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Bögl über Langlauf auf der Biathlon-Strecke: „Das war ein Gemetzel“

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Besser als beim letzten Großereignis, der Heim-WM in Oberstdorf, soll es für Lucas Bögl bei den Olympischen Winterspielen in Peking laufen.
Nicht wirklich zufrieden ist Lucas Bögl mit den Ergebnissen in Lillehammer. (Archivbild) © Daniel Karmann

Lucas Bögl hadert ein wenig mit den Platzierungen beim Weltcup in Lillehammer und sieht auch in der Strecke einen der Gründe. Sich selbst nimmt er aber auch nicht aus.

Holzkirchen – Peter Schlickenrieder hat seiner Mannschaft als Langlauf-Bundestrainer einen zweiten Advent zum Genießen verschrieben. „Bei einer Tasse Kaffee und ein paar Plätzchen“, wie er nach dem Weltcup im norwegischen Lillehammer sagt. Denn seine Schützlinge zeigten sehr zufriedenstellende Ergebnisse. Katharina Hennig zum Beispiel holte einen zweiten Platz. „Wir sind ein bisschen vor dem Plan, also können wir uns auch ein bisschen zurücklehnen“, sagte der DSV-Coach aus Neuhaus.

Eine Top-Platzierung blieb dem Holzkirchner Lucas Bögl zwar verwehrt, er landete im Zehn-Kilometer-Rennen über die freie Technik auf Rang 22 und über 20 Kilometer klassisch auf dem 34. Platz. Und dennoch zeigt sich der 32-Jährige einigermaßen glücklich mit seinen Rennen. „Mit Freitag bin ich sehr zufrieden“, erzählt Bögl, der für den SC Gaißach startet. Denn auf der Biathlon-Strecke von Lillehammer lieferte sich die Langlauf-Elite einen engen Kampf, bei dem es nur um Sekunden ging. So fehlten über zehn Kilometer nicht einmal vier Sekunden von Platz 22 auf Platz 16, den Teamkollege Friedrich Moch belegte.

Allerdings hadert Bögl auch etwas mit dem Ausweichmanöver auf die Biathlon-Strecke. Denn auf der tendenziell etwas leichteren Loipe mit einem Berg boten sich wenig Gelegenheiten für die Athleten, das Feld auch mal auseinanderzureißen. Vor allem das Rennen in der klassischen Technik war daher davon geprägt, sich in die richtigen Positionen zu bringen, ohne dass große Abstände zwischen den einzelnen Gruppen bildeten. „Das war kein Rennen, das war mehr ein Gemetzel“, findet der Holzkirchner. „Die Runde ist nicht selektiv genug für große Abstände und das hat man auch gesehen.“

Das schlug sich auch in der Ergebnisliste nieder. Denn Bögl hatte als 34. nur 14,7 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Norweger Paal Golberg. Insgesamt zeigten die Skandinavier wieder eine dominante Vorstellung. Unter den schnellsten zehn Läufern befanden sich acht Norweger, die sogar einen Vierfacherfolg zu bejubeln hatten. Trotzdem ist Bögl nicht nur mit der Streckenwahl unzufrieden, sondern findet die Verantwortung für seine Platzierung auch bei sich selbst. „Ich wäre natürlich gerne weiter vorne gewesen, aber auch körperlich hat es ein bisschen gefehlt.“

Wadlbeißer: Alle Folgen des Lokalsport-Podcasts in der Übersicht.

Damit ist Bögl nach den ersten beiden Weltcups in der Gesamtwertung auf Platz 25 und blickt nun schon langsam wieder auf die Vorbereitung der Tour de Ski. emi

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