+
Carmen Theer sitzt vielleicht auch in der kommenden Saison auf der Trainerbank eines Bezirksligisten.

Handball Bezirksliga 2

HSG Föching Schliersee: Hoffnung auf den Klassenerhalt

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
    schließen

Sportlich würde die HSG Föching Schliersee absteigen, das ist eigentlich sicher. Doch Corona besteht nun zumindest die Hoffnung auf ein weiteres Jahr in der Bezirksliga.

Föching/Schliersee – Gerade einmal zwei Punkte holten die Handballer der HSG Föching-Schliersee in 18 Bezirksligaspielen, gewonnen haben sie in dieser Saison keine einzige Partie. Und doch dürfen sie nun ein bisschen hoffen, über den Sommer hinaus in der Liga zu verbleiben – wegen der Corona-Krise.

„Ich hoffe, dass jeder in seiner Liga bleibt, keiner aufsteigt und keiner absteigt“, sagt Trainerin Carmen Theer. Ein Szenario, das auch Uwe Schwenker, Präsident der Handball-Bundesliga, nicht ausschließt. Sollte dieser Fall in der höchsten deutschen Handball-Liga eintreten, wäre es auch in den unteren Ligen durchaus möglich. „Aber jetzt ist noch alles offen“, gibt Theer zu bedenken.

Die HSG-Trainerin sieht einen möglichen Saisonabbruch allerdings zwiegespalten. Einerseits sei die Personaldecke vor der Corona-Pause recht dünn gewesen. Andererseits wiederum hätten die Föchinger und Schlierseer im nächsten Spiel gegen den Vorletzten SG SHV/UHC Salzburg II gespielt – und dann vielleicht endlich den heiß ersehnten ersten Saisonsieg eingefahren. „Es wäre interessant geworden, aber jetzt hat uns das Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauert Theer deshalb. Wenngleich sie nicht damit gerechnet hätte, dass der Klassenverbleib auf sportlichem Wege noch gelingt. „Wir wären wohl abgestiegen. Das wäre aber kein Beinbruch gewesen.“

Theer: „Ist auch immer eine Personalfrage“

Doch jetzt besteht zumindest die Möglichkeit, eine weitere Saison in der Bezirksliga zu bestreiten. Dann hätten die HSG-Handballer die Chance zu zeigen, dass sie es besser können. Denn in der laufenden Saison hielten die Föchinger und Schlierseer in fast jeder Partie zumindest phasenweise gut mit. „Wenn es so bleibt wie gehabt, können wir angreifen, aus den Defiziten was Gutes rausziehen und die Saison positiv angehen“, sagt Theer. Dass es letztlich wirklich besser läuft, kann die Trainerin aber auch nur hoffen. Dafür hängt zu viel von außersportlichen Faktoren ab. „Es ist bei uns immer eine Personalfrage. Haben wir genügend Leute? Wird sich bei einigen privat etwas ändern?“ Fragen, die Theer zum jetzigen Zeitpunkt freilich nicht beantworten kann.

Ebenso wie die der Ligazugehörigkeit. Klar ist aber: „Wenn wir bleiben dürfen, freuen wir uns“, sagt Theer. Die Chancen stehen wohl gar nicht so schlecht.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare