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Leon Echtermann, Maloja Pushbikers
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Leon Echtermann

RADSPORT - Echtermann fährt 18:30 Stunden

Plötzlicher Schmerz stoppt Echtermanns Rekordfahrt

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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600 Kilometer in 24 Stunden war das Ziel von Radsportler Leon Echtermann von den Maloja Pushbikers. Nach 18:30 Stunden musste er aufgeben.

Holzkirchen – Nicht weniger als ein Weltrekord war das Ziel: 24 Stunden am Stück Radfahren und dabei 600 Kilometer zurücklegen, das hatte sich Leon Echtermann vom Holzkirchner Team Maloja Pushbikers als Ziel gesetzt (wir berichteten). Lange Zeit sah es gut aus, doch plötzlich traten Schmerzen auf, die den 23-Jährigen nach insgesamt 18:30 Stunden zum Aufgeben zwangen.

Zu seinem Rekordversuch aufgemacht hatte sich Echtermann am späten Samstagvormittag. Die 32 Kilometer lange Route führte ihn auf jeder Runde am Pushbikers Shop in der Rosenheimer Straße in Holzkirchen vorbei, wo zeitgleich das Sommerfest stattfand, das das Team extra um Echtermanns Fahrt herum gebaut hat. Der 23-Jährige startete super, „die ersten Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit liefen ohne Probleme“. Dabei hatte er sich, wie schon bei der 300x300-Challenge, eine Taktik zurecht gelegt: Anfangs, wenn es noch hell ist, schneller fahren, um so Kraft und Konzentration für die Nacht zu sparen.

Echtermann erhält Unterstützung auf der Strecke

Die ersten paar Runden fuhr er allein, dann hatte er immer wieder Besucher des Sommerfests oder Teamkollegen an seiner Seite, wie Hannes Glöckl vom Pushbikers Stützpunkt in Holzkirchen erklärt. Und natürlich durfte sich der 23-Jährige nicht zu sehr auslaugen. „Ich machte circa alle 100 Kilometer eine kleinere Pause, um mich mit fester Nahrung zu Verpflegen und meine Trikottaschen wieder mit Riegeln zu füllen“, berichtet Echtermann.

Auch in der Nacht lief es gut, sogar besser als erwartet, obwohl der Radsportler schon mehr als zwölf Stunden auf dem Sattel saß. „Ich hatte keine Anzeichen von größerer Ermüdung oder muskulären Problemen. Auch der Kopf war noch immer frisch.“ Auch dank häufigerer Pausen. Um 5 Uhr morgens, 18 Stunden nach dem Start, habe er sich keine Sorgen gemacht, dass der Rekord nicht klappen könnte.

18:30 Stunden, 475 Kilometer

Urplötzlich, nur eine halbe Stunde später, setzte dann der Schmerz ein, „pünktlich zum Sonnenaufgang“. Nach einem kurzen Trail hätten beide Waden dichtgemacht. „Aufstehen war plötzlich extrem schmerzhaft und ans Fahren war nicht mehr zu denken“, erklärt Echtermann. Ein Physio versuchte, die Beine zu lockern. Vergeblich.

Zwar startete Echtermann noch einmal, musste aber nach wenigen Kilometern aufgeben. „Treten unmöglich“, fasst er seine Situation am Sonntagmorgen zusammen. Daran änderte auch eine weitere Schlafpause nichts. Nach 18:30 Stunden, 16:25 davon als reine Fahrzeit, musste er aufgeben. Die Strecke, die Echtermann in dieser Zeit zurückgelegt hat, kann sich dennoch sehen lassen: 475 Kilometer, durchschnittlich 29 Stundenkilometer, eine Durchschnittsleistung von 213 Watt und etwa 11 000 verbrannte Kalorien.

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