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Abstand halten ist das Gebot der Stunde - auch bei sportlichen Betätigungen.

Training in Corona-Zeiten

Nur Ballkontakt – mehr nicht

  • vonThomas Spiesl
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Seit Montag darf der Fußball auch bei den Amateur-Kickern wieder rollen. Unter strengen Auflagen kann das Training wieder aufgenommen werden.

Landkreis – Seit Montag darf der Fußball auch bei den Amateur-Kickern wieder rollen. Unter strengen Auflagen kann das Training wieder aufgenommen werden. Unter anderem darf jeder Spieler nur seinen Ball mit den Händen berühren, Händewaschen vor und nach dem Training ist Pflicht, Kopfbälle sind verboten. Trainiert werden darf in Gruppen von fünf Personen, zu denen auch der Trainer zählt. Dabei muss allerdings auch in der Trainingsgruppe der Mindestabstand von eineinhalb Metern gewahrt werden. Und ganz wichtig: Trainingsspiele sind unter diesen Voraussetzungen nicht mehr möglich. Denn Zweikämpfe sind auch nicht erlaubt.

Dennoch freut sich die Mehrzahl der Kicker im Landkreis, dass die Corona-Pause langsam zu Ende geht. Für die Vereine bedeutet das sogenannte Corona-Training aber einen deutlichen Mehraufwand. So müssen Umkleiden und Duschen verschlossen bleiben, lediglich eine Toilette darf geöffnet werden. Umziehen und duschen müssen die Fußballer sich zu Hause. Zudem müssen Desinfektionsmittel bereitgestellt werden, benutzte Trainingsmaterialien wie Leibchen dürfen nach der Einheit nur mit Einweghandschuhen eingesammelt und anschließend desinfiziert werden.

Training hat mit Saison nichts zu tun

Und das ist nicht alles. Zudem muss genau Buch geführt werden, wer in welchem Training mit welchen Teamkollegen trainiert hat. Damit soll zurückverfolgbar sein, wer sich im Fall einer Corona-Infektion ebenfalls angesteckt haben könnte.

Die Klubs aus dem Landkreis, die in der Kreisklasse spielen, reagieren unterschiedlich auf die neuen Möglichkeiten. „Das ist natürlich nicht mit einem richtigen Training zu vergleichen“, sagt Hans-Werner Grünwald, Trainer des Kreisklassisten TSV Weyarn, „aber alle freuen sich, dass sie ihre Mannschaftskollegen wieder treffen und sich bewegen können.“ Er hat mit seinen Schützlingen am Dienstag bereits die erste Einheit absolviert. Die DJK Darching will ab kommender Woche wieder Einheiten abhalten. „Wir werden zweimal die Woche ein Training anbieten, das mit der Saison aber noch nichts zu tun hat“, sagt Darchings Coach Patrick Lachemeier. „Auf dem Programm stehen dann Torabschlüsse, Freistöße oder Fußballgolf – einfach alles, was Spaß macht. Die Einschränkungen werden wir natürlich befolgen. Es geht zuerst darum, wieder Freude am Ball zu haben.“

Monatelanges Training: „Schwer, die Motivation hochzuhalten“

Auch in Hausham wird der Trainingsbetrieb bald wieder aufgenommen. „Wir sind gerade in der Planungsphase und stellen ein Konzept auf. Ich denke im Juni können wir beginnen“, erklärt SG-Vize-Abteilungsleiter Florian Fink. „Es geht vorerst vor allem darum, Kontakt zu seinen Kameraden zu haben. Bei der Jugend wollen wir, dass die Spieler wieder etwas anderes erleben und ihren Sport ausüben können.“

Beim SC Wörnsmühl will man sich mehr Zeit lassen. Erst sollen die Jugendmannschaften den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen. Aktuell ist die Sportanlage auch noch nicht durch die Gemeinde freigegeben. „Wir werden nichts überstürzen und bis Pfingsten abwarten“, berichtet SC-Abteilungsleiter Xaver Menhofer. „Natürlich würde sich jeder freuen, wieder auf dem Platz zu stehen und seine Kameraden zu sehen. Allerdings ist es dann schwer, die Motivation über Monate hochzuhalten.“ Die ersten Punktspiele der Rückrunde finden wie berichtet frühestens ab Anfang September statt.

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