Gold und Bronze: Florian Wilmsmann (l.) feierte in der Schweiz seinen zweiten Weltcupsieg, Teamkollege Tim Hronek wurde Dritter.
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Gold und Bronze: Florian Wilmsmann (l.) feierte in der Schweiz seinen zweiten Weltcupsieg, Teamkollege Tim Hronek wurde Dritter.

Florian Wilmsmann feiert zweiten Weltcupsieg

Historischer Abschluss: Wilmsmann siegt in Veysonnaz

  • vonEwald Scheitterer
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Der Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann krönt seine Saison mit seinem zweiten Weltcupsieg - gleichzeitig ein historischer Tag für die deutschen Crosser.

Holzkirchen/Veysonnaz – Das geflügelte Wort „Und das Beste kommt zum Schluss“ haben die deutschen Skicrosser gestern beim Weltcup-Saisonfinale im Schweizer Veysonnaz wörtlich genommen: Von den vier Startern im großen Finale trugen alleine drei die deutschen Farben und am Ende stand der strahlende Holzkirchner Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) ganz oben auf dem Stockerl.

Während der Franzose Jonathan Midol Rang zwei belegte, wurde das Sieger-Quartett von Tim Hronek (SV Unterwössen) und Cornel Renn (SV Hindelang) komplettiert. „Ich bin immer noch überwältigt. Dass ich mit zweien meiner Freunde im großen Finale eines Weltcups stehe, ist für mich das Schönste. Besser geht’s (fast) nicht“, jubelte der 24-Jährige nach seinem Sieg in die Mikrofone.

Etwas eng ist es für das Oberlandler Skicross-Ass nur im Halbfinale geworden, als ihm Tim Hronek versehentlich über die Skienden gefahren ist. Dadurch wurde er in Führung liegend sofort auf Platz drei durchgereicht. Doch neben diesem Pech war auch das Glück auf Wilmsmanns Seite. Wenig später stürzte nämlich der führende Franzose Francois Place nach einem Fahrfehler, Wilmsmann setzte sich wieder an die Spitze und passierte vor Hronek den Zielstrich.

Nationalcoach Stemmer überglücklich

Relativ problemlos hatte der Holzkirchner gestern seine ersten beiden Heats absolviert. Im Achtelfinale gegen seinen Teamkollegen Ferdinand Dorsch, den Österreicher Sandro Siebenhofer und den Franzosen Jean-Frederic Chapuis gelang ihm ein Start-/Ziel-Sieg. Im Viertelfinale, diesmal gegen seinen Kameraden Daniel Bohnacker und erneut Chapuis, erreichte er hinter dem Schweizer Jonas Lehnherr souverän als Zweiter die nächste Runde in Veysonnaz.

„Das war heute ein super Saisonabschluss“, strahlte dann auch der Waakirchner Nationalcoach Peter Stemmer: „Das gfreit mi richtig für die Buam.“ Abgesehen von der außerordentlichen Leistung der deutschen Skicrosser, hatten auch die Serviceleute großen Anteil an dem überragenden Erfolg. „Die Jungs hatten heute brutale Geräte unter den Füßen. Diesmal haben unsere Techniker die perfekte Einstellung auf den Punkt getroffen“, betonte Stemmer.

Wilmsmann sieht Starts als Sieggrundlage

Dass die Skier der deutschen Skicrosser überragend schnell liefen, hatte sich bei allen nationalen Crossern auf dem eher langweiligen, wenig spektakulären Kurs in der Schweiz immer wieder gezeigt. Gerade in flacheren Passagen kurz vor dem Ziel waren die deutschen Ski denen ihrer Konkurrenten deutlich überlegen. Da auch die Bordercrosser dort am Samstag ihr Saisonfinale ausgefahren hatten, hatten die Verantwortlichen beim Pistenbau einige Kompromisse eingehen müssen.

Wilmsmann selbst sah als Basis für den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere in erster Linie „meine Starts, die mir heute durch die Bank ganz gut gelungen sind“. Da verschwendete er dann auch keinen Gedanken mehr an die „ziemlich enge Kiste im Halbfinale“.

Neben einem großen Laib Schweizer Käse bekam er für seinen Sieg auch eine große Kuhglocke überreicht: „Jetzt habe ich das richtige Gerät, um das nächste Mal meine Schwester und meinen Papa lautstark anzufeuern, wenn sie bei einem Triathlon an den Start gehen“, sagte Wilmsmann schmunzelnd.

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