Mit einer Laola beglückwünschte die Nationalmannschaft Siegerin Helen Briem.
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Mit einer Laola beglückwünschte die Nationalmannschaft Siegerin Helen Briem.

Helen Briem und Tim Wiedemeyer gewinnen zweite Auflage der Schäfflertanz Open

Nationalteam dominiert in Valley

Bei der zweiten Auflage der Schäfflertanz Open auf dem Valleyer Grün wurde einmal mehr hochklassiger Golfsport geboten.

Valley – Sie waren bereits im Vorfeld die erklärten Favoriten und wurden dieser Rolle am Ende mehr als gerecht: Helen Briem vom Stuttgarter GC und Tim Wiedemeyer vom Münchner GC, die beiden erst 16-jährigen Nationalspieler und Hoffnungsträger des deutschen Golfsports, blieben über 54 Löcher die dominierenden Akteure auf den Valleyer Grüns und holten verdient die Siegerpokale bei den zweiten „Schaffer & Dross Schäfflertanz International Open“.

Auch in Abwesenheit der lokalen Größen wie Chiara Horder, Verena Gimmy oder Sarina Schmidt, gab es drei Tage absolutes Spitzengolf auf der Anlage des GC Valley zu sehen. Um dem Kurs echtes Champions-Niveau zu verleihen, ließ Organisator Danny Wilde die Damen von Blau abschlagen, die Herren von Gold. Mit 7073 Meter bekamen dadurch die zu spielenden Bahnen das längste Format, das man in Deutschland vorfindet. „Das war schon eine große Herausforderung, die selbst meinen Nationalspielern alles abverlangte“, bestätigte Bundestrainer Sebastian Rühl perfekte und auch international ansprechende Bedingungen, die Wilde und sein Team erneut in Valley auf die Beine gestellt hatten.

Vom ersten Tag an lagen die Favoriten an der Spitze der Scoreboards. Bei den Damen war es eigentlich nur Charlotte Back vom GC St. Leon-Rot, die der Stuttgarterin Briem zumindest ansatzweise Paroli bot. Am Ende gewann die 1,90 Meter lange Ausnahmespielerin jedoch souverän mit insgesamt 205 Schlägen vor Back, die mit 212 Schlägen selbst noch vier unter Par blieb. Auf Platz drei landete Philipa Gollan aus Lübeck (216), die am Schlusstag mit einer 68 die beste Finalrunde aller Damen spielte.

Lokalmatadore spielen keine Rolle bei Siegentscheidungen

In der Herrenkonkurrenz ging es da schon deutlich enger zu. Zwei Bahnen vor Schluss führten Tom Haberer vom Hannover GC und Philip Katich vom GC St. Leon-Rot schlaggleich das Feld an. Topfavorit Wiedemeyer lag nur einen Schlag dahinter. Doch dann bewies der Münchner seine einzigartige Nervenstärke. Während Haberer und Katich am vorletzten Loch mit einem Bogey jeweils einen Schlag verloren, lochte Wiedemeyer zum Birdie. Damit lag er vor dem letzten Abschlag urplötzlich wieder in Führung. Und das ließ sich Deutschlands Toptalent auch nicht mehr nehmen. Mit einem weiteren Birdie auf dem letzten Grün demonstrierte er die Stärke eines echten Champions.

Siegerin Helen Briem (l.) genoss auch die ruhigen Minuten mit ihren Kontrahentinnen Charlotte Back (r.) und Emilie von Finckenstein.

Die Teilnehmer aus dem Landkreis spielten diesmal keine große Rolle. Für die beiden Damen vom GC Valley, Theresa Bodensteiner (245 Schläge) und Antonia Treitinger (244), war bereits die Teilnahme am Turnier ein Erfolg. Bei den Herren endete Niclas Gimmy mit 232 Schlägen und Platz 28 noch als bester. Der Holzkirchner Simon Taubenberger, der für den Münchner GC spielt, beendete das Turnier auf Platz 30 (233).

Bei der Siegerehrung bedankten sich Teilnehmer und Nationaltrainer Rühl noch einmal nachdrücklich für die Veranstaltung, die der GC Valley, seine Greenkeeper, die vielen Sponsoren und besonders Wilde und sein Team möglich gemacht hatten. Der versprach dann auch brav, dass es nicht die letzte Auflage dieses Formats gewesen sein sollte. „Dieses Turnier bleibt auch zukünftig einzigartig in Deutschland und ein fester Bestandteil des internationalen Turnierkalenders.“

Jörg Wedekind

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