Unter Zugzwang war Felix Remuta bei der Turn-EM in Basel am Pauschenpferd. Zum einen, weil es bis dahin noch nicht so gut lief, zum anderen, weil er der letzte Turner am Gerät war.
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Unter Zugzwang war Felix Remuta bei der Turn-EM in Basel am Pauschenpferd. Zum einen, weil es bis dahin noch nicht so gut lief, zum anderen, weil er der letzte Turner am Gerät war.

Felix Remuta sieht nach Turnier in Basel noch Luft nach oben – Zwei Quali-Wettkämpfe vor Tokio

Remuta bei der EM: Mutig am Sprung – Absteiger am Pauschenpferd

  • vonChristoph Fetzer
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Bei der Kunstturn-EM in Basel hat sich der Holzkirchner Felix Remuta durchaus positiv präsentiert. Nur am Pauschenpferd wollte es nicht so richtig funktionieren.

Holzkirchen/Basel – Die besten Freunde werden Felix Remuta und das Pauschenpferd sicher nicht mehr. Aber irgendwie klarkommen müssen sie miteinander. Bei den Turn-Europameisterschaften in Basel funktionierte die Beziehung Remuta/Pauschenpferd in der Qualifikation für den Mehrkampf gut, im Finale nicht mehr ganz so. Der 23-jährige Holzkirchner landete am Ende auf dem 22. Platz.

„Mit der Quali bin ich zufrieden. Ich habe alles durchgeturnt bis auf den Sprung, der hat im Wettkampf leider noch nicht so funktioniert“, sagt Remuta. Am Sprung, neben dem Boden Remutas Lieblingsgerät, hatte er sich in der Qualifikation an den zweieinhalb Schrauben vorwärts statt rückwärts versucht, was die Schwierigkeit um vier Zehntel erhöht. „Ich bin froh, dass ich das im Wettkampf mal versucht habe“, sagt Remuta. Er will weiter an dieser Übung arbeiten, um sie in Zukunft im Wettkampf zeigen zu können.

Im Mehrkampf-Finale lief es am Boden und am Sprung sehr gut. „Aber sonst war der eine oder andere Fehler drin“, meint Remuta. Auch am Pauschenpferd. „Das war eine Kombination aus mehreren Dingen. Mein Wettkampf lief bis dahin noch nicht so hervorragend, ich hatte den Zugzwang, es allen zu zeigen, und ich war der letzte Turner, alle haben zugeguckt. Ich hatte leichte Unsicherheiten in der Übung und musste absteigen“, sagt der Holzkirchner. Weil er aber sowohl in den Qualifikationen für die Europameisterschaften als auch in der Quali in Basel gute Pauschenpferd-Übungen turnte, ist Remuta weiter zuversichtlich: „Mir bleibt nur, noch mehr Pferd zu trainieren und mich immer wieder solchen Situationen zu stellen.“

Die Europameisterschaften in Basel fanden zwar ohne Zuschauer statt. Aber die Veranstalter blendeten auf einer großen Leinwand die Fans ein, die die Wettkämpfe via Livestream verfolgten. Dazu war eine Tribüne für Athleten und Offizielle aufgebaut. „Natürlich wäre es mit Zuschauern schöner gewesen. Aber das haben sie gut umgesetzt“, sagt Remuta.

Für den Holzkirchner waren die Europameisterschaften der nächste Schritt in Richtung Olympische Spiele in Tokio. Bis zu dem Großereignis in Japan, das am 23. Juli beginnen soll, warten noch zwei Qualifikationswettkämpfe auf Remuta. Die Deutschen Meisterschaften in Leipzig wurden abgesagt, stattdessen werden sie im Rahmen der Multisportveranstaltung „Die Finals“ in Dortmund am 3. Juni ausgetragen. In diesem Mehrkampf und in einer weiteren Qualifikation in München werden die deutschen Olympia-Starter ermittelt. „Wenn ich gut turne, sind die Chancen da“, sagt Felix Remuta.

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