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Turnt sich in die Weltspitze: Felix Remuta wurde am Sprung vor Kurzem Deutscher Meister. Jetzt im Weltcup belegte er Rang vier am Boden. 

Kunstturnen

Knapp am Podest vorbeigeturnt: Felix Remuta wird Vierter beim Weltcup

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Knapp hat es für Kunstturner Felix Remuta aus Holzkirchen nicht fürs Podest gereicht. Trotzdem arbeitet er sich immer mehr Richtung Weltspitze.

Cottbus/Holzkirchen – Turner Felix Remuta tastet sich immer weiter an die Weltspitze heran. Beim 43. „Turnier der Meister“, dem Weltcup in Cottbus, holte der 20-jährige Holzkirchner am Wochenende ein Spitzenergebnis. Am Boden wurde Remuta Vierter und war dabei sogar besser als Marcel Nguyen, der im Mehrkampf und am Barren bei den Olympischen Spielen 2012 Silber gewann und auch am Boden schon Erfolge bei Großereignissen vorzuweisen hat.

„Ich bin sehr zufrieden mit mir“, sagt Remuta. Er ärgert sich auch nicht darüber, dass er knapp am Podest vorbeischrammte. „Der Stolz über den vierten Platz überwiegt auf jeden Fall“, sagt der Holzkirchner. „Ich habe meine Bodenübung so gezeigt, wie ich sie trainiert habe. Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass ich die Übung zweimal hintereinander so getroffen habe. Darüber bin ich absolut glücklich.“

Schon in der Qualifikation war Remuta Vierter geworden. Im Finale bestätigte er diese Leistung noch einmal. „Ich habe die Übung meiner Meinung nach im Finale sogar noch einmal besser hinbekommen“, sagt der Turner. Auffällig war, dass Remuta mit 6,2 den gleichen Schwierigkeitswert turnte wie etwa Nguyen. Von den Finalisten hatte nur Artem Dolgopyat mit 6,6 einen höheren Schwierigkeitsgrad. Der 21-jährige Israeli, der 2017 am Boden Vizeweltmeister wurde, gewann den Wettkampf in Cottbus.

Remuta erkennt die Leistung neidlos an. „Dass es bei mir noch nicht für eine Medaille reicht, liegt einfach daran, dass ein absolut hochkarätiges Feld am Start war“, sagt er. Der Weltcup zählt zur Olympia-Qualifikation. Deswegen war die Konkurrenz groß. „Was die vorderen Drei geturnt haben, war der Hammer“, sagt Remuta. „Da kann ich mir auch noch viel abschauen. Mit meinem Schwierigkeitsgrad bin ich zufrieden, da werde ich erst einmal nichts ändern. Aber die anderen turnen noch sauberer und bekommen die Landungen besser hin.“ Das sehe schöner aus und gebe bessere Haltungsnoten.

Auch am Sprung und an den Ringen ging Remuta in Cottbus an den Start. Am Sprung wurde der Holzkirchner in diesem Jahr zwar Deutscher Meister, beim Weltcup in Cottbus verpasste er aber die Qualifikation für das Finale. „Das war für meine Verhältnisse gut“, meint der Turner. „Aber bei diesem starken Teilnehmerfeld hat es von der Schwierigkeit und Ausführung her noch nicht gereicht.“

An den Ringen war er kurzfristig für den angeschlagenen Nguyen eingesprungen. „Ich habe mir nichts ausgerechnet und bin happy mit der Wertung“, sagt der Holzkirchner. Ein Highlight steht in diesem Jahr noch an. Am kommenden Wochenende tritt Remuta mit der TG Saar im kleinen Finale der Turn-Bundesliga gegen Rekordmeister SC Cottbus an. Remuta: „Wir geben alles, um die Bronzemedaille zu holen.“

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