Wintertraining: Bei den Einheiten im Oberland trugen die Fahrer der Pushbikers, hier Helmut Trettwer, bereits das neue Outfit.
+
Wintertraining: Bei den Einheiten im Oberland trugen die Fahrer der Pushbikers, hier Helmut Trettwer, bereits das neue Outfit.

Maloja Pushbikers starten in neue Saison

Fünf-Jahres-Plan für die Pro-Team-Lizenz

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
    schließen

Das Holzkirchner Radteam Maloja Pushbikers will mittelfristig zu den besten Deutschlands gehören. Um eine Pro-Team-Lizenz für die Straßenmannschaft zu erhalten, wurde ein Fünf-Jahres-Plan erstellt.

Holzkirchen – Schon als aktiver Radfahrer strebte Christian Grasmann nach nationalen und internationalen Erfolgen, jetzt hat der 39-jährige Teammanager auch für sein Straßenteam der Maloja Pushbikers mit Sitz in Holzkirchen einen Platz in der erweiterten Weltspitze im Visier: Nachdem die Pushbikers im vergangenen Jahr schon fünftbestes deutsches Team waren, soll es in der neuen Saison weiter nach oben gehen.

Das kurzfristige Ziel: ein Top-Drei-Platz in Deutschland neben den beiden Top-Teams Bora-hansgrohe und Team DSM sowie ein Platz unter den besten 30 in Europa. Das mittelfristige Ziel: die Pro-Team-Lizenz.

Um dieses zu erreichen, hat Rupert Hödlmoser, Sportlicher Leiter Road bei den Pushbikers, einen strategischen Fünf-Jahres-Plan erarbeitet. Eine Voraussetzung für die zweithöchste Lizenz im Profi-Radsport ist etwa die Anzahl der Fahrer. Diese muss bei europäischen Teams mindestens 20 betragen. Davon ist das Holzkirchner Team mit zwölf Fahrern in der Saison 2021 noch ein gutes Stück entfernt. Aus dem Vorjahr wurden Yannik Achterberg, Corey Davis, Mika Heming, Tobias Hornstein, Franz Schlachter, Helmut Trettwer sowie Tim Wollenberg erneut verpflichtet. Neu dabei sind Michal Galka, Jacques Sauvagnargues, der künftige Team-Kapitän Daniel Bichlmann sowie die Nachwuchsfahrer Paul Taebling und Laurin von Stetten.

Pushbikers wollen weiter auf Nachwuchs setzen

Laurin von Stetten

Von Stetten ist ein gutes Beispiel, wie Grasmann und die Pushbikers ihr Team weiter aufbauen wollen: junge, talentierte Fahrer aus dem süddeutschen Raum zu leistungsfähigen Profis formen. Von Stetten stammt sogar aus dem eigenen Nachwuchs-Team des RSV Irschenberg, war zwischenzeitlich beim Team Auto-Eder Bayern und hat sich dort vor seiner Rückkehr zu den Maloja Pushbikers als Bergfahrer weiterentwickelt.

Eine weitere Voraussetzung für die Profi-Lizenz, mit der nach Einladung durch den Weltverband sogar eine Teilnahme bei der Tour de France möglich wäre, sind freilich sportliche Erfolge. „Neben dem Kader ist natürlich auch der Rennkalender entscheidend, wenn wir das langfristige Ziel der Pro-Team-Lizenz erreichen wollen”, betont Hödlmoser. Für die Saison 2021 gibt der Sportliche Leiter drei Podestplatzierungen bei UCI-Rennen sowie ein Wertungstrikot als Ziele aus. Außerdem hoffen die Pushbikers auf eine Startberechtigung für die Deutschland-Rundfahrt.

Mountainbiker starten erneut im Weltcup

Während das Straßenteam noch einen längeren Weg in die Weltspitze vor sich hat, startet das Mountainbike-Team, das seit 2020 unter Pushbikers-Flagge fährt, schon seit dem vergangenen Jahr im Weltcup und hat auch für die neue Saison den Status eines UCI Elite-Teams erhalten. Nach dem schwierigen Corona-Jahr 2020 peilen die Mountainbike-Teamchefs Matthias Beck und Fabian Haug mit ihren sechs Fahrerinnen und Fahrern heuer wieder Weltcup-Podestplätze sowie einen Platz unter den besten zehn Teams an.

Die Teams

Straße: Yannik Achterberg, Daniel Bichlmann, Corey Davis, Michael Galka, Mika Heming, Tobias Hornstein, Jacques Sauvagnargues, Franz Schlachter, Paul Taebling, Helmut Trettwer, Laurin von Stetten, Tim Wollenberg.

Mountainbike: Barbara Benko, Fabian Giger, Shlomy Haimy, Lia Schrievers, Karla Stepanova, Jan Vastl.

Um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein, wollen die Pushbikers – ähnlich dem Straßenteam – auch beim Mountainbiken stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen. So ist der Aufbau eines Bundesliga-Nachwuchsteams bis Ende 2021 geplant. „Wir wollen mit Leidenschaft und Liebe einen modernen Leistungssport betreiben, Radfahren dabei möglichst vielen Menschen zugänglich machen und sie dafür begeistern. Das treibt uns an“, betont Grasmann.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare