Nach 2:0-Sieg gegen FE Freising: TuS Holzkirchen steigt in Bayernliga auf
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Sebastian Pummer (l.) erzielt beide Tore und wird von Routinier Michael Kinshofer abgelöst.
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Gespannt war die Stimmung auf der Tribüne: Die rund 450 Zuschauer zittern, bis Sebastian Pummer in der 66. Minute das erlösende 1:0 erzielt.
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Eine zähe Angelegenheit war die Landesliga-Partie für den TuS Holzkirchen (in Grün-Weiß) gegen den SE Freising.
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Alles richtig gemacht: Abteilungsleiter Adrian Saft (l.) hat die Meister-Mannschaft um Marco Höferth zusammengestellt.
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Sektdusche: Ljeotrim Sekiraqa bespritzt seine Teamkollegen.
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Hoch soll er leben: Trainer Gediminas Sugzda wird von seinen Spielern gefeiert.
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Sektdusche: Ljeotrim Sekiraqa bespritzt seine Teamkollegen.
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Einpeitscher: Kapitän Benedikt Zeisel (r.) bringt sein Team in die richtige Party-Stimmung.

Nach 2:0-Sieg gegen SE Freising

TuS Holzkirchen steigt in Bayernliga auf: Alle Bilder und Stimmen

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Weg frei in die Bayernliga: Rund 450 Zuschauer sahen den 2:0-Heimsieg des TuS Holzkirchen gegen SE Freising. Matchwinner war Winter-Neuzugang Sebastian Pummer. Er erzielte beide Tore. 

Holzkirchen – Einstelliger Tabellenplatz? Okay. Top-5-Platzierung? Wenn es gut läuft, ja. Aber der direkte Aufstieg in die Bayernliga? Niemals! So oder so ähnlich haben wohl viele Fußball-Interessierte die Chancen des TuS Holzkirchen in dieser Landesliga-Saison eingeschätzt. Doch seit dem 2:0-Triumph am Samstag in Heimspiel gegen die SE Freising steht fest: Der Mannschaft von Trainer Gediminas Sugzda ist mit der Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg eine Sensation gelungen. Weder hat es dies in der Holzkirchner Vereinsgeschichte je gegeben, noch brachte ein anderer Verein aus dem Landkreis dieses Kunststück zustande.

Die Glücksgefühle kannten nach Abpfiff keine Grenzen mehr: Jedem Einzelnen war die Freude über einen historischen Erfolg ins Gesicht geschrieben. Und sogar Trainer Sugzda ging diesmal das volle Programm mit: sein Team ließ ihn hochleben und diverse Sekt- und Bierduschen zuteil werden. „Überragend“, mehr fiel dem Matchwinner Sebastian Pummer im ersten Moment nicht ein. „Es ist ein Traum für mich, hierher gekommen zu sein. Das ist so eine geile Truppe, die mich super aufgenommen hat. Die haben sich das hier echt verdient.“

Doch der Weg dahin gestaltete sich an diesem sonnig-schwülem Nachmittag an der Haidstraße alles andere als einfach. Mit den Freisingern war eine Elf zu Gast, die dem TuS nicht besonders liegt, wie die 1:4-Pleite aus dem Hinspiel zeigt. „Es ist echt schwierig als Tabellenführer. Du hast irgendwie einen Klotz am Bein“, beschreibt Sugzda die Gefühlslage in den vergangenen Wochen. „Bei manchen Spielern macht sich dann ein Gefühl von bloß nicht versagen breit.“ Dass Stürmer Stefan Lechner nach nur drei Minuten alleine im linken Strafraum vor dem Torwart auftauchte und knapp am rechten Pfosten vorbeischoss, bezeichnen die Einen wohl als symptomatisch. Die Andere sehen darin einfach nur eine verpasste Chance.

Was sich aber dann entwickelte, war eine richtig zähe Angelegenheit. Das Quälende daran: Jeder unter den rund 450 Zuschauern und jeder Spieler wusste, dass ein 0:0 reichen würde. Doch genau so klar war auch, wie schnell es gehen kann, sich ein blödes Tor einzufangen und die Meisterfeier im Optimalfall nur um eine Woche verschieben zu müssen.

Doch es gab ja diesen Sebastian Pummer – und der wollte Keinem mehr eine längere Leidenszeit zumuten: Nach einem perfektem Freistoß aus der linken Eckenposition von Benedict Gulielmo ließ der zweifache Torschütze den scharf getretenen Ball über seine Stirn ins Tor streichen – der Bann war gebrochen. Der 32-Jährige rannte sofort zu Kollege Marco Höferth, der neben der Trainerbank stand. Beide kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim BCF Wolfratshausen. Und so biter es klingen mag: Erst die Verletzung Höferths machte die vielen Einsätze für Pummer möglich. In der 75. Minute sorgte dann beinahe eine Kopie des ersten Treffers für die Entscheidung.

Alle Spieler, Betreuer und Funktionäre feierten gelöst, nach Abpfiff wurden die e Meister-T-Shirts und das wohlverdientes Bier geliefert. Ob die schönste Party der Vereinsgeschichte des TuS Holzkirchen überhaupt schon beendet ist, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt.

Stimmen zum Aufstieg: „Wir sind das charakterstärkste Team der Liga“

„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Truppe. Das ist so ein tolles Team, unglaublich. Das spiegelt Holzkirchen wieder. Die Mannschaft ist ein toller Repräsentant der Marktgemeinde.“ Bürgermeister Olaf von löwis

„Brutal, was wir über das Jahr geleistet haben. Jetzt wurden wir belohnt und können auf unser Ergebnis unglaublich stolz sein. Ich bin stolz auf die Männer und stolz, Kapitän dieser Mannschaft sein zu dürfen. Es hat von Anfang an gepasst, jeder hat mitgezogen und es gab keine Einzelgänger.“ Kapitän Benedikt Zeisel

„Ich habe schon in der Vorbereitung gemerkt, dass das eine tolle Truppe ist, die funktionieren kann. Ohne unseren sehr, sehr, sehr guten Trainer wäre das aber nicht möglich gewesen. Es war von Gedi ein schönes Abschiedsgeschenk, dass ich heute noch mal spielen durfte.“ Verteidiger Michael Kinshofer, der fortan nur noch in der AH aufläuft

„Es war ein zähes Spiel, aber wir wollten uns nicht unter Druck setzen lassen. Schöner geht’s nicht. Nur mehr Bier hätten wir bereitstellen müssen (lacht).“ Mittelfeldspieler Wolfgang Sappl

„Das ist Wahnsinn, auf so was haben wir das ganze Jahr hingearbeitet. Wir haben das ganze Jahr über konstant gespielt, und hatten keine wirkliche Niederlagen-Serie. Wir sind immer ruhig geblieben, und so ist der Aufstieg die logische Konsequenz.“ Stürmer Julian Allgeier

„Dieses Szenario kann man nicht toppen, das Wetter hat auch noch gepasst – unfassbar. Keiner hat es uns zugetraut, aber wir haben so ein überragendes Teambuilding aufgebaut und sind jetzt überglücklich.“ Mittelfeldmann Benedict Gulielmo

„ Ich kann’s noch gar nicht glauben. Das wird noch ein paar Tage dauern, bis ich das realisiert habe. Wir haben einen wahnsinnigen Teamgeist, keiner hat sich in den Vordergrund gespielt. Wir sind das charakterstärkste Team der Liga.“ Stürmer Sebastian Hahn

„Aufsteigen kann ich (lacht). Das war jetzt der dritte Aufstieg in fünf Jahren. Wir wollten heute um jeden Preis gewinnen und haben das getan. Ich habe mir immer mehr zugetraut auf dem Platz und hatte dann auch die nötige Ruhe. Schöner geht es nicht, und jetzt wird gefeiert.“ Stürmer Josef Sonheim

„Es gibt wohl kaum einen schöneren Zeitpunkt. Unfassbar, was wir erreicht haben, wir sind überglücklich. Das ist in meiner bisherigen Karriere das geilste Team, in dem ich je spielen durfte. Ich freue mich über jedes einzelne Training.“ Verteidiger Lars Doppler

„Für mich ist es der zweite Aufstieg in die Bayernliga und ein schöner Abschluss nach vier Jahren im Verein. Ich will jetzt etwas kürzertreten.“ Verteidiger Ljeotrim Sekiraqa, der zum SC Baldham-Vaterstetten wechselt

„Absolut geiler Sieg und das auch noch zuhause. Jetzt kann hart gefeiert werden. Ich wünsche den Jungs auch im nächsten Jahr alles Gute und viel Erfolg.“ Ex-TuS-Stürmer Maximilian Dengler

„Dass die Mannschaft auch noch gewinnt und nicht auf den Punkt spielt ist natürlich das Sahnehäubchen. Ich bin schon lange dabei, aber das ist die beste Mannschaft, die Holzkirchen je hatte.“ Fan Franz Zeisel

„Man muss schon sagen, dass diese Truppe einmalig ist. Die haben sich den Aufstieg erarbeitet und verdient.“ Fan Ernst Kasmannshuber

„Für den Verein ist das überragend. Es war natürlich auch eine hervorragende Leistung des gesamten Trainerteams (lacht).“ Markus Müller, Coach der Zweiten Mannschaft

Lesen Sie zum Aufstieg in die Bayernliga auch:

Das sagt TuS-Abteilungsleiter Adrian Saft: „Wahnsinnig emotionaler Moment“

Alle Spieler des TuS Holzkirchen in der Einzelkritik

TuS-Spieler Marco Höferth im Interview

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