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Stolzer Fanklub: In München hat Mica Beckmanns mit ihrer Stute Fräulein Bö vor Kurzem das Goldene Reitabzeichen erhalten. Gefreut haben sich darüber auch ihr Mann Marcus sowie die beiden Kinder Lotta und Lasse. 

„Normalerweise sind wir ganz gut unterwegs“

Als eine der besten Amateur-Reiterinnen am Start

  • Tamara Scheid
    vonTamara Scheid
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Was für ein Erfolg: Mica Beckmanns  startet ab Freitag bei den Deutschen Amateur-Meisterschaften im Reiten. Die Holzkirchner Rechtsanwältin ist eine von nur vier bayerischen Teilnehmern.

Holzkirchen – Eigentlich ist Mica Beckmanns Rechtsanwältin. In ihrer Freizeit ist sie aber auch Sportlerin. Die 45-jährige Holzkirchnerin reitet mit ihrer Oldenburger Stute Fräulein Bö in der schweren Klasse der Dressur. Und das ziemlich erfolgreich. Erst vor wenigen Monaten hat sie ihr Goldenes Reitabzeichen erhalten – zehn Siege in der schweren Klasse braucht ein Reiter dafür. Am Wochenende geht sie nun als eine von vier bayerischen Teilnehmern bei den Deutschen Amateur-Meisterschaften an den Start.

Qualifiziert dafür hat sich die Holzkirchnerin über zwei Turniere in Bayern. Ab Freitag geht es dann auf der Reitsportanlage Dagobertshausen im mittelhessischen Marburg gegen die besten Amateurreiter aus ganz Deutschland. Starten dürfen nur Reiter, die ihr Geld nicht mit dem Reiten an sich oder mit Pferden verdienen.

So wie Beckmanns. „Ich mache das nur als Hobby“, sagt die 45-Jährige. Auch wenn sie täglich mit ihrer Stute „Böchen“, wie sie diese liebvoll nennt, trainiert. Den Feinschliff gibt’s von Reitlehrer Uwe Schwanz auf dem Waldhauser Hof in Sauerlach. Seit 2014 ist die heute zwölfjährige schwarzbraune Stute im Besitz der Holzkirchnerin – und machte ihr das Leben anfangs schwer, war widerspenstig, wie die 45-Jährige erzählt.

Doch Beckmanns gab nicht auf und so platzte 2016 endlich der Knoten: Die beiden gewannen ihre erste goldene Schleife in einer S-Dressur. Neun weitere Siege in der schweren Klasse folgten in der Turniersaison 2017. „Wenn Bö im Viereck ist, kann ich mich hundertprozentig auf sie verlassen“, sagt die Holzkirchnerin. Mittlerweile könne sie über die Eigenarten der Stute im Umgang und Training lächeln.

Und so hat sie es der Stute nun auch zu verdanken, dass sie nicht nur im Mai das Goldene Reitabzeichen im Rahmen des großen internationalen Turniers „Pferd International“ in München verliehen bekommen hatte, sondern sich nun auch mit den besten Amateurreitern Deutschlands messen darf.

Los geht es am Freitag in Marburg mit der Qualifikationsprüfung, einem Prix St. Georg. Die besten zwölf Paare dürfen dann am Sonntag im Finale ihre Kür präsentieren. Für die restlichen Teilnehmer steht am Samstag das kleine Finale, ein St. Georg Special, auf dem Programm, aus dem sich wiederum die besten drei Paare für Sonntag qualifizieren.

Was die Erwartungen für die Deutschen Amateuer-Meisterschaften betrifft, gibt sich die Holzkirchnerin zurückhaltend. „Normalerweise sind wir ganz gut unterwegs“, sagt sie. „Aber man weiß ja nicht, was so passiert.“ Trotzdem: „Das Finale zu erreichen, wäre das Mindeste. Bö und ich geben unser Bestes.“

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