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Das Pushbikers-Trikot streifen sich Felicitas Geiger (l.) und Martin Gluth, die beiden deutschen Mountainbiker im Team, auch schon mal für das Training über.

Einzigartiges Konzept

Maloja Pushbikers treten nun auch im Mountainbike-Weltcup an

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Statt über asphaltierte Straßen fährt das neue Team der Maloja Pushbikers über Schotter, Stock und Stein, durch den Wald und über Berge: Das Profi-Radsportteam mit Sitz in Holzkirchen hat sich mit dem Superior XC-Team zusammengeschlossen und stellt nun ein Team im Mountainbike-Weltcup.

Fabian Girger

Für die Pushbikers und Teamchef Christian Grasmann ist das nach dem Erwerb der deutschen Kontinentallizenz für das Straßenteam im vergangenen Herbst (wir berichteten) der zweite große Schritt binnen weniger Monate. Unter dem Namen Maloja Pushbikers starten nun eine Straßenmannschaft, das Mountainbike Elite Team, eine Frauen-Équipe in der Bundesliga sowie einer der besten deutschen Nachwuchsvereine, die Maloja Pushbikers Future Stars des RSV Irschenberg. „Ein Konzept, das einzigartig ist in der Radsportwelt und sich sportlich, wirtschaftlich wie auch emotional für beide Seiten richtig anfühlt“, sagt Pushbikers-Gründer Grasmann.

Jan Vastl

Martin Beck, bisher Teamchef des Superior XC-Teams, freut sich auf ein neues Zuhause samt professioneller Infrastruktur. Maloja-Chef Klaus Haas ist ebenfalls voll des Lobes: „Diese etwas andere Form des Profisports passt sehr gut zu uns, und wir freuen uns, diese beiden Profi-Radsportteams, die wir seit Jahren begleiten, jetzt unter einem gemeinsam Dach zu haben.“

Im Mountainbike-Weltcup startet das Pushbikers-Team in der Saison 2020 mit sechs Fahrern, die schon im vergangenen Jahr gemeinsam auf den Rädern saßen: Das sind die Schweizerin Linda Indergand, Olympia-Achte von Rio 2016 und zweifache Sprintweltmeisterin, ihr Landsmann Fabian Girger, Vize-Europameister 2014, das deutsche Duo Martin Gluth und Felicitas Geiger, deutsche U23-Meisterin 2017, sowie die zweifache tschechische Cross-Country-Meisterin Karla Stepanova und ihr Landsmann Jan Vastl.

Richtig durchstarten kann das neue Mountainbike-Team aber wohl erst 2021. Dieses Jahr wird zu einer Übergangssaison im doppelten Sinne. Zum einen sportlich, da der Weltcup-Rennkalender in den Herbst verschoben wurde. Ab September sind Rennen in Les Gets (Frankreich), Lenzerheide (Schweiz) und Nove Mesto (Tschechien) geplant, dazu kommen noch die Welt- und Europameisterschaften.

Linda Indergand

Andererseits startet das Pushbikers-Sextett zwar im gleichen Trikot, aber Infrastruktur und Sponsorenpool müssen noch vereinheitlicht werden. Dieser Prozess soll spätestens Ende 2021 abgeschlossen sein. Sein Hauptquartier hat das Mountainbike-Team schon vor zwei Monaten in Immenstadt im Allgäu bezogen.

Nach einer langen Frühjahrsvorbereitung, zu der neben dem körperlichen auch mentales Training gehört, das unter nur normalen Umständen nur wenig Platz im vollen Rennkalender findet, sind die Mountainbiker heiß darauf, endlich um Weltcup-Podestplätze zu kämpfen. „Wir wollen Siege im Weltcup einfahren und im UCI-Team-Ranking einen festen Platz unter den Top-Ten-Teams haben“, betonen die beiden Teamleiter Matthias Beck und Fabian Haug.

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