Massiver Stromausfall in Teilen Südamerikas: Millionen Menschen ohne Elektrizität

Massiver Stromausfall in Teilen Südamerikas: Millionen Menschen ohne Elektrizität
+
Aufgeben ist keine Option: Trotz eines kräftezehrenden Tages kämpfte sich der Holzkirchner Skilangläufer Lucas Bögl (r.) zum Abschluss der Olympischen Winterspiele bis ins Ziel.  

Olympische Winterspiele 2018

Bögl: „Kein Bamperl-Rennen“

  • schließen

Skilangläufer Lucas Bögl schleppt sich im abschließenden 50-Kilometer-Rennen ins Ziel. In vier Jahren will der Holzkirchner wieder zu den Olympischen Spielen.

Pyeongchang – Das Beste kommt zum Schluss. Normalerweise. Für Skilangläufer Lucas Bögl aus Holzkirchen lief es bei Olympia in Pyeongchang genau andersherum. „Dreimal gut, einmal sch...“, sagt Bögl. Gut, das waren die Plätze 16 und 15 in Skiathlon und Einzel, sowie Platz sechs mit der Staffel. Bescheiden lief dagegen der abschließende Massenstart über 50 Kilometer am Samstag. Mit mehr als 15 Minuten Rückstand auf den finnischen Goldmedaillengewinner Ivo Niskanen kam Bögl als 46. ins Ziel.

Dass der Körper an diesem Tag nicht mitspielt, wurde dem 27-Jährigen bereits während der ersten von sechs Runden bewusst. Zunächst war Bögl noch in der Lage, den Anschluss an die Spitze zu halten. „Als vorne Druck gemacht wurde, habe ich gemerkt, dass bei mir nichts geht“, erzählt Bögl. Er fiel zurück. Woran es gelegen hat, sei schwer zu sagen. „Der Hauptgrund ist aber sicher, dass ich die letzten drei Nächte kaum geschlafen habe. Ich war einfach müde und leer.“

Und das mit Sicherheit nicht als einziger im 69 Mann starken Feld. Immerhin sechs Athleten, darunter auch Bögls Teamkollege Jonas Dobler, stiegen im Laufe des Rennens aus. Für den Holzkirchner keine Option. „Das ist Olympia, nicht irgendein Bamperl-Rennen“, sagt Bögl. Es gebe nur wenige, die bei einem solchen Großereignis in der Königsdisziplin starten dürfen. „Es gehört sich, dass man ins Ziel läuft. Das ist eine Sache der Ehre.“ Der bislang schwerste 50er seiner Karriere – ausgerechnet bei Olympia. „Mit dem habe ich jetzt eine Rechnung offen“, sagt Bögl. Begleichen will er die in zwei Wochen in Oslo.

Mit dem 50-Kilometer-Rennen gehen für den Holzkirchner nun seine ersten Olympischen Spiele zu Ende. Und die hatten es in sich. Die Langläufer absolvieren nämlich sowohl die ersten als auch die letzten Bewerbe. „Es ist extrem schwer, die Spannung so lange hoch zu halten“, sagt Bögl. Zwar sei das Leben im olympischen Dorf „ganz cool“, Zeit das Flair großartig zu genießen, bleibt aber vor allem den Langläufern kaum. Zwei Wochen lang heißt es jeden Tag entweder Training oder Rennen. Gelegenheit, den ein oder anderen Bewerb vor Ort mitzuverfolgen, hatte Bögl folglich nicht. „Das einzige was ich mir anschauen konnte, war der Teamsprint im Langlauf (Bögl war nicht gestartet, Anm. d. Red.). Und das war schon kritisch.“

Trotzdem, Bögls erste Spiele sollen nicht die letzten gewesen sein. „Ich fahre gern noch mal zu Olympia“, sagt der 27-Jährige. „Dann aber mit noch besserer Form.“ Von wegen dabei sein ist alles. In Peking 2022 – sollte er die Qualifikationsnorm meistern – will Bögl vorne mitfahren. „Und vielleicht um Medaillen kämpfen.“ Mithalten kann der Holzkirchner schon jetzt – das hat Pyeongchang gezeigt. Und in vier Jahren kann viel passieren.

Auch interessant

Kommentare