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Golf: Der verflixte vierte Platz - Valleyer Damen verpassen erneut Medaille

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Gut gespielt hat das Team von Danny Wilde – hier mit Verena Gimmy – in den Final Four.
Gut gespielt hat das Team von Danny Wilde – hier mit Verena Gimmy – in den Final Four. © ArchiV WED

Die Damenmannschaft des Golfclub Valley ist am Wochenende an einer Medaille vorbeigeschrammt. Beim Final-Four in der Pfalz landete das Team wie im Vorjahr auf dem vierten Platz.

Valley – Die Enttäuschung war in Anbetracht einer erfolgreichen Saison aber schnell wieder verflogen. Chef-Coach Danny Wilde berichtet: „Alle sind zufrieden, dass wir dabei waren.“ Damit habe vor zwei Wochen niemand mehr wirklich gerechnet, erklärt er. Und: „Wir sind auf jeden Fall die beste Mannschaft aus Bayern. Ich kann Sixten Rigol und Kathy Pegau nur ein Kompliment machen, sie haben ihren Job als Kapitänin und Trainer super gemacht.“

Wie berichtet, hatten sich die Valleyer Damen mit einem Sieg beim letzten Spieltag in der 1. Bundesliga Süd in letzter Sekunde noch für das Endturnier qualifiziert. Aus beruflichen Gründen musste Maria Anetseder passen, hinzu kam ab Sonntag ein weiterer Ausfall: Chiara Horder hatte sich eine schwere Grippe eingefangen und musste das Bett hüten. „Uns fehlt es einfach noch an der Breite. Die anderen Mannschaften haben teilweise 20 Spielerinnen auf einem Level“, sagte Wilde.

Bereits am Donnerstag waren die Valleyerinnen nach Neustadt an der Weinstraße gereist und absolvierten dort vor dem Wochenende Proberunden. Am Samstag wurde es im Halbfinale ernst. Im Semifinale trafen sie auf den Vorrundenmeister der Nord-Gruppe, den Hamburger Golfclub. Nach den Vierern am Vormittag stand es noch 1,5 zu 1,5. Gespielt wurde nämlich wie schon im letzten Jahr im Matchplay-Modus.

Chiara Horder war am Sonntag erkrankt

In den Einzeln gab es aber nicht mehr viel zu holen. Chiara Horder – am Samstag noch fit – konnte als einzige ihr Match gewinnen, sodass sich Hamburg am Ende mit 6,5 zu 2,5 Punkten den Finaleinzug sicherte. „Am Samstag war es richtig heiß, im Wald hat es gerochen wie nach einem Aufguss in der Sauna“, sagt Wilde.

Im Duell um den dritten Platz traf der Golfclub Valley am Sonntag bei angenehmeren Temperaturen auf den Golfclub Berlin-Wannsee –und die Zuschauer bekamen ein spannendes Duell zu sehen. Während die anderen Clubs aus Hamburg, Berlin und St. Leon-Rot von zahlreichen Fans angefeuert wurden – die Zuschauer waren teilweise sogar mit Bussen angereist und schwenkten die Fahnen ihres Clubs –, waren die Valleyerinnen weitgehend auf sich allein gestellt. „Teilweise ging es zu wie im Fußballstadion“, berichtet Wilde. Gegen Berlin gewannen Lara Ok und Sonya Knebel ihren Vierer, die beiden weiteren Duelle gingen verloren.

In den Einzeln wurde es dann richtig spannend. Nina Lang, Barbora Bujakova und Verena Gimmy setzten sich jeweils gegen ihre Konkurrentinnen durch. So kam es am Ende auf das Match zwischen Berlins Julia Neumann und Valleys Kamila Handrychova an, die die erkrankte Chiara Horder vertrat und „ihre Sache sehr gut machte“ (Wilde). Lange sah es für die Valleyerinnen nach der Bronzemedaille aus, ehe die erfahrene Neumann Handrychova auf den letzten beiden Löchern noch abfing. Somit setzte sich Berlin am Ende knapp mit 5:4 durch und den Valleyerinnen blieb erneut nur Rang vier.

Ziel: Im nächsten Jahr neu angreifen

„Es gab natürlich schöne und traurige Emotionen, aber am Ende waren alle happy, dass wir dabei waren“, betont Wilde. „Wir werden im nächsten Jahr wieder neu angreifen und versuchen, endlich eine Medaille zu holen.“ Das Team sei zufrieden, so weit gekommen zu sein. Wilde: „Es waren harte und sehr faire Matches, und die Mädels haben es am Sonntag auch noch richtig krachen lassen.“

Nun ist die Saison für die Damen fast schon zu Ende, bis auf die Deutsche Einzelmeisterschaft dürfen die Spielerinnen nun für ein paar Tage oder Wochen eine kurze Sommerpause genießen, ehe wieder die Vorbereitung auf das kommende Jahr beginnt.

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