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Nicht nur trainieren, sondern endlich wieder spielen will Michael Zetterer. 

„Ich muss und will wieder spielen“

Zetterer vor Ausleihe zu Würzburg

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Michael Zetterer will endlich wieder spielen. Daher ist der Torwart am Dienstag nach Spanien geflogen, um sich den Würzburger Kickers anzubieten. Der Drittligist hält in San Pedro del Pinatar gerade sein Trainingslager ab.

Bremen/Hohendilching – Das Fußballgeschäft ist schnelllebig, diese Erfahrung macht gerade Michael Zetterer wieder einmal. Eigentlich wollte der 23-Jährige aus Hohendilching am Dienstag ganz normal in Bremen trainieren. Doch stattdessen stieg er am Nachmittag in ein Flugzeug in Richtung Spanien. Genauer: nach San Pedro del Pinatar in der Region Murcia. Dort bestreitet derzeit Drittligist Würzburger Kickers sein einwöchiges Trainingslager. Zetterer ist dabei und möchte sich für einen möglichen Wechsel anbieten.

„Ich muss und will wieder spielen“, sagt der 23-Jährige, der wegen einer langwierigen Handverletzung seit Mai 2017 kein Pflichtspiel mehr für den SV Werder Bremen bestritten hat. Noch ist der Wechsel nicht fix, auch eine Vertragsverlängerung in Bremen mit anschließender Leihe sei laut Werder-Geschäftsführer Frank Baumann denkbar. Wenn es bei den Würzburger Kickers nicht klappt, hat Zetterer „noch ein, zwei andere Optionen“.

Fest steht aber auch, dass es bei Werder Bremen für den 23-Jährigen im Moment nicht wirklich weitergeht. Der Verein musste auf Zetterers Ausfall reagieren, derzeit stehen neben ihm vier weitere Torhüter im Kader. „Es ist für mich sehr nachvollziehbar, dass andere Torhüter geholt wurden. Das haben Trainer Florian Kohfeldt und Torwarttrainer Kiki Vander auch alles offen kommuniziert“, betont der Dilchinger. „Sie sind sehr ehrlich mit mir umgegangen, das ist nicht selbstverständlich“, sagt Zetterer, der sich nach mehreren Operationen an der Hand seit drei Wochen wieder im Torwarttraining befindet und beschwerdefrei ist.

Nur trainieren, das reicht ihm aber nicht. Weil Werder die Saison erst einmal ohne Zetterer geplant hat, ist der Posten in der Zweiten Mannschaft derzeit besetzt. Zudem spielt Bremens Reserve in der Regionalliga. „Ich würde natürlich lieber Spielpraxis in der 3. Liga sammeln“, sagt Zetterer. „Würzburg ist da sicher eine gute Adresse. Die gehören auch nicht dahin, wo sie gerade stehen.“ Die Kickers, die in der Saison 2016/17 sogar in der 2. Bundesliga spielten, sind nach gut der Hälfte der Saison Tabellenzwölfter der 3. Liga. Näher an der Heimat wäre Würzburg auch. „Das ist ein zusätzlicher Bonus. Vielleicht verstehe ich den Dialekt besser als in Bremen“, meint Zetterer und lacht – und stürzt sich optimistisch in ein neues Abenteuer.

Zetterer hatte am Dienstagvormittag gerade noch Zeit, ins Stadion zu fahren und ein Paar Fußballschuhe und Torwarthandschuhe in die Tasche zu packen. „Ein paar Tapes habe ich noch reingeschmissen, mehr brauche ich nicht.“ Seine volle Konzentration gilt der nächsten Woche, in der er sich bei den Würzburger Kickers möglichst gut präsentieren will.

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