesligisten, an die Niederländer ausgeliehen.

Bei PEC Zwolle

Michael Zetterer ist Stammtorhüter in den Niederlanden

  • vonChristoph Fetzer
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Michael Zetterer aus Hohendilching ist der Sprung in den Profi-Fußball endgültig geglückt. Bei PEC Zwolle ist er mittlerweile Stammtorhüter.

Zwolle/Darching – Für Michael Zetterer hat sie in diesen Tagen endgültig begonnen, die Corona-Pause. Vom niederländischen Zwolle ist der 24-Jährige über Bremen zurück in die bayerische Heimat gefahren, nach Hohendilching. Der Torhüter, der aktuell von Werder Bremen zum niederländischen Erstligisten PEC Zwolle ausgeliehen ist, macht bis zum 20. Juni Urlaub zuhause. „Wir haben in Zwolle noch trainiert, dann bin ich zu meiner Freundin nach Bremen gefahren und die nächsten Wochen bin ich in Hohendilching“, sagt Zetterer.

Die niederländische Eredivisie hatte schon Ende April den Spielbetrieb eingestellt. Es gibt weder einen Meister, noch Auf- und Absteiger. „Der niederländische Fußballverband hat ziemlich schnell entschieden. Natürlich ist die Situation ein bisschen blöd“, sagt Zetterer. Er selbst hatte sich bei PEC Zwolle in der Startformation festgespielt und damit den Konkurrenzkampf gegen Xavier Mous gewonnen. Auch der war vor der Saison neu nach Zwolle gekommen und war zunächst die Nummer eins. „Die Vorbereitung war für mich nicht ganz optimal, ein Spiel ist sehr unglücklich gelaufen, deswegen war ich erst einmal auf der Bank“, erklärt Zetterer.

Aber am 14. Spieltag, beim 3:1-Sieg im Heimspiel gegen Fortuna Sittard, bekam er seine Chance in der Startformation, nutzte sie und gab den Platz zwischen den Pfosten nicht mehr her – bis die Saison wegen des Coronavirus beendet wurde. Zetterer bestritt 13 Partien für PEC Zwolle, die Mannschaft holte in dieser Zeit vier Siege, vier Unentschieden und kassierte fünf Niederlagen – alle gegen die Spitzenteams PSV Eindhoven, Feyenoord Rotterdam und AZ Alkmaar. „Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meinen Leistungen. Es gibt immer Potenzial nach oben, aber es waren ein paar gute Spiele dabei“, sagt Zetterer. Seine linke Hand, die nach einem Kahnbeinbruch dreimal operiert werden musste, macht ihm keine Probleme mehr.

Zetterer bis 2021 an Zwolle verliehen 

Der 24-Jährige fühlt sich wohl in Zwolle, der „historischen und hippen Hansestadt“, wie es in Beschreibungen der Tourismus-Branche gerne heißt. „Zwolle ist schön, es gefällt mir hier“, sagt Zetterer. Der Weg nach Bremen, wo seine Freundin studiert, ist auch nicht allzu weit. Die Leihe von Werder zu PEC läuft bis 2021. Vorher hatten die Bremer seinen Vertrag noch bis 2022 verlängert. Und sie hätten auch die Möglichkeit, Zetterer vorzeitig in diesem Sommer zurück zu Werder zu holen. Aber darüber macht er sich momentan keine großen Gedanken. „Ich bin glücklich mit der Situation, vor allem, weil ich jetzt die Nummer eins bin“, sagt Zetterer, der regelmäßig Kontakt mit Werders Torwarttrainer Christian Vander hat.

In den nächsten Wochen will Michael Zetterer, dessen Bruder Alexander die Fußballschuhe in der Landesliga für den TuS Holzkirchen schnürt, die Zeit mit der Familie genießen. Die Saison in den Niederlanden beginnt voraussichtlich Anfang September. Ab 20. Juni ist bei PEC ein vierwöchiges Trainingslager geplant. Anschließend bekommen Zetterer und seine Mannschaftskollegen noch einmal zehn Tage Pause, bevor es in die heiße Phase der Vorbereitung auf die neue Saison gehen soll.

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