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Alles raushauen: Im Hinspiel trennten sich die SG Hausham (in Weiß mit Simon Beck) der TSV Otterfing (l. Daniel Richter) 2:2. Auch diesmal ist alles drin.

Fußball: Kreisliga 1

Die größere Bereitschaft entscheidet

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Es war schon so in der Kreisklasse und nun auch im Kreisliga-Oberhaus: Wenn sich der TSV Otterfing und die SG Hausham gegenüberstehen, ist das nicht nur ein Derby.

Es treffen zwei Landkreis-Mannschaften aufeinander, die vornehmlich im eigenen Verein großgezogenen Nachwuchsspielern eine sportliche Perspektive bieten. Diesmal aber steht bei beiden Traditionsvereinen nicht nur der Sieg im Mittelpunkt, sondern der Kampf um den Klassenerhalt.

„In einem Derby war es schon immer so, dass der Tabellenstand und die Punktausbeute der Vorwochen nicht zählen“, erklärt Otterfings Fußballchef Dominik Urban. „Entsprechend gibt es auch diesmal keinen Favoriten.“

Dass die Truppe vom Nordring nach zwei Siegen gegen den FC Bad Kohlgrub-Ammertal und die SF Aying optimal ins Frühjahr gestartet ist, steht außer Zweifel. Aber einen Bonus daraus gegen die Haushamer abzuleiten, ist für Urban kein Thema. Für ihn ist der Ausgang des Derbys offen.

Was Stärken und Schwächen des Gegners betrifft, ist die Truppe aus Hausham für Mike Probst Neuland. Der im Februar verpflichtete neue Otterfinger Trainer nutzte daher das Wochentagsspiel der SG Hausham beim FC Deisenhofen II, um Eindrücke zu sammeln. Zur ersten Halbzeit der Knappen wollte er sich nicht äußern, aber was er im zweiten Abschnitt sah, rang ihm speziell in einem Punkt Respekt ab: Konditionell sind die Spieler des Derby-Gegners topfit. „Wir müssen die Zweikämpfe schon im Mittelfeld annehmen, sonst kann es ein böses Erwachen geben“, sagt der TSV-Coach.

Über die erste Halbzeit in Deisenhofen hüllt sich Hans Ostner nicht in Schweigen. Der SG-Trainer zeigte sich unzufrieden, sogar angesäuert: zu wenig Einsatz und keine Zweikampfstärke. Nach dem Seitenwechsel aber zeigten die Knappen die zuvor vermissten Qualitäten – und mit etwas Glück wäre nach dem 1:2-Anschlusstreffer sogar ein Unentschieden möglich gewesen.

„Unser Anspruch ist es nicht, Glück zu haben, sondern auf dem Platz zu zeigen, was uns gefährlich macht“, erklärt SG-Fußballchef Sepp Eham. „Ich bin überzeugt, dass wir unser Potenzial in Otterfing abrufen.“ Der SG-Spartenleiter verteilt mit dieser Aussage keine Vorschuss-Lorbeeren. Wer das Hinspiel an der Zentralen Sportanlage beobachtete, wird Eham Recht geben: Zweimal gingen die Haushamer dort in Führung – zweimal glich Otterfing aus. Schlussendlich wurde ein gerechtes 2:2-Unentschieden abgepfiffen, in dem beide Mannschaften durch Zweikampfstärke und Laufbereitschaft bis zum Abpfiff überzeugten.

„Es wird nicht ausschlaggebend sein, ob der eine oder andere bei uns fehlt, sondern wie die Einstellung der Spieler ist, die auflaufen“, sagt Ostner. Auch er geht davon aus, dass das Derby über die Bereitschaft entschieden wird, an die Leistungsgrenze zu gehen.

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