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Neue Teile in seine Übungen will Felix Remuta in Südkorea einbauen und sie schwieriger gestalten.  

„Das ist eine Bestätigung für meine Leistungen“

Remutas Olympia-Traum rückt näher

  • vonChristoph Fetzer
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Turner Felix Remuta fliegt nächste Woche nach Südkorea. Zwar nicht zu den Olympischen Spielen, doch sein Traum von Olympia rückt dadurch in greifbare Nähe.

Holzkirchen – Felix Remuta fliegt zu den Olympischen Spielen – mit dieser Überschrift könnte sich der 20-jährige Turner aus Holzkirchen sicher anfreunden. Remuta steigt zum Start der Wettkämpfe in Pyeongchang auch tatsächlich in einen Flieger nach Südkorea. Bis er um Medaillen kämpfen darf, muss sich Remuta aber noch ein bisschen gedulden – schließlich sind in diesem Jahr die Wintersportler an der Reihe.

Aber der Flug ins südkoreanische Jincheon ist für den Holzkirchner der nächste Schritt in Richtung Olympische Sommerspiele. Denn vor Ort bereitet er sich in einem Trainingslager mit dem Top-Future-Team des Deutschen Turner-Bunds (DTB) auf die Weltmeisterschaft 2019 in Stuttgart sowie die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vor. „Es freut mich sehr, dass ich dabei bin. Das ist eine Bestätigung für meine Leistungen“, sagt Remuta. Als Mitglied des Top-Future-Teams gehört der 20-Jährige nun auch offiziell zum engeren Kandidatenkreis für Tokio 2020.

Nach der Rückkehr aus Südkorea wird Remuta nach Stuttgart ziehen, um am Bundesstützpunkt unter Waleri Belenki zu trainieren – unter anderem mit Marcel Nguyen, dem zweifachen Silbermedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele 2012. „Mit dem Umzug nach Stuttgart bin ich zum ersten Mal ganz von zu Hause weg. Das ist neu und wird auf jeden Fall eine Umstellung“, sagt Remuta. „Aber ich kenne dort viele Leute. Ich freue mich einfach drauf.“

Vorher will Remuta, der für die Zeit in Stuttgart von der bayerischen Landespolizei freigestellt wird, beim Trainingslager in Südkorea die Grundlagen für sein großes Ziel Olympia legen. „Ich habe in letzter Zeit etwas leichtere Übungen geturnt, um sicher durchzukommen und weniger Abzüge zu bekommen“, sagt der Holzkirchner. „In Südkorea will ich neue Teile in meine Übungen einbauen und sie wieder schwieriger gestalten.“ Er hat sich den Cassina vorgenommen, einen Doppelsalto mit Schraube gestreckt über die Reckstange. Der 20-Jährige passt seine Übungen in Hinblick auf die Weltmeisterschaften im nächsten Jahr in Stuttgart an, dem Qualifizierungswettkampf für die Olympischen Spiele. „Deswegen ist die WM auch erst einmal mein konkretes Ziel. Von den Wettkämpfen hängt ab, ob und wie wir bei Olympia vertreten sind. Hoffentlich holen wir uns den Platz“, sagt Remuta, der sich auf drei spannende Jahre freuen kann.

Bevor es ins Trainingslager nach Südkorea geht, steht für den Holzkirchner noch ein anderer Termin an: An seiner alten Schule, dem Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching, beantwortet er gemeinsam mit Marcel Nguyen und Lukas Dauser Fragen zum Thema „Leistungssport – ein Balanceakt in der Arena und im Leben“. „Das ist für mich etwas Besonderes, weil es an meiner alten Schule stattfindet und meine beiden Nationalmannschaftskollegen vom TSV Unterhaching dabei sind“, sagt Remuta, der den Balanceakt Leistungssport selbst momentan ganz ausgezeichnet meistert.

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