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Bögls WM-Ziel: Top Ten und Medaille

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Von: Sebastian Schuch

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Blick ins Wohnzimmer: Lucas Bögl war bei dem virtuellen Pressegespräch von zuhause zugeschaltet.
Blick ins Wohnzimmer: Lucas Bögl war bei dem virtuellen Pressegespräch von zuhause zugeschaltet. © Screenshot: GoWebinar

Lucas Bögl freut sich auf den kommenden Ski-Winter - vor allem auf die Tour de Ski und die Heim-WM in Oberstdorf.

Holzkirchen/Davos – „Power-Waschen, alle paar Minuten eine Maschine anschmeißen“ war am gestrigen Mittwoch bei Langläufer Lucas Bögl angesagt. Erst am Dienstagabend war er vom Lehrgang auf dem Dachsteingletscher in der Ramsau zurückgekehrt, bereits am heutigen Mittwoch geht es weiter nach Davos. Dazwischen nahm sich der Holzkirchner, der für den SC Gaißach startet, Zeit für ein virtuelles Pressegespräch.

Mit dem Höhentraining auf dem Gletscher ist der 30-Jährige sehr zufrieden. „Sportlich war es extrem gut.“ Von seinen insgesamt 95 Trainingsstunden im Oktober stand Bögl 40 auf Schnee. „Der Plan war einfach, Umfang zu machen, Kilometer zu sammeln.“ Vor allem, weil im Frühjahr durch den Corona-Lockdown doch einige Einheiten auf Schnee weggefallen sind.

Dabei haben die Langläufer des Deutschen Skiverbands (DSV) laut Bögl auch ihre Trainingssteuerung angepasst: Nach intensivem Sommertraining seien die Umfänge im Herbst, auch witterungsbedingt, etwas abgeflacht. „Das haben wir versucht, zu nivellieren. Das ist uns dieses Jahr gut gelungen.“

Vorfreude auch auf Tour de Ski

Den Lehrgang in Ramsau sieht der Holzkirchner auch als Testlauf für den Winter. „Als wir angekommen sind, war die Steiermark noch kein Risikogebiet“, erklärte er. Während des Trainings änderte sich das. Gemeinsam entschied das Team, vor Ort zu bleiben. „Das können wir den ganzen Winter nicht verhindern“, betonte Bögl mit Blick auf die unabsehbaren Veränderungen rund um das Coronavirus. „Das wird die neue Normalität werden dieses Jahr.“ Im Hotel seien die DSV-Sportler sehr isoliert, das Risiko gering gewesen. Vor der Rückkehr nach Deutschland ließen sich die Sportler testen, alle Ergebnisse sind negativ.

Am meisten freut sich Bögl im kommenden Winter auf die Tour de Ski sowie die Heim-Weltmeisterschaft in Oberstdorf. Die Quali hierfür will er möglichst bis zur Tour de Ski, die an Neujahr beginnt, in der Tasche haben. Bögls WM-Ziel: „Ich werd’ nicht mehr jünger. Ich würde gerne den Einzel laufen, da stecke mir mal die Top Ten als hohes Ziel. In der Staffel – der Traum stirbt zuletzt – holen wir eine Medaille.“ Dass bei den Auftakt-Events in Ruka (Finnland) und Lillehammer (Norwegen) keine Zuschauer voraussichtlich keine Zuschauer an der Strecke sind, bedauert Bögl.

Bundestrainer Schlickenrieder erklärt Weltcup-Plan

Bundestrainer Peter Schlickenrieder (50) aus Schliersee, der bereits mit den Langläuferinnen in Davos weilt, gab in dem Pressegespräch einen Einblick auf die kommende Saison. So wird das DSV-Team den Weltcups in Eigenregie in Angriff nehmen, in Kleingruppen in Hütten wohnen, um mögliche Corona-Verbreitungen einzugrenzen. „Dass nicht auf einmal das ganze Team ausfällt.“

Peter Schlickenrieder
Peter Schlickenrieder © DSV

Außerdem werden sich die Mannschaften bei den Weltcups wohl unterscheiden. Beim Auftakt in Skandinavien werden voraussichtlich die Distanzspezialisten im Einsatz sein, im Anschluss die Sprinter und bei der Tour de Ski wieder die Distanzläufer. „Es gibt einen konkreten Plan, wer was läuft“, sagte Schlickenrieder. Dieser werde freilich an die gezeigten Leistungen und etwaige Corona-Umstände angepasst.

Der Schlierseer zeigte sich zuversichtlich, dass die Saison 2020/21, inklusive WM, gut durchgebracht werden kann. Aber: „Es hängt auch davon ab, was generell passiert. Der Sport kann sich da nicht ausklammern.“

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