Will „coole Rennen machen“: Lucas Bögl geht entspannt in den Engadiner Skimarathon.
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Will „coole Rennen machen“: Lucas Bögl geht entspannt in den Engadiner Skimarathon.

Langlauf Weltcup

Kurz nach Heim-WM in Oberstdorf: Lucas Bögl startet bei Skimarathon im Engadin

  • vonMichael Eham
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Das Finale in der Weltcupsaison der Langläufer hat es noch einmal in sich. Der Holzkirchner Lucas Bögl startet am Wochenende im Skimarathon Engadin.

Holzkirchen/St. Moritz - Lucas Bögl hat sich gerade erst leidlich vom 50-Kilometer-Marathon zum Abschluss der Heim-WM in Oberstdorf erholt, da steht schon das nächste Rennen über die maximale Distanz auf dem Programm. Im schweizerischen Hochtal Engadin geht der Holzkirchner am Samstag (11. 40 Uhr) in den Massenstart über 15 Kilometer im klassischen Stil. Nur 23 Stunden später nimmt er den Rückstand aus dem Massenstart dann in das Verfolgungsrennen über 50 Kilometer mit.

Daher erwartet Bögl einen anderen Rennverlauf als noch vergangene Woche im Allgäu, als er 33. wurde und mit Muskelkrämpfen zu kämpfen hatte. „Vom Charakter her wird das ein ganz anderes Rennen“, ist Bögl überzeugt. Denn auch die Strecke des Engadiner Skimarathons, auf der als Ersatz für den Weltcup in Oslo erstmals ein Langlauf-Weltcup ausgetragen wird, bietet Grund zur Vorfreude. Denn der Marathon findet nicht an einem bestimmten Ort statt, sondern erstreckt sich entlang der Engadiner Seenplatte. So führt die Loipe vorbei am Silsersee, Silvaplanersee und St. Moritzersee. „Ich freue mich drauf“, sagt Bögl. „Ich will coole Rennen machen und sie einigermaßen genießen.“

Einen Blick auf den Gesamtweltcup wirft der 30-Jährige dabei nicht. Darauf liege sein Fokus an den Rennwochenenden nicht. Momentan ist der Holzkirchner 24. in der Gesamtwertung und damit bester Deutscher. Er habe sich nach der WM eigentlich gar nichts vorgenommen. „Ich will mich mit guten Leistungen anbieten und zeigen, was ich kann“, so Bögl weiter. Ob er sich von den 50 Kilometern bei der WM erholt haben wird, lässt sich wohl erst im Rennen am Samstag beobachten. „Nach der Tour de Ski habe ich mich auch gut gefühlt“, sagt er mit Blick auf die verpatzten Weltcups nach der erfolgreichen Tour. Nach dem letzten langen Rennen am Sonntag hat Bögl aber Zeit zur Ruhe. Dann ist die Weltcupsaison vorbei.  

emi

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