Bester Starter der Équipe Vélo war Moritz Rossner, der als Siebter ins Ziel kam.
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Bester Starter der Équipe Vélo war Moritz Rossner, der als Siebter ins Ziel kam.

Starter der Équipe Vélo Oberland überzeugen bei Deutscher Meisterschaft

Rossner fährt von Startplatz 58 auf sieben

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Bei der Deutschen Meisterschaft im Cross-Country ist Moritz Rossner (Équipe Vélo) ein Husarenstück gelungen: Von Platz 58 fuhr er auf Rang sieben nach vorne.

Holzkirchen – Wer erfolgreich sein will, muss bekanntlich auch leiden. Dieses Sprichwort traf nun auch auf drei Mountainerbiker der Équipe Vélo Oberland aus Holzkirchen zu, die bei der Deutschen Meisterschaft im Cross-Country in Obergessertshausen bei Günzburg trotz widrigster Umstände mit guten Platzierungen überzeugten.

Gefahren wurde auf einem technisch und konditionell anspruchsvollen, 4,2 Kilometer langen Rundkurs, den die U19-Junioren der Équipe, Moritz Rossner, Michael Stocker und Leon Potstada, vier Mal umrunden mussten. Dass es in der Nacht vor den Titelkämpfen ordentlich geregnet hatte, machte das Rennen noch spezieller. So war die Strecke in einigen Bergauf- und Bergababschnitten derart aufgewühlt, dass sie zu Lauf- und Tragepassagen mutierte, wie die Équipe in einer Mitteilung erklärt. Ein Beleg für die widrigen Umstände war auch, dass nur 44 der 61 Starter der Juniorenklasse überhaupt ins Ziel kamen.

Rossner, der Jüngste des grün-weißen Trios, absolvierte den Parcours aus Équipe-Sicht am besten. Dabei hatte er einen weiten Weg vor sich, denn er ging nur aus der letzten Startreihe, von Platz 58 ins Rennen. Laut Reglement des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) sind die vorderen Startplätze Fahrern vorbehalten, die bereits Punkte in der Wertung des Weltverbandes Union Cycliste Internationale (UCI) gesammelt haben. Die restlichen Fahrer werden per Losverfahren aufgestellt – und Rossner hatte hierbei wenig Glück.

„Ich muss sofort auf Angriff fahren und alles geben, was ich habe“, beschrieb er sein Motto vor dem Start. Und das sollte er halten. Beim Start gab Rossner direkt Vollgas. Als er das erste Mal an der „Feed/Tec-Zone“ vorbeikam, hatte er sich schon auf Platz zwölf vorgearbeitet. In der zweiten Runde folgte ein Rückschlag: In einer Steilpassage rutschte Rossner von der Strecke und verlor einige Plätze, die er aber sofort zurückerobern konnte.

Eine Deutsche Meisterschaft im Sommer wäre Michael Stocker lieber gewesen. Mit Platz 14 erreichte er dennoch ein respektables Ergebnis. 

In der Folge bewies der Équipe-Fahrer auch taktisches Geschick. Während seine Kontrahenten bei Anstiegen an im Schlamm durchdrehenden Rädern scheiterten, sprang er aus dem Sattel und lief einfach an ihnen vorbei. Nachdem Rossner auch im Schlusssprint noch einen Kontrahenten überholen konnte, kam er bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft der U19 als Siebter ins Ziel – und das bei einem Start vom Ende des Feldes.

Nicht ganz so gut lief es dagegen für seinen Teamkollegen Michael Stocker: Krankheitsbedingt verlief die Vorbereitung suboptimal, die Form war nicht die beste. „Der ursprüngliche Termin im Sommer wäre mir definitiv lieber gewesen, denn es fehlte mir noch an der auf der matschigen Strecke besonders wichtigen Kraft“, erklärte Stocker. Mit Rang 14 konnte er dennoch ein ordentliches Ergebnis vorweisen. Leon Potstada, der dritte Équipe-Fahrer, kam als 32. ins Ziel.

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